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ProSiebenSat.1 Media: Warum der Berlusconi-Deal gut und schlecht für die Investoren sein könnte

Bildquelle: Copyright by ProSiebenSat.1 Media

Die Aktie von ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777) hat definitiv eine rasante Tal-, jedoch in diesem Jahr auch wieder eine rasante Bergfahrt hinter sich. Nachdem das Papier seit Ende 2015 fast 80 % seines Börsenwertes verloren hat, konnte sie innerhalb der vergangenen Wochen und Monate wieder vermehrt zulegen. Seit Ende März des aktuellen Jahres stieg die Aktie immerhin von 12,64 Euro auf momentan 14,70 Euro, was letztlich einem Plus von rund 16 % entspricht.

Ein Grund, weshalb die Aktie in den vergangenen Wochen regelrecht gehüpft ist, war definitiv der Einstieg des italienischen Medienunternehmens Mediaset, das vornehmlich bekannt für seinen Lenker Silvio Berlusconi ist, den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten.

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Schauen wir im Folgenden mal, weshalb dieser Schritt durchaus positiv für die Investoren sein könnte, sich langfristig jedoch auch nachteilig auswirken könnte.

Der Einstieg ist gut, weil …

Zunächst einmal könnte die 9,6%ige Beteiligung der Italiener durchaus eine Signalwirkung für alle Investoren haben. Eine Signalwirkung, wonach die Aktie von ProSiebenSat.1 Media durchaus zu günstig sein könnte.

Sofern ein großes weiteres Medienunternehmen schließlich bei ProSiebenSat.1 Media im Rahmen einer fast 10%igen Größenordnung zuschlägt, scheint dieses zumindest von den weiteren Aussichten der Deutschen überzeugt zu sein. Durchaus ein starker Indikator, was die aktuelle Bewertung anbelangt.

Zudem könnten einige Investoren ebenfalls darauf spekulieren, dass Mediaset auch weiterhin ein großes Interesse haben könnte. Bereits seit einiger Zeit wird ProSiebenSat.1 Media von einigen Investoren, auch in Anbetracht der kurstechnisch günstigen Bewertung, als heißer Übernahmekandidat gehandelt. Das könnte kurz- bis mittelfristig durchaus Spekulationen über eine schnelle, nette Übernahmeprämie nähren.

Doch selbst wenn es nicht zu einem solchen Schritt käme, könnte sich eine engere Zusammenarbeit der beiden Medienunternehmen durchaus auszahlen. Beide besitzen schließlich mit den etablierten Streaming-Anbietern dieselben Konkurrenten, die ihnen das Leben schwermachen. Möglicherweise könnte eine engere Zusammenarbeit daher auch ein Schritt sein, um diesen mehr Angebote entgegenzusetzen. Zumindest wenn es hier wirklich zu einer Zusammenarbeit käme.

Der Einstieg könnte auch schlecht sein, weil …

Letztlich könnte der Einstieg für alle Investoren allerdings auch schlecht sein. Zumindest wenn ProSiebenSat.1 Media langfristig wirklich durch die Italiener geschluckt wird, könnten diejenigen Investoren, die bereits seit einigen Jahren an dem Medienunternehmen beteiligt sind, vielleicht auf ihren Verlusten sitzen bleiben. Eine Sichtweise, die natürlich nicht alle Investoren gleichermaßen eint, allerdings für einige nachteilig sein dürfte.

Zudem scheint ProSiebenSat.1 Media derzeit gewillt, den Turnaround auch aus eigener Stärke meistern zu wollen. Zumindest sickerte in den vergangenen Wochen immer mal wieder durch, dass man einen stärkeren Fokus auf das immer wichtiger werdende Streaming legen wolle. Eine Denke, die langfristig erfolgreich sein könnte, auch wenn einzelne Aspekte wie der Content hierbei durchaus noch verbesserungswürdig sind.

Sofern diese Strategie allerdings ein Erfolg würde, ProSiebenSat.1 Media allerdings zu den derzeit günstigen Konditionen übernommen werden würde, könnte auch das dazu führen, dass die Investoren nicht die gesamte Turnaround-Reise miterleben können. Auch das sollte man durchaus bedenken.

Spannende, vielschichtige Neuigkeiten

Was wir daher zunächst festhalten können, ist, dass der Einstieg von Mediaset bei ProSiebenSat.1 Media definitiv eine spannende Wendung bei dem Medienunternehmen ist.

Über die Tragweite dieser Beteiligung kann derzeit natürlich nur spekuliert werden. Investoren sollten jedoch kritisch und für sich persönlich hinterfragen, ob für sie eher die positiven Aspekte dieses neuen Investors überwiegen oder ob möglicherweise das Negative überwiegt. Die Möglichkeiten einer solchen Beurteilung sind daher je nach persönlicher Situation durchaus vielschichtig.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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