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ProSiebenSat.1 Media mit Streaming-Dienst: Ernsthafte Konkurrenz für Netflix und Co.?

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Wenn es derzeit die eine Entwicklung gibt, die ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777) aus der Wirtschaftswelt entfernen wollen würde, so wäre es mit Sicherheit das Streaming. Viele der etablierten Streaming-Konkurrenten wie Netflix (WKN: 552484) und Co. haben den klassischen TV-Anbietern inzwischen das Leben schwer gemacht. Eine Entwicklung, die sich derzeit auch im Zahlenwerk abzeichnet.

Dennoch scheint ProSiebenSat.1 Media im inzwischen hart umkämpften Streaming-Markt noch nicht aufgegeben zu haben. Mit einer neuen, eigenen Streaming-Plattform möchte das Medienunternehmen nämlich hierzulande auch einen Teil von diesem interessanten Kuchen abbekommen.

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Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, was wir derzeit über dieses Angebot wissen – und ob das möglicherweise sogar konkurrenzfähig sein könnte.

Joyn heißt das neue Format

Wie ProSiebenSat.1 Media nun verkündete, werde man in wenigen Tagen mit Joyn sein eigenes, neues Streaming-Angebot auf den Markt bringen. Hierbei handele es sich zunächst um eine werbefinanzierte Streaming-Plattform. Ein kostenpflichtiger Teil mit einem Abo-Modell soll hingegen mit ein wenig Verspätung zum Herbst oder Winter folgen.

Joyn werde gewissermaßen zum strategischen Imperativ, den das Management ausgelobt hat. Demnach sollen hier die Inhalte von maxdome und dem Eurosport Player integriert werden. Zudem plane das Medienunternehmen, weitere exklusive Inhalte wie „Check Check“, eine Serie mit Klaas Heufer-Umlauf, oder eine Reihe namens „Frau Jordan stellt gleich“ zu produzieren, was auch immer sich hinter Letzterem verbergen mag.

Joyn sei demnach die App mit dem größten kostenlosen Free-TV-Angebot innerhalb Deutschlands, die ihr Content-Angebot auch konsequent weiter ausbaut. Weitere Partnerschaften mit den lokalen Prominenten sollten entsprechend folgen.

Es geht um den Content!

Zunächst einmal ist positiv hervorzuheben, dass ProSiebenSat.1 Media explizit auf das Streaming zu setzen scheint, um den etablierten Anbietern zumindest versuchsweise etwas entgegenzusetzen. Entscheidend dürfte bei diesem Vorhaben allerdings auch weiterhin ein Aspekt sein, der in diesem hart umkämpften Markt die Spreu vom Weizen trennt: der Content.

Sofern es ProSiebenSat.1 Media hier schafft, mit jungem, dynamischem und exklusivem Content zu punkten, der bei den heimischen Konsumenten (und, wenn möglich, der jüngeren Generation) ankommt, könnte dieses Vorhaben durchaus ein Erfolg werden. Zumindest sofern auch der Preis für das kostenpflichtige Angebot stimmt und attraktiv für die anvisierte Klientel ist.

Wenn ich allerdings auf die derzeitige Content-Ausrichtung mit wenig spektakulären Eigenprodukten blicke, bin ich weiterhin skeptisch, ob mit diesem Angebot der etablierten Konkurrenz ein wettbewerbsfähiges Gegenstück präsentiert werden konnte. Allerdings – und auch das möchte ich an dieser Stelle definitiv betonen – lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

Streaming könnte Turnaround auslösen

Letztlich könnte daher das Streaming nicht nur das aktuelle Problem für die kriselnden Medienunternehmen und klassischen TV-Anbieter wie ProSiebenSat.1 Media sein, sondern auch deren Lösung. Und die ProSiebener scheinen nun zumindest einen ersten, starken Eintritt in diesen Markt vorzubereiten sowie ihr Augenmerk verstärkt auf diesen interessanten und wahrlich disruptiven Bereich richten zu wollen.

Zumindest bei der inneren Ausrichtung scheint es daher voranzugehen, wobei möglicherweise bei den angebotenen Inhalten noch einmal geschaut werden muss, ob diese ausreichend sind, um den etablierten Kandidaten hierzulande teilweise den Rang abzulaufen.

Die Richtung stimmt allerdings – und das kann durchaus ein Anlass sein, den man als Investor des sich nach wie vor im Krisenmodus befindenden Medienunternehmens feiern kann.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix.

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