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Commerzbank-Aktie und Deutsche Bank-Aktie: Geraten sie nun unter die Räder?

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In den vergangenen zwölf Monaten haben sich Commerzbank (WKN: CBK100)-Aktien deutlich besser als der DAX gehalten (27.09.2022). Das Institut gibt sich auch aktuell positiv und rechnet im Gesamtjahr 2022 weiterhin mit einem Konzernergebnis von mehr als 1 Mrd. Euro. Damit würde ihm eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr gelingen, als es 431 Mio. Euro erwirtschaftete.

Wenn wir uns zudem vor Augen führen, dass der Rekordgewinn aus dem Jahr 2007 bei 1,92 Mrd. Euro lag, könnte bei einer wirtschaftlichen Erholung zukünftig auch diese Marke fallen. Doch genau sie ist aktuell nicht gegeben. Ganz im Gegenteil, die deutsche Wirtschaft steuert derzeit auf eine Krise zu, die meist auch für Bankaktien nichts Positives bedeutet.

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Commerzbank mit positivem Ausblick

Für ihre polnische mBank-Tochter musste die Commerzbank wegen des Schweizer-Franken-Portfolios zuletzt bereits die Rückstellungen um 490 Mio. auf 1,43 Mrd. Euro erhöhen. Sie wirkt sich negativ auf die Ergebnisse im dritten Quartal 2022 aus.

Die Commerzbank erwartet darüber hinaus infolge gesetzlicher Regelungen zu Zins- und Tilgungsstundungen für private Immobilienfinanzierungen in Polen weitere Negativeffekte.

Commerzbank drohen Rezession und Kreditausfälle

Zwar hört sich die heutige (27.09.2022) Pressemitteilung weiterhin positiv an, passt aber aufgrund des aktuellen Umfelds nicht zum wirtschaftlichen Gesamtbild. So trüben sich nicht nur in Deutschland die Aussichten ein. Auch die USA erwarten mittlerweile mit 98 % Wahrscheinlichkeit eine Rezession.

In diesen Phasen kommt es zu vermehrten Kreditausfällen, die heute noch nicht absehbar sind. Doch speziell das produzierende Gewerbe wird infolge der hohen Energiepreise hart getroffen. Somit kommt es im Unternehmenskreditsektor sehr wahrscheinlich zu höheren Ausfällen.

Hinzu kommt das Privatkundengeschäft. Viele Bürger können aufgrund der hohen Energiekosten kaum noch Hausbau- und Konsumkredite bedienen. Auch hier drohen Verluste.

Deutsche Bank erhöht Vorsorge

Deutsche Bank (WKN: 514000)-Anteile sind im Gegensatz zur Commerzbank in den vergangenen zwölf Monaten mit dem Markt gefallen, was an der stärkeren Investmentbanking-Beteiligung liegen kann.

Im zweiten Quartal 2022 musste die Deutsche Bank bereits die Risikovorsorge im Kreditgeschäft um 158 Mio. auf 233 Mio. Euro erhöhen. Im gesamten ersten Halbjahr 2022 wurde der Betrag von 381 auf 525 Mio. Euro gesteigert.

Bankaktien im Abschwung

Wie sehr Bankaktien in Krisen einbrechen, zeigen die letzten beiden Crashphasen zwischen 2000 und 2003 sowie 2008. Während des Platzens der Dot.com-Blase verloren die Commerzbank-Aktien beispielsweise mehr als 88 %. Dies war sogar mehr, als damals der breite Markt (DAX) fiel.

Das aktuell niedrige Kursniveau wirkt sich dabei nicht positiv aus, denn am Ende kommt es auf die zukünftige Ergebnisentwicklung an. Verbuchen die Commerzbank und die Deutsche Bank wie in den vergangenen Krisen wieder hohe Verluste, fällt auch der Aktienkurs.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. 

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