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Varta-Aktie: Warum sie 10,63 % einbricht

Varta Batterieproduktion
Bild: Clarios

Varta (WKN: A0TGJ5)-Aktien fallen heute (12.05.2022) in Frankfurt um mehr als 10 %. Das Unternehmen berichtete über seine Ergebnisse für das erste Quartal 2022, die schlechter als erwartet ausfielen.

Welche Probleme das Varta-Ergebnis belasten

Vartas Umsatz sank um 9,3 % auf 185,3 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA verlor sogar 36,4 % auf 38,1 Mio. Euro. Die Ergebnisse stehen im deutlichen Gegensatz zu der Entwicklung in den letzten Jahren, als der Umsatz stark stieg und die Gewinnmarge immer weiter zulegte.

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Wie viele Unternehmen leidet Varta derzeit unter den Folgen des Ukrainekrieges. Stark steigende Rohstoffpreise und Energiekosten, die es nicht im gleichen Maße an seine Kunden weitergeben kann, sind ein Grund für den Gewinnrückgang. Um die Produktion in der Krise weiter gewährleisten zu können, baut Varta bereits Rohstoff- und Fertigwaren-Vorräte auf.

Vartas Russland-, Ukraine-, Weißrussland-Umsatz ist mit einem Anteil von weniger als 1 % hingegen gering. Das Unternehmen ist zudem nicht auf Lieferanten aus diesen Ländern angewiesen.

Varta ist indirekt aber auch von Lieferkettenschwierigkeiten betroffen, die infolge der Pandemiemaßnahmen auftraten und bis heute anhalten. Vor allem bei den Zulieferern kam es so aufgrund eines Halbleiter- und Rohstoffmangels zu Produktionsunterbrechungen.

Ein dritten Belastungsfaktor sind zusätzliche Kosten für den Aufbau der großformatigen Lithium-Ionen-Zellenproduktion, mit der Varta ab 2024 erste Umsätze erzielen möchte.

Gemischte Segmentergebnisse

Im Lithium-Ionen Solutions & Microbatteries-Segment büßte Varta 27,5 % Umsatz auf 88,4 Mio. Euro ein. Das bereinigte EBITDA sank um 41,9 % auf 26,7 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge fiel von 37,6 auf 30,2 %.

Der Umsatzrückgang ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass derzeit auch große Varta-Kunden weniger Microzellen nachfragen. Der Konzern reagiert mit Kosteneinsparungen und Kapazitätsanpassungen.

Im Household Batteries-Segment stieg der Umsatz hingegen um 17,6 % auf 96,9 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA sank aber auch hier um 18,1 % auf 11,4 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge reduzierte sich von 16,9 auf 11,8 %.

Somit erfreut sich Varta weiterhin einer hohen Nachfrage nach Konsumentenbatterien und Energiespeicherlösungen. Doch die stark steigenden Rohstoffkosten belasten das Ergebnis.

Varta hält an Jahreszielen fest

Varta zeigt sich trotz des Rückschlags zuversichtlich. Im Gesamtjahr 2022 erwartet das Unternehmen weiterhin 950 Mio. bis 1 Mrd. Euro Umsatz, was einer Steigerung um 5,2 bis 10,7 % entsprechen würde. Beim bereinigten EBITDA geht der Konzern hingegen von einem Rückgang von 282,9 auf 260 bis 280 Mio. Euro aus.

Im zweiten Quartal 2022 rechnet Varta mit einem Umsatz in Höhe von 195 bis 205 Mio. Euro und einem bereinigtem EBITDA zwischen 34 und 38 Mio. Euro.

Die Kursrückgänge könnten zwar mit dem Börsentrend noch länger anhalten, aber dennoch sind die Aktien nun leicht unterbewertet.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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