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Electronic Arts, schon heute Metaverse-Profiteur

Foto: Getty Images

Electronic Arts (WKN: 878372) soll gemäß Medienberichten auf der Suche nach einem Käufer sein. Die geplante Übernahme von Activision Blizzard (WKN: A0Q4K4) durch Microsoft (WKN: 870747) hat es gezeigt, die Spieleindustrie ist spannend für die Technologie-Giganten. Bei der Gen Alpha, Gen Z und Millennials handelt es sich um Digital Natives. Sie sind die ersten Gaming-First-Generationen, für die Spiele die erste Wahl für Unterhaltung sind.

Electronic Arts hat im Geschäftsjahr 2022 davon auch operativ profitiert. Das Unternehmen erzielte ein profitables Wachstum und ein Rekordjahr bei allen wichtigen Geschäftskennzahlen: Gesamtzahl der Spieler, Engagement in den Spielen und Live-Diensten, Nettobuchungen und bereinigter Gewinn.

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Starke Marken kommen an

Weltweit zählt Electronic Arts inzwischen 580 Millionen aktive Konten. Titel wie FIFA, Apex Legends und The Sims erfreuen sich einer großen Fangemeinde. Ein großer Teil der Umsätze entfällt mit über 70 % dabei nicht mehr auf die ursprünglichen Verkäufe der Spiele. Stattdessen sind sie Zeichen des starken Engagements der Spieler, die zusätzliche Inhalte in den Spielen erwerben. Durch diese wiederkehrenden Zahlungsströme ist das Geschäft viel weniger zyklisch und nicht mehr so stark von einzelnen größeren Veröffentlichungen geprägt.

Schlagzeilen machte in den letzten Wochen auch der Verlust der FIFA-Lizenz. Diese Zusammenarbeit war in der Vergangenheit äußerst erfolgreich. FIFA 22 ist das erfolgreichste FIFA aller Zeiten mit einem zweistelligen Anstieg der Nettobuchungen. Natürlich stellt die Trennung auch für Electronic Arts ein Risiko dar. Aber wie es CEO Andrew Wilson in der Telefonkonferenz mit den Analysten sagte: „Für einen Spieler im Vereinigten Königreich ist die Premier League das Wichtigste. Für einen Spieler in Deutschland ist das Wichtigste die Bundesliga. Und in Spanien ist es die LaLiga und so weiter und so fort, wenn man um die Welt geht.“

Die FIFA war hier wohl zu gierig und wollte zu viel Geld für die Lizenz. Die Fans des bisherigen FIFA werden Electronic Arts mit hoher Wahrscheinlichkeit treu bleiben. Der Fußballverband muss jetzt erst mal ein neues Spiel auf ähnlichem Niveau entwickeln. Ohne die Lizenzen der Ligen und Vereine wird das neue Produkt aber kaum überzeugen können. Gleichzeitig hat Electronic Arts die Möglichkeit, neue Partnerschaften einzugehen. Dadurch tun sich mit hoher Wahrscheinlichkeit neue Möglichkeiten der Monetarisierung auf.

Wie könnte es für Electronic Arts weitergehen

Mit einer erwarteten Free-Cashflow-Rendite von ca. 5 % für das laufende Geschäftsjahr wirkt die Aktie nicht zu teuer. Daneben übersteigt die Liquidität die zinstragende Verschuldung. Nicht die schlechtesten Eckdaten für ein Unternehmen, dass auch dieses Jahr bei den Buchungen mit einem Plus von 5 bis 8 % gegenüber dem Vorjahr rechnet. Bei konstanten Wechselkursen würde das Wachstum sogar noch 2 bis 3 % höher ausfallen.

So steht mit Apex Legends Mobile ein weiteres spannendes Produkt in den Startlöchern. Mit FIFA Mobile und einem Spiel im „Herr der Ringe“-Universum hat Electronic Arts zwei weitere spannende Spiele im mobilen Bereich mit großem Potenzial. Der Mobile-Anteil lag im letzten Quartal bei knapp 20 %. Damit hat das Unternehmen noch viel Aufholpotenzial.

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Florian Hainzl besitzt Aktien von Electronic Arts und Activision Blizzard. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Activision Blizzard und Microsoft und empfiehlt Electronic Arts.

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