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DAX zeitweise unter 9.500 Punkten, niedriger Ölpreis hilft Lufthansa, Bankaktien markieren Rekordtiefs: Was du am Mittwoch wissen musst

Foto: Pixabay, geralt

Kurzfristig orientierte Spekulanten verfolgen die Börsenentwicklung mit Skepsis – wenn sie nicht gerade zum erlesenen Kreis der Leerverkäufer gehören. Denn auch am Anfang des zweiten Handelsmonats kennen die Kurse meist nur eine Richtung: abwärts.

Langfristig orientierte Fans börsengehandelter Indexfonds (ETFs) haben aber Grund zur Freude: Diese Anlagevehikel, die Börsenindizes 1:1 nachbilden, sind nämlich derzeit deutlich billiger zu bekommen als im vergangenen Jahr. Auch Freunde von Qualitätsaktien geraten in Kauflaune, weil Anteilscheine gut aufgestellter Unternehmen zu Discountpreisen gehandelt werden. Allerdings weiß niemand, ob und wie lang dieser Ausverkauf noch weitergeht.

In der laufenden Woche ging’s zunächst einmal fröhlich weiter mit den Rabatten auf Dividendenpapiere…

Was war an der Börse los?

Wer auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung vom Freitag gehofft hatte, wurde am Wochenanfang enttäuscht. Der DAX (WKN:846900) fiel am Montag um 0,4 % auf 9.758 Punkte. Wieder einmal sorgte ein Wirtschaftsindikator aus dem Reich der Mitte für miese Stimmung: Der Einkaufmanagerindex für die chinesische Industrie war im Januar auf den tiefsten Stand seit dreieinhalb Jahren gesunken.

An die DAX-Spitze setze sich die Lufthansa (WKN:823212), deren Anteilscheine vom Abwärtstrend beim Ölpreis profitierten und mehr als 3 % zulegten. Der deutsche Markt reagierte damit auf das Ergebnis der Lufthansa-Konkurrentin Ryanair, die im vergangenen Quartal ihren Gewinn wegen der niedrigen Kerosinkosten mehr als verdoppeln konnte. Weniger gut lief es beim Autobauer BMW (WKN:519000) und beim Industriegase-Hersteller Linde (WKN:648300), deren Papiere jeweils um rund 1,6 % nachgaben.

Am Dienstag reichte ein Blick auf die Ölpreisentwicklung, um die Richtung der Frankfurter Aktienkurse vorherzusagen: Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent war 2,8 % günstiger als am Vortag zu haben und das US-Leichtöl WTI verbilligte sich sogar um 3,3 %. Die Konsequenz: Der DAX brach um 1,8 % auf 9.581 Zähler ein.

In den Börsenkeller schickten die Marktteilnehmer die Aktie von Infineon (WKN:623100), die rund 5,8 % verlor. Der Halbleiterhersteller hatte zwar mit guten Quartalszahlen überrascht, aber mit den Unternehmenszielen fürs folgende Vierteljahr enttäuscht. Schlechtester DAX-Wert war allerdings Thyssenkrupp (WKN:750000) mit einem Minus von rund 6 %. Spekulationen über ein Ausscheiden aus dem deutschen Leitindex drückten den Kurs des Düngemittelherstellers K+S (WKN:KSAG88), der um 5,3 % nachgab.

Schlechte Nachrichten aus der Schweiz – das Geldhaus UBS hatte enttäuschende Geschäftszahlen vorgelegt – schickten die Bankaktien auf Talfahrt: Die Commerzbank (WKN:CBK100) büßte 4,7 % ein und die Deutsche Bank (WKN:514000) verlor 3,9 %. Beide Aktien notierten damit erstmals unter ihren Tiefstständen vom Sommer 2013.

Nachdem das Börsenbarometer am Vortag bereits unter 9.600 Zähler gefallen war, durchbrach der deutsche Blue-Chip-Index am Mittwoch im frühen Handel auch die 9.500er-Marke. Einen Teil seiner Verluste konnte der DAX allerdings bis zum Nachmittag wieder aufholen. Um 15 Uhr verblieb ein Minus von rund 0,5 %.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag (04.02.) legt die Schweizer Großbank Credit Suisse Zahlen fürs vierte Quartal vor. Der Automobilhersteller Daimler (WKN:710000) hält in Stuttgart seine Bilanz-Pressekonferenz ab.  Kurz danach veröffentlicht die Europäische Zentralbank ihren Wirtschaftsbericht. In den USA liefern uns die Statistiker Daten zum Auftragseingang bei der Industrie im Dezember und die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Außerdem berichten u. a. News Corp und Philip Morris über die Geschäftsentwicklung.

Am Freitag (05.02.) erfahren wir Details zum Auftragseingang bei der deutschen Industrie im Dezember. Einblicke in die Handelsaktivität der deutschen Privatanleger liefert die Januar-Handelsstatistik des Discount Brokers Comdirect (WKN:542800). Freunde volkswirtschaftlicher Kennzahlen warten gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht für Januar und die Handelsbilanz für Dezember, von denen sie sich Signale zur Konjunkturentwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft erhoffen.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool eine angenehme Restwoche.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genanten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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