The Motley Fool

Das Wichtigste über Infineon in 3 Minuten

Heute widmen wir uns für unsere DAX-Artikelserie einem der kleineren, aber vielleicht auch einem der am vielversprechendsten Unternehmen in Deutschlands Leitindex, dem Chip-Hersteller Infineon Technologies (WKN: 623100). Wolltest du schon immer verstehen, was das Unternehmen macht, warum die Aktie eine besonders gute Investition sein kann und auf was du achten solltest? Hier erfährst du genau das in kompakter Form.

Womit Infineon sein Geld verdient

Infineon ist wahrscheinlich eines der am schwersten zu verstehenden Unternehmen im DAX – wenn du nicht gerade Elektrotechniker bist oder eine Leidenschaft für die Halbleiterfertigung hast (soll es ja geben!). Infineon macht in diesem Bereich nämlich eine ganze Menge, aber der Geschäftsbereich hilft uns, das aufzudröseln.

Die Märkte in Panik – lies das, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Corona-Krise: Beginn einer Rezession oder grandiose Kaufgelegenheit? So stellst du dein Depot jetzt optimal auf und nutzt die aktuellen Turbulenzen – und was du auf keinen Fall tun solltest. Klick hier, um den Bärenmarkt Überlebensguide jetzt herunterzuladen.

In der folgenden Grafik siehst du den relativen Umsatz und Gewinn der vier Hauptgeschäftsbereiche (die 2014 zusammen 99,6 % des Gesamtumsatzes ausmachten).

Relativer Umsatz und Gewinn der vier Hauptgeschäftsbereiche Infineons. Datenquelle: Geschäftsbericht des Unternehmens 2014

Relativer Umsatz und Gewinn der vier Hauptgeschäftsbereiche Infineons. Datenquelle: Geschäftsbericht des Unternehmens 2014

Die Produktpalette von Infineon umfasst so einiges, von komplexeren Mikrocontrollern über einfache Spannungsregler oder Drucksensoren bis hin zu Chips für den Radarbereich oder Antennenmodule. Sie deckt die folgenden Haupt-Anwendungsbereiche ab:

Geschäftsbereich Beispiele für die Anwendungsbereiche der Produkte
Automotive Fahrwerk- und Komfortelektronik, Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge, Elektroantrieb, Sicherheit
Industrial Power Control Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Energiegewinnung, -übertragung und -umwandlung, Haushaltsgeräte, Industriefahrzeuge
Power Management & Multimarket Mobilfunknetzwerke, Lichtsysteme, Inverter für Photovoltaikanlagen, mobile Endgeräte, Stromversorgung
Chip Card & Security Authentifizierung, Gesundheitskarten, Mobile Kommunikation, Bezahlsysteme, Zugangskontrollsysteme

Quelle: Geschäftsbericht des Unternehmens

Wie du dir vorstellen kannst, ist das Angebot äußerst umfangreich. Was du vielleicht auch festgestellt hast, ist, dass in den Anwendungsbereichen der ein oder andere Zukunftsmarkt abgedeckt wird. Infineon ist also nicht nur breit aufgestellt, sondern könnte in einigen Bereichen auch von überdurchschnittlichem Wachstumspotential profitieren. Dieser Mix zusammen mit der starken Marktposition spricht meines Erachtens am deutlichsten für eine Investition in die Aktie.

Was besonders gut an Infineon ist

In den Segmenten Industrial Power Control und Power Management & Multimarket war Infineon nach eigenen Angaben im Jahr 2014 Marktführer mit Marktanteilen von 12,3 % beziehungsweise 13,6 %. Und daran wird sich so schnell voraussichtlich nichts ändern, denn: Die Nummer 2 im Industrial Power Control Segment, Mitsubishi (WKN:856532), liegt mit einem Marktanteil von 7,2 % deutlich hinter Infineon und die Nummer zwei im Power Management & Multimarket, International Rectifier (12,0 % Markanteil), hat sich Infineon in diesem Jahr kurzerhand einverleibt.

Im Automotive Segment – dem größten Umsatztreiber – ist Infineon zwar mit 9,6 % Marktanteil nur die Nummer zwei hinter Renesas (WKN:812960) (13,3 %), konnte aber im letzten Jahr in allen geographischen Regionen Marktanteile gut machen und war in Japan zum ersten Mal die Nummer drei. Infineon macht also in diesem Bereich einiges richtig.

Auch im Chip Card & Security Segment ist Infineon die Nummer zwei und liegt mit 21,7 % Marktanteile weit hinter Platzhirsch NXP Semiconductors (WKN:A1C5WJ)(32,3 %). Von diesem Segment verspricht sich Infineon am meisten Wachstum – unter anderem getrieben davon, dass die heute noch geläufigen Kreditkarten mit Magnetstreifen in den USA und China durch Kreditkarten mit Chip ersetzt werden. Davon dürfte auch Infineon profitieren. Ob das Unternehmen dem Marktführer jemals ernsthaft auflauern kann, ist allerdings eine andere Frage.

Insgesamt ist Infineon also als Marktführer in zwei Märkten, einer stärker werdenden zweiten Position in einem dritten Markt und einem hohen Marktanteil in einem potentiellen überdurchschnittlichen Wachstumsmarkt hervorragend aufgestellt.

Was ich zusätzlich sehr positiv finde: Die Transparenz bezüglich Marktposition im Vergleich zu Wettbewerbern, wie sie Infineon in seinem Geschäftsbereich bietet, findet man nicht bei vielen Unternehmen. Das spricht meines Erachtens für ein ehrliches Management, was durchaus auch als ein Kernargument für eine Investition gelten kann.

Trotzdem gibt es (wie bei jeder Aktie) auch Gründe, die gegen eine Investition sprechen.

Was nicht so toll an Infineon ist

So toll Infineon auch aufgestellt ist, so ist das Unternehmen immer noch sehr abhängig von der zyklischen Automobilindustrie. 2009 bekamen das Investoren durch den enormen Umsatzeinbruch zu spüren, der laut Capital IQ bei -44 % lag.

Das alleine ist noch kein Grund gegen eine Investition in die Aktie. Allerdings kommt hinzu, dass die Eigenkapitalrendite – das heißt der Gewinn im Verhältnis zum Eigenkapital – von Infineon in den letzten 12 Monaten laut Capital IQ bei gerade einmal 11,4 % lag.

Das ist isoliert gesehen zwar auch nicht so schlecht, aber in Kombination mit der Tatsache, dass sich der nächste Abschwung in der Automobilindustrie wieder deutlich negativ auf den Umsatz und damit den Gewinn von Infineon auswirken wird, solltest du vor einer Investition versuchen, besser zu verstehen, wie abhängig Infineon in Zukunft voraussichtlich noch von solchen Geschäftszyklen ist – und ob die Eigenkapitalrendite von Infineon langfristig gute Chancen hat, auf einem guten Niveau zu bleiben.

Das ist bei einem komplexeren Unternehmen wie Infineon sicherlich keine sehr kleine Herausforderung. Wenn du das aber meisterst und zu dem Schluss kommst, dass man sich darüber keine großen Sorgen machen muss und Infineon auch diesbezüglich deutlich besser da steht als noch 2009, dann könntest du vor einer ziemlich erfolgreichen Investition stehen.

Kanadas Antwort auf Amazon.com!

… und warum es vielleicht unsere zweite Chance ist, ein echtes E-Commerce-Vermögen aufzubauen. Das smarte Geld investiert bereits in eine Firma aus Ontario, die noch deutlich unter dem Radar der Masse fliegt: 3 der cleversten (und erfolgreichsten!) Investoren, die wir kennen, sagen: Diese besonderen Aktien jetzt zu kaufen, ist so wie eine Zeitreise zurück ins Jahr 1997, um bei Amazon-Aktien einzusteigen — bevor diese um 47.000 % explodiert sind und ganz normale Anleger reicher gemacht haben als in ihren kühnsten Träumen.

Fordere den Spezialreport mit allen Details hier an.

Bernd Schmid besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von NXP Semiconductors.

Diese Aktien empfehlen wir jetzt zum Kauf

Coronavirus-Schock: +++ Worauf du dich jetzt einstellen solltest +++ Wo die Redaktion des Stock Advisor Deutschland jetzt die größten Kaufchancen sieht+++Die 3 besten Kennzahlen für deinen Sicherheits-Depotcheck+++

11 Jahre Bullenmarkt gehen zu Ende … aber weißt du, welche Aktien die besten Chancen haben, diese Krise zu überstehen und am besten zu meistern?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren langfristig belohnt werden, wenn sie jetzt bewährte Foolishe Kriterien beachten.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!