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Porsche Automobil Holding: Wann, wenn nicht jetzt?

Porsche Cayenne / Porsche Aktie Börsengang
Bild: © 2017 Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Das bisherige Börsenjahr war auch für die Aktionäre der Porsche Automobil Holding (WKN: PAH003) kein leichtes. Sorgte die Ankündigung eines möglichen Porsche-IPOs (Initial Public Offering) im Januar 2022 noch für Begeisterung unter den Aktionären, war die gute Stimmung einen Monat später schon wieder verflogen.

Denn der Ukraine-Russland-Konflikt verschärfte Lieferkettenprobleme und sorgte in weiterer Folge für explodierende Produktionskosten. Als wäre dies nicht genug, droht eine nachhaltige Veränderung der Konsumentenlaune, wonach der Autoabsatz weiter sinken könnte.

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Nichtsdestotrotz verbessert sich die Stimmung der Aktionäre seit letzter Woche zunehmend. Denn das Management von Volkswagen (WKN: 766403) hält am IPO-Plan des Sportwagenherstellers fest. Angesichts der globalen Probleme sind jedoch sowohl die Porsche Automobil Holding (PAH) als auch Volkswagen-Aktien derzeit noch günstig zu haben. Also wann sollte man diese Aktien kaufen, wenn nicht jetzt?

Ist die Porsche Automobil Holding die beste Wahl?

Wenngleich ich sowohl Aktien der PAH als auch von Volkswagen halte, bin ich überzeugt, dass langfristig die Porsche Automobil Holding mehr durch das IPO profitieren könnte. Denn aktuell ist geplant, dass die PAH einen Teil der Porsche-Aktien erwerben wird (Stand: 02.09.2022).

Dies würde im Umkehrschluss dazu führen, dass man als PAH-Aktionär nicht ausschließlich von der Entwicklung des Volkswagen-Konzerns profitiert, sondern auch von etwaigen Wertsteigerungen Porsches.

Im Vergleich dazu erhalten Volkswagen-Aktionäre einen Teil des Veräußerungserlöses durch den Anteilsverkauf von Porsche-Aktien in Form einer Sonderdividende ausgeschüttet. Abhängig von der finalen Bewertung des Sportwagenherstellers steht eine Sonderdividende mit bis zu 10 % auf den derzeitigen Aktienkurs von Volkswagen im Raum.

Grundsätzlich ein attraktives Angebot. Jedoch steht man dann als Aktionär wieder vor der Frage, worein man die Ausschüttung investiert. Als Aktionär der PAH muss man sich voraussichtlich keine weiteren Gedanken machen. Denn die Sonderausschüttung, die die PAH für das gigantische Volkswagen-Aktienpaket erhält, investiert der Konzern direkt in den Erwerb von Porsche-Aktien.

Abschlag vom fairen Wert?

Da die PAH in Zukunft nicht ausschließlich von der Wertentwicklung von Volkswagen abhängig sein wird, kann ich mir vorstellen, dass der Abschlag vom fairen Wert bzw. Net Asset Value (NAV) sinken dürfte. Denn derzeit beträgt der Wert der gehaltenen VW-Beteiligung 96,03 Euro pro PAH-Aktie. An der Börse wird die Aktie jedoch zu 71,80 Euro gehandelt. Demnach bekommt man als PAH-Aktionär aktuell noch mehr indirekte VW-Anteile im Vergleich zu einem direkten Investment in den Wolfsburger Autobauer.

Die ersten Anzeichen, dass sich der Abschlag vom fairen Wert langfristig reduzieren könnte, sind aktuell schon zu erkennen. Denn die Performance der PAH-Aktie ist in den letzten Tagen deutlich besser als jene der Volkswagen-Stammaktie.

Ausblick

Keine Frage. Der Sachverhalt des IPOs wirkt sehr komplex. Des Weiteren hilft die ähnliche Namensgebung der Gesellschaft Porsche Automobil Holding und Porsche AG nicht, die Thematik zu entwirren.

Schlussendlich bleibt es für mich dabei, dass sowohl die Volkswagen-Aktie als auch die PAH-Aktie vom Porsche-IPO profitieren dürfte. Wenn ich mich jedoch für eine der beiden Aktien entscheiden müsste, würde ich zum aktuellen Stand der Informationen zur PAH-Aktie greifen.

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Michael besitzt Aktien von der Porsche Automobil Holding und Volkswagen. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von PORSCHE AUTOMBL UNSP/ADR und Volkswagen AG.

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