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Aktien im Rückblick: DAX ignoriert Dollarschwäche, MDAX erreicht neuen Rekord

Foto: Matt Koppenheffer

An den ersten Tagen der zu Ende gehenden Börsenwoche sorgte der starke Euro-Kurs noch für gedämpfte Stimmung auf dem Frankfurter Parkett. In der zweiten Wochenhälfte gerieten die Marktteilnehmer jedoch wieder in Kauflaune …

So verlief die Börsenwoche

Auf Impulse aus New York mussten die deutschen Marktteilnehmer am Montag verzichten, da die US-Börsen wegen des „Martin Luther King Days“ geschlossen blieben. Also konzentrierte man sich bei relativ geringen Umsätzen auf etwas, was den Akteuren in den vergangenen Wochen bereits mehrfach unangenehm aufgestoßen war: den hohen Euro-Kurs. Der kletterte am Wochenanfang nämlich fast bis auf 1,23 US-Dollar und bremste die Kauflaune auf dem Aktienmarkt. Die Folge: Der DAX (WKN:846900) gab 0,3 % auf 13.201 Punkte ab.

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Den größten Tagesgewinn im DAX verbuchte die Aktie von ProSiebenSat.1 (WKKN:PSM777), die sich um 1,9 % verteuerte. Für Euphorie dürfte das bei den Aktionären des Medienkonzerns jedoch nicht gesorgt haben, denn ihre Papiere hatten nach einer Gewinnwarnung im November einen Tiefpunkt erreicht. Erleichterung war dennoch zu spüren, denn die Analystenschar scheint die nach der Warnung ausgebrochene Angst vor dem weiteren Verlust von Werbeeinnahmen mittlerweile abgelegt zu haben.

Auch am Dienstag verlief die DAX-Kurve nach einem etablierten Muster: Euro runter – Index rauf. Das deutsche Börsenbarometer reagierte auf den leicht nachgebenden Kurs der Gemeinschaftswährung mit einem Anstieg um 0,4 % auf 13.246 Zähler. Der schwächere Euro stützte vor allem die exportsensitiven Auto-Werte: Die Anteilscheine von BMW (WKN:519000) verbesserten sich um rund 3 % und die Vorzüge von Volkswagen (WKN:766403) zogen um 2 % an.

Die im MDAX (WKN:846741) notierte Aktie von Hugo Boss (WKN:A1PHFF) stieg um 4 %. Der Modekonzern hatte zuvor bei der Vorlage von Quartalszahlen ein signifikantes Umsatzplus gemeldet.

In der Nacht zu Mittwoch übersprang der Euro zum ersten Mal seit 2014 die Marke von 1,23 US-Dollar. Obwohl der Wechselkurs im Tagesverlauf nach verbalen Interventionen einiger Notenbanker wieder unter diese Schwelle fiel, verbesserte sich die Stimmung auf dem Frankfurter Parkett kaum. Der deutsche Leitindex verlor 0,5 % auf 13.184 Punkte. Ganz unten in der DAX-Tabelle landete eine Favoritin des Vortages: Die Volkwagen-Vorzugsaktie verbilligte sich um 1,8 %.

Im MDAX fiel die Aktie von Zalando (WKN:ZAL111) mit einem Kurssprung von 4,1 % auf. Branchenkenner begründeten das Plus mit der Ankündigung des Modeversandhändlers, man wolle im neuen Jahr erneut kräftig wachsen und in die Weiterentwicklung des Geschäfts investieren.

Am Donnerstag verbesserte sich die Stimmung am Frankfurter Aktienmarkt trotz des weiterhin starken Euro und einer schwächelnden Wall Street. Der DAX ging beim Stand von 13.281 Punkten mit einem Aufschlag von 0,7 % in den Feierabend. Der MDAX markierte im Handelsverlauf ein neues Rekordhoch von 27.215 Zählern und zeigte zum XETRA-Schluss beim Stand von 27.209 Punkten ein Plus von 0,6 %.

Die Kaufempfehlungen durch eine französische Großbank und eine US-Investmentbank verhalfen den Dividendenpapieren des Chipherstellers Infineon (WKN:623100) zu einem Anstieg von 5,6 %. Die Titel des Chemieriesen BASF (WKN:BASF11), der bei der Vorlage vorläufiger Jahreszahlen ein unerwartet hohes Ergebnis gemeldet hatte, rückten um 2,8 % vor.

Am Freitag zeigten sich die deutschen Investoren weiter optimistisch. Bis 15:30 Uhr stieg der DAX um 1 % und notierte oberhalb der 13.400er-Schwelle.

Was steht in der kommenden Woche an?

Am Montag (22.01.) legt der Schweizer Bankenriese UBS Quartalszahlen vor. In den USA berichten Halliburton und Netflix.

Am Dienstag (23.01.) geben die ZEW-Konjunkturerwartungen für Januar Hinweise auf die Stimmung der deutschen Wirtschaftslenker. In den USA kommt die Berichtssaison in Schwung: U. a. öffnen Johnson & Johnson, Kimberly Clark, Procter & Gamble, Texas Instruments und Verizon ihre Bücher für die Analysten.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Johnson & Johnson, Netflix und Verizon Communications. The Motley Fool empfiehlt BMW und Zalando.

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