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Shell-Aktie: Ist die Hochpreis-Öl-Party bald vorbei?!

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Foto: Getty Images

Die Shell-Aktie (WKN: A3C99G) ist ein Profiteur hoher Ölpreise, ganz klar. Wir müssen lediglich auf den Aktienkursverlauf schauen, um zu erkennen: Das Jahr 2022 ist eines, in dem dieser Value-Bereich zurückgekehrt ist. Wobei Notierungen von Brent und WTI oberhalb der Marke von 120 US-Dollar je Fass definitiv geholfen haben.

Allerdings könnte die Hochpreis-Öl-Party bei der Shell-Aktie bald vorbei sein. Zumindest rechnet die Internationale Energieagentur mit einer möglichen Wende, vielleicht bereits im zweiten Halbjahr. Blicken wir auf die zwei relevanten Faktoren, die man als Marktbeobachter auf dem Schirm haben sollte.

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Shell-Aktie: Aus mit den hohen Ölpreisen?

Die Internationale Energieagentur spricht jedenfalls von einer möglichen Wende in der zweiten Jahreshälfte. Vielleicht ist das auch ein Wendepunkt bei der Shell-Aktie? Immerhin: Der Aktienkurs brach zuletzt deutlich ein.

Zwei Faktoren würden demnach die Notierungen von Brent und WTI gegebenenfalls weiter korrigieren lassen. Zum einen dürften die USA und Kanada vermehrt auf der Förderseite aktiv werden. Wohl auch, weil die Preise von Brent und WTI so hoch sind und Öl einfach knapp ist. Derzeit bemühen sich viele Regionen, unabhängiger vom Import zu werden und eine sicherere Position zu erhalten.

Aber auch das ist nur ein Faktor. Ein zweiter ist, dass Russland offenbar nicht ganz so stark aus dem Ölmarkt verdrängt ist, als es zunächst schien. Zuletzt gab es einige Berichte, wonach Russland Öl zunächst an Indien verkaufe. Indien wiederum würde das schwarze Gold dann an die EU zu den aktuellen Marktkonditionen veräußern. Faktisch führt das dazu, dass der Output aus Russland noch immer im Ölmarkt vorhanden ist.

Wenn sich das Angebot nicht reduziert, sondern ausgebaut wird, könnte das den Markt in eine andere Richtung schwenken lassen. Womöglich auch die Shell-Aktie. Wobei Foolishe Investoren überlegen sollten, ob kurz- und mittelfristig nicht trotzdem noch eine Sicherheitsmarge vorhanden ist.

Wie viel davon ist eingepreist?

Russland und ein steigendes Angebot können eine Bremse der Shell-Aktie sein. Jedenfalls spricht die Internationale Energieagentur von einer möglichen Neubewertung im Markt. Falls die Party bei den Ölpreisen mit Notierungen von über 120 US-Dollar je Fass vorbei ist, so könnte das natürlich Auswirkungen haben.

Allerdings ist die Shell-Aktie weiterhin eher preiswert. Insgesamt steckt eine Menge Value hinter der Aktie, selbst wenn das Barrel Brent weiter fallen sollte. Auf einem Ölpreis von 80 US-Dollar je Fass und wie im Jahr 2018 könnte der britische Konzern immer noch sehr, sehr profitabel wirtschaften und einen hohen freien Cashflow einfahren. Auch das sollten Foolishe Investoren bedenken.

Trotzdem zeigt sich auch hier, dass der Ölmarkt einfach zyklisch ist. Wir befinden uns, zumindest was Brent und WTI angeht, offenbar in der Nähe eines Hochs. Ob das Einfluss auf die Shell-Aktie hat, ist eine andere Frage. Aber es gibt eben gewisse Chancen und Risiken, wenn wir jetzt kurz- und mittelfristig auf die Marktlage schauen. Oder auch auf die Shell-Aktie.

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Vincent besitzt Aktien von Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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