The Motley Fool

Chipbranche im Übernahmefieber – steht Infineon als Nächstes auf der Einkaufsliste?

Übernahmegerüchte Pinterest-Aktie PayPal
Foto: Getty Images

Infineon (WKN: 623100) ist eines der großen europäischen Unternehmen in der Chipbranche. Im weltweiten Vergleich ist der Chiphersteller aber eine eher kleine Nummer. Unternehmen wie Intel (WKN: 855681) oder NVIDIA (WKN: 918422) bringen ein Vielfaches an Marktwert, Umsatz und Gewinn auf die Waage.

2020 hat es so viele und auch große Übernahmen in der Branche gegeben wie selten zuvor. Erst vor wenigen Monaten wurde beispielsweise bekannt gegeben, dass NVIDIA den Chipdesigner Arm für etwa 40 Mrd. Dollar übernehmen will. Ein Unternehmen der Größe von Infineon, dessen Marktwert aktuell bei knapp 40 Mrd. Euro liegt (Stand: 22.12.2020),  ist also durchaus bezahlbar für solche Giganten.

4 "inflationssichere" Aktien, die man heute kaufen kann! Kein Zweifel, die Inflation steigt sprunghaft an. Investoren sind verunsichert. Geld, das nur auf der Bank liegt, verliert Jahr für Jahr an Wert. Aber wo solltest du dein Geld anlegen? Hier sind 4 Aktien-Favoriten der Redaktion von The Motley Fool, in die du bei steigender Inflation investieren kannst. Wir haben einige der profitabelsten Aktien dieser Generation wie Shopify (+ 6.878%), Tesla (+ 10.714%) oder MercadoLibre (+ 10.291%) schon früh empfohlen. Schlag bei diesen 4 Aktien zu, solange du noch kannst. Gib einfach unten deine E-Mail-Adresse ein und fordere diesen kostenlosen Bericht umgehend an. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab.

Hier sind einige Faktoren, die Infineon für Konkurrenten interessant machen und einige, die eher abschreckend wirken könnten.

1. Infineon ist profitabel und wächst

Infineon hat ein gutes Geschäftsjahr hinter sich gebracht. Der Umsatz ist trotz aller Umstände auf 8,6 Mrd. Euro gestiegen. Der Gewinn dagegen ist stark zusammengeschmolzen. 368 Mio. Euro sind nach Steuern noch übrig geblieben. Im Vorjahr lag der Gewinn noch bei 870 Mio. Euro. Dafür ist aber hauptsächlich die Schwäche in der ersten Jahreshälfte verantwortlich. Durch die in vielen Branchen zeitweise stillstehende Produktion wurde auch Infineon stark belastet.

Der Gewinn je Aktie ist dadurch natürlich stark eingebrochen. Von den 0,75 Euro, die im Vorjahr verbucht wurden, sind in diesem Jahr noch 0,26 Euro übrig geblieben. Der Gewinn je Aktie ist sogar noch stärker gefallen als der absolute Gewinn. Denn Infineon war selbst an der Flut der Zusammenschlüsse in der Branche aktiv beteiligt. Die bereits im vergangenen Jahr angekündigte Übernahme der Cypress Semiconductor Corporation wurde in diesem Jahr abgeschlossen. Zur Finanzierung der Übernahme wurden neue Aktien ausgegeben, die den Gewinn je Aktie sinken lassen.

2. Verschuldung vergleichsweise hoch

Trotzdem ist die Verschuldung auf 6 Mrd. Euro gestiegen. Wir sprechen hier also von mehr als dem 7-Fachen des Gewinns des Geschäftsjahres 2019. Diesen Schuldenberg abzutragen wird voraussichtlich eine Weile dauern und dafür sorgen, dass Infineon eher Übernahmekandidat als Übernehmender sein dürfte.

3. Starke Stellung in der Autoindustrie könnte Interessenten anlocken

Infineon ist stark in der Automobilbranche vertreten. In der Vergangenheit war das eher eine abschreckende Tatsache, da die Margen niedrig und das Wachstum gering waren. Aber Infineon hat eine starke Position, um vom Trend zur Elektromobilität zu profitieren. Genau diese Tatsache könnte Infineon für potenzielle Käufer interessant machen. Denn die wertvollen Kundenbeziehungen zu praktisch allen Autoherstellern sind bereits vorhanden und Infineon wird seinen Umsatz je verkauftem Fahrzeug in Zukunft wohl noch weiter ausbauen können.

4. Übernahmefantasie hat den Aktienkurs bereits in die Höhe getrieben

Dank solcher Übernahmefantasien hat sich der Aktienkurs im laufenden Jahr bereits hervorragend entwickelt. Infineon ist derzeit der Spitzenreiter unter den 30 DAX-Mitgliedern. Seit Jahresanfang hat die Aktie um 52 % zugelegt und kostet aktuell 29,77 Euro. Vor wenigen Tagen hat die Aktie sogar kurz die Marke von 30 Euro geknackt. Zuletzt hat die Aktie vor fast 20 Jahren so viel gekostet!

Ob man als Investor nun auf eine Übernahme wetten möchte oder nicht, ist fast schon egal. Auch wenn es nicht zu einer Übernahme kommen sollte, könnte Infineon trotz des hohen Kurses eine gute Investition sein. Zumindest wenn man bereit ist, längerfristig investiert zu bleiben, kann man mit dieser Aktie von der steigenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen profitieren. In den kommenden Jahren ist es deshalb wahrscheinlich, dass Infineon das Wachstum noch weiter beschleunigen kann.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 108 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

Du kannst alle Details und unsere Tipps dazu erfahren, indem du unseren kostenlosen Spezialreport hier anforderst.

Dennis Zeipert besitzt Intel-Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Nvidia und empfiehlt Intel.

Wo du jetzt 1.000 EUR investieren kannst

Anlage-Experte Bernd Schmid von Stock Advisor Deutschland hat soeben seine 5 Top Aktien veröffentlicht, in die du seiner Meinung nach jetzt investieren kannst. Immerhin schlägt Stock Advisor Deutschland den Markt um den Faktor 3.

Tausende von Anlegern vertrauen deshalb bereits seinen Aktien-Empfehlungen, von denen sich viele bereits verdoppelt, verdreifacht oder sogar vervielfacht haben. Plus: 6 Monate nutzen, nur 3 Monate zahlen.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!