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Aktien im Rückblick: Medienwerte brechen ein, Fresenius Medical Care erholt sich, Zalando enttäuscht

Foto: Getty Images

Der DAX, der in der Vorwoche nach Hoffnungen auf eine Einigung im US-chinesischen Handelskonflikt rund 3 % gewonnen hatte, kam in dieser Woche nicht recht vom Fleck. Bis zur Wochenmitte wagten sich die Marktakteure wegen der US-Wahlen nicht aus der Deckung, und die Erleichterung wegen des Zugewinns der oppositionellen Demokraten konnte nur an einem einzigen Handelstag die Stimmung aufhellen.

Bei einigen Einzelwerten kam es nach der Vorlage von Quartalszahlen allerdings zu deutlichen Kursbewegungen …

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Was war an der Börse los?

Der DAX (WKN:846900) startete verhalten in die neue Handelswoche und gab am Montag 0,2 % auf 11.495 Punkte ab. Marktbeobachter verwiesen auf die Midterm Elections in den Vereinigten Staaten, in deren Vorfeld sich niemand eindeutig positionieren wolle.

Ans untere DAX-Ende wurde die Aktie von Infineon (WKN:623100) durchgereicht, die nach der guten Performance in der Vorwoche 4 % billiger zu haben war. Die im MDAX (WKN:846741) gelisteten Anteilscheine des Spezialchemiekonzerns Wacker Chemie (WKN:WCH888) profitierten von Meldungen, laut denen China eine Erhöhung der Obergrenze für installierte Solaranlagen in Erwägung zieht. Sie verteuerten sich um 5,2 %.

Auch am Dienstag wagten sich die Marktakteure mit Engagements zurück. Der deutsche Leitindex ging beim Stand von 11.484 Zählern mit einem Minus von einem Zehntelprozentpunkt in den Feierabend.

Den größten Tagesverlust im Standardwerte-Index verbuchten die Dividendentitel von E.ON (WKN:ENAG99), die nach der Herabstufung durch eine US-Investmentbank um 2 % nachgaben. An die DAX-Spitze setzten sich die Papiere der Deutschen Post (WKN:555200), die um 3,5 % anzogen. Der Logistikriese hatte am Morgen bei der Vorlage von Unternehmenszahlen einen Gewinnrückgang gemeldet. Dieser war allerdings weniger schlimm als von den Analysten erwartet ausgefallen.

Wenig Grund zur Freude hatten die Aktionäre des Online-Modehändlers Zalando (WKN:ZAL111), der ebenfalls über den Geschäftsverlauf berichtet und im dritten Quartal unter dem heißen Sommer sowie unter hohen Vertriebs- und Servicekosten gelitten hatte. Ihre Papiere knickten um 8,5 % ein.

Während die europäischen Börsianer ihre Nachtruhe genossen, liefen in den USA die Ergebnisse der Wahlen über die Nachrichtenticker. Das Ergebnis des Urnengangs entsprach weitgehend den Erwartungen: Die oppositionellen Demokraten konnten zwar die Mehrheit im Repräsentantenhaus erobern, mussten die Kontrolle über den Senat allerdings den Republikanern überlassen.

Der deutsche Aktienmarkt reagierte am Mittwoch positiv auf den Wahlausgang. Der DAX verbesserte sich um 0,8 % auf 11.579. Von der guten Stimmung konnte die Aktie von Adidas (WKN:A1EWWW) allerdings nicht profitieren: Sie sprintete mit einem Abschlag von über 3,5 % ans untere DAX-Ende. Der Sportausrüster hatte am Morgen bei der Quartalsberichterstattung mit seinen Umsatzzahlen enttäuscht.

Deutlich nach oben ging hingegen der Kurs des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (WKN:578580), der mit einem Plus von 9,5 % die anderen DAX-Werte weit hinter sich ließ. Der Grund für den Freudensprung: Im US-Staat Kalifornien hatten sich die Wähler in einer Volksabstimmung gegen Änderungen bei der Dialyseversorgung ausgesprochen.

Am Donnerstag war es mit der Freude über den US-Wahlausgang bereits wieder vorbei. Der deutsche Blue-Chip-Index gab 0,5 % auf 11.527 Punkte ab. Der MDAX schloss 0,4 % unter Vortagsniveau mit 24.334 Zählern.

Im MDAX fielen Medienaktien mit deutlichen Kursverlusten auf: Die Papiere der RTL Group (WKN:861149) verbilligten sich um 7,5 % und die Titel von ProSiebenSat.1 (WKN:PSM777) brachen um 14 % ein. Beide Konzerne hatten am Morgen enttäuschende Quartalsberichte veröffentlicht, und ProSiebenSat.1 hatte sogar eine Dividendenkürzung angekündigt.

Am Freitag notierte der DAX bis zum frühen Nachmittag deutlich im roten Bereich, konnte seine Verluste dann allerdings zum großen Teil wieder wettmachen. Um 16:20 Uhr verblieb nur noch ein Minus von 0,2 %.

Was steht auf dem Kalender?

Am Montag (12.11.) geben u. a. die Deutsche Pfandbriefbank (WKN:801900), Infineon, Lanxess (WKNN:547040) und Talanx (WKN:TLX100) Quartalszahlen bekannt. Das ifo-Institut äußert sich zum Weltwirtschaftsklima.

Am Dienstag (12.11.) veröffentlicht der Flughafenbetreiber Fraport (WKN:577330) seine Verkehrszahlen für Oktober. Vierteljahresergebnisse liefern u. a. Bayer (WKN:BAY001), die Aareal Bank (WKN:540811), Evotec (WKN:566480), innogy (WKN:A2AADD) und United Internet (WKN:508903. In den USA berichtet Home Depot.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende!

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Winfried Rauter besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Short Februar 2019 $185 Calls auf Home Depot und Long Januar 2020 $110 Calls auf Home Depot. The Motley Fool empfiehlt Home Depot und Zalando.

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