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Delivery Hero: Die am meisten missverstandene Aktie im DAX

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Foto: Delivery Hero

Delivery Hero (WKN: A2E4K4) möchte die nächste Amazon (WKN: 906866) sein. Manche halten sie aber eher für die nächste Wirecard und der Kurssturz der letzten Monate scheint ihnen recht zu geben. Allein seit Jahresanfang ging es 61 % bergab. Aber prügelt der Markt zu Recht auf den deutschen Tech-Giganten ein? Hier sind drei Gründe, warum er sich täuschen könnte.

Das Quick-Commerce-Potenzial wurde noch nicht einmal im Ansatz ausgeschöpft

Delivery Hero ist in rund 50 Ländern mit zusammen Tausenden Städten aktiv. Ähnlich wie Amazon vom Online-Buchladen zum „Everything Store“ wurde, ist auch Delivery Hero auf dem besten Weg, vom Pizza-Lieferanten zum „Alles-Lieferanten“ aufzusteigen.

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Mit dem Unterschied, dass Delivery Hero mit seiner dichten lokalen Präsenz Lieferzeiten von weniger als 30 Minuten garantieren kann. Auf den ersten Blick erscheint das unsinnig. Es macht den Eindruck der Überbequemlichkeit. Ein teurer Luxus, den nur faule Menschen mit zu viel Geld in Anspruch nehmen würden.

Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr ergibt es Sinn. Es geht nicht nur um Bequemlichkeit und die typischen Notfälle rund um Windeln, Kondome und Aspirin, sondern auch um ganz praktische Herausforderungen.

Ich denke zum Beispiel an eine Angestellte, die nach Feierabend um 17 Uhr noch den Wocheneinkauf erledigen wollte. Aber dann kam noch ein dringendes Projekt rein, sodass sie die eingeplante Stunde verliert. Und um 18 Uhr muss sie schon ihre Tochter vom Geigenunterricht abholen. Doch alles kein Problem: Ein paar Klicks in der App und 15 Minuten später bringt ein Lieferant den Warenkorb beim Rausgehen ans Auto. Die vermeintlich verlorene Stunde ist zurückgewonnen.

Vielleicht treffen wir uns auch mit ein paar Freunden draußen in der Natur zum Grillen. Bald merken wir, dass wir zu wenig Fleisch, Brot und Bier kalkuliert haben. Doch keiner muss die lustige Runde verlassen, um Nachschub zu besorgen. Der Grillspaß kann bereits losgehen. In 20 Minuten bringt der Lieferant alles, was fehlt.

Big Data is King: Ein Datenschatz aus 50 Ländern, der immer wertvoller wird

Wahrscheinlich sind die beiden vorgenannten Beispiele noch nicht einmal die besten. Klar ist aber, dass Delivery Hero über die Zeit immer mehr über die attraktivsten Anwendungsfälle lernen wird. Denn ähnlich wie Amazon setzt der Konzern auf Big Data, was bei mehreren Milliarden Bestellungen pro Jahr absolut Sinn ergibt.

Ursprünglich verfügte Delivery Hero über ein weitverzweigtes Sammelsurium aus Datenbanken der selbst aufgebauten und zugekauften Töchter. Wenn die zentrale Technologieentwicklung in Berlin etwas Neues aufbauen wollte, dann stand sie vor großen Herausforderungen, wenn es darum ging, Zugang zu den entscheidenden Daten der lokalen Einheiten zu bekommen und sie dann zur Analyse zusammenzubringen.

Heute ist das kein Problem mehr. In einem großen IT-Transformationsprojekt hat Delivery Hero die Datenbanken seiner Töchter in der Google Cloud zusammengeführt. So können Software-Ingenieure viel effizienter an neuen Geschäftsmodellen arbeiten. Außerdem können lernende Algorithmen kontinuierlich auf die Daten aus 50 Ländern angesetzt werden.

Dabei ist zu bedenken, dass der Datenfluss in beide Richtungen läuft. Die lokalen operativen Einheiten senden Datenströme zur Zentrale und die Zentrale liefert wertvolle Analyseergebnisse an die Einheiten. Best Practices setzen sich so zügig über Ländergrenzen hinweg durch.

Amazon ist durch seinen Plattformbetrieb und die hohen Investitionen in die Datenanalyse zum führenden Cloud-Infrastruktur-Anbieter geworden. Es würde mich wundern, wenn Delivery Hero nicht ebenfalls einen Weg finden würde, mit seinem Datenschatz ganz groß herauszukommen.

Delivery Hero goes Fintech: Neue Geschäftsmodelle in Sicht

Die wortwörtliche Kundennähe, die Milliarden Transaktionen und die Investitionen in Big Data und künstliche Intelligenz prädestinieren Delivery Hero geradezu dafür, eine größere Rolle im Fintech-Bereich zu spielen.

Die Vernetzung mit Millionen von Geschäften, Restaurants und anderen Partnern sowie die persönliche Belieferung von zig Millionen aktiver Kunden ist eine gute Basis für eine Vielzahl von interessanten Geschäftsmodellen. Von der eigenen digitalen Währung über Kleinkredite für treue Kunden bis hin zu innovativen Partnerlösungen ist vieles denkbar.

Und das sind keine unfundierten Ideen für irgendwann. Tatsächlich verfügt Delivery Hero seit einiger Zeit über eine wachsende Fintech-Abteilung, die mit Hochdruck daran arbeitet, zukunftsweisende Bezahlungslösungen zu schaffen, die über Ländergrenzen hinweg skalieren.

Zusammengefasst haben wir mit Delivery Hero einen Konzern, der 1. auf der letzten Meile eine Macht ist, 2. über einen gigantischen Datenschatz verfügt und dem sich 3. großartige Fintech-Chancen bieten. Das alles gibt es für etwa 0,65 % von Amazons Marktkapitalisierung.

Kurzfristig mag man das mit der Profitabilität erklären. Aber mit etwas Vertrauen, dass Delivery Hero die richtigen Schritte unternehmen wird, um aus den Potenzialen Ergebnisse zu machen, bekomme ich bei dieser oft missverstandenen Aktie auf dem jetzigen Niveau so langsam Hunger auf mehr.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.

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