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Streaming Video hat noch viel Potenzial zum Wachsen

Netflix Aktie
Foto: The Motley Fool

Wichtige Punkte

  • Die Amerikaner/innen geben etwa 2,5 Mal so viel Geld für Live-TV-Abonnements aus wie für Video-Streaming auf Abruf.
  • Während die Ausgaben für Bezahlfernsehen stabil geblieben sind, wird die Abkehr vom Kabelfernsehen letztendlich zu einem Rückgang führen.
  • Der Anstieg der Ausgaben für Streaming ist auf mehr Möglichkeiten zurückzuführen und nicht nur ein pandemisches Phänomen.

Die Amerikaner geben heute viel mehr Geld für Video-Streaming-Dienste aus als noch vor ein paar Jahren. Mit der Verbreitung neuer Streaming-Dienste und den Preiserhöhungen von großen Anbietern wie Netflix (WKN:552484 -1,88 %) und Disney (WKN:855686 -0,73 %) scheint es, als gäbe es keinen Platz mehr im Budget für Streaming-Videoinhalte.

Aber wenn man vergleicht, wie viel die Amerikaner für verschiedene Streaming-Dienste und On-Demand-Videotheken ausgeben, und wie viel sie für Live-TV-Abonnements ausgeben, wird deutlich, dass Streaming eine große Chance ist. Und wenn alle Videos letztendlich gestreamt werden, wie einige Branchenvertreter/innen vermuten, hat die Streaming-Video-Branche noch viel Potenzial, um weiter zu wachsen.

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Die Ausgabenlücke

Während sich viele Haushalte abnabeln, ist es den Pay-TV-Anbietern gelungen, ihre Tarife kontinuierlich zu erhöhen, um die Abonnentenverluste auszugleichen. Daher sind die Ausgaben der Verbraucher für Live-TV-Dienste in den letzten Jahren relativ stabil geblieben.

Gleichzeitig haben die Amerikaner in den letzten Jahren die Zahl der Streaming-Dienste und die Höhe der Ausgaben für Streaming drastisch erhöht. Dennoch gibt es eine große Kluft zwischen den Beträgen, die die Verbraucher für Live-TV-Dienste und Streaming auf Abruf zahlen.

Die bereinigten Ausgaben für Videostreaming stiegen von 19 Mrd. US-Dollar im ersten Quartal 2018 auf 39 Mrd. US-Dollar im ersten Quartal 2022. Die Ausgaben für Kabelabonnements stagnieren bei 100 Milliarden US-Dollar.


DATENQUELLE: BUREAU OF ECONOMIC ANALYSIS. GRAFIK: AUTOR

Die Amerikaner geben etwa 2,5 Mal so viel für Pay-TV-Abonnements aus wie für Streaming-Video-Abonnements. Und das, obwohl sich die Streaming-Ausgaben in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt haben.

Es scheint unwahrscheinlich, dass die Kabelunternehmen angesichts der Abbestellung von Kabelanschlüssen und der zunehmenden Auswahl an Unterhaltungsangeboten auf Abruf weiterhin stabile Abonnementeinnahmen erzielen können. Der Preis ist für die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher bereits ein wichtiger Faktor bei der Abmeldung, und jede Preiserhöhung birgt das Potenzial, dass mehr Abonnenten kündigen.

Da die Ausgaben für Pay-TV-Abonnements zurückgehen, sollten Investoren davon ausgehen, dass ein Großteil dieser Ausgaben in Ersatzdienste fließen wird, darunter auch Abonnement-Videodienste.

Streaming-Ausgaben wachsen weiter schnell

Viele Investoren verbinden den Beginn der Pandemie mit einer Beschleunigung der Ausgaben der Verbraucher für Streaming-Videoinhalte. So begann die Beschleunigung schon vor dem Beginn der Pandemie, nämlich im November 2019. Damals startete Disney Disney+, den ersten von mehreren neuen großen Konkurrenten von Netflix.

In den Jahren 2021 und 2022 stiegen die Ausgaben sogar noch weiter an. Im Dezember letzten Jahres stiegen die Streaming-Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 40 %.

DATENQUELLE: BUREAU OF ECONOMIC ACTIVITY. GRAFIK: AUTOR

Der Trend zeigt, dass die Verbraucher mehr Streaming-Dienste abonnieren. Dies wird auch durch Erhebungen bestätigt, die zeigen, dass die durchschnittliche Anzahl der Streaming-Dienste pro Haushalt seit 2019 deutlich gestiegen ist und viele inzwischen vier oder mehr haben.

Während die Pandemie wahrscheinlich die Zahl der Neuanmeldungen für Streaming-Abonnements erhöht hat, scheint es so, als ob die Verbraucherinnen und Verbraucher einfach nur mehr Optionen haben und mehr kaufen wollen. Während die meisten Medienunternehmen ihre großen Streaming-Dienste bereits gestartet haben, bauen sie immer noch ihre Bibliotheken aus und fügen jeden Monat weitere Inhalte hinzu. Selbst die etabliertesten Netflix-Konkurrenten wie Disney+ gewinnen jedes Quartal Millionen von Abonnenten hinzu. Je größer das Angebot an Streaming-Inhalten wird, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Verbraucher ihre Budgets von Live-TV-Abonnements auf Streaming umstellen.

Was es für Investoren bedeutet

Streaming Media-Aktien sind in Ungnade gefallen, nachdem Netflix im ersten Quartal dieses Jahres enttäuschende Abonnentenzahlen gemeldet hat. Aber das könnte kurzsichtig sein. Langfristig orientierte Anleger, die davon ausgehen, dass sich der Großteil des Videokonsums zum Streaming verlagert, sollten sich über die Chancen freuen, die der Markt derzeit bietet.

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Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 01.06.2022 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Netflix und Walt Disney. The Motley Fool empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2024 $145 Calls auf Walt Disney und Short Januar 2024 $155 Calls auf Walt Disney. 

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