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Die hohen Gewinne bei der Mercedes-Benz-Aktie werden sich bald in Luft auflösen

Daimler-Aktie
Foto: The Motley Fool

Über den deutschen Auto-Aktien – allen voran der Mercedes-Benz-Aktie (WKN: 710000) – lacht derzeit die Sonne. Seit Anfang 2021 hat sich der Aktienkurs der Stuttgarter beispielsweise deutlich besser entwickelt als die Tesla-Aktie (WKN: A1CX3T). Die Gewinne beim deutschen Autohersteller sprudeln wie noch nie.

Investoren sollten sich von der sonnigen Lage bei der Mercedes-Benz-Aktie und anderen Auto-Aktien jedoch nicht täuschen lassen.

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Die Milliardengewinne sind mehr Strohfeuer als heiße Glut

CEO Ola Källenius schreibt die gute Performance vor allem dem strategischen Fokus auf Premiumfahrzeuge und der Kostendisziplin zu. Doch den größten Einflussfaktor auf die Rekordmargen der Mercedes-Benz-Aktie lässt er dabei außer Acht: den Chipmangel.

Zweistellige operative Margen erzielt derzeit nicht nur Mercedes-Benz, sondern so gut wie jeder Autohersteller. Auf die riesige Nachfrage bei verknapptem Angebot reagieren die Autohersteller mit Preiserhöhungen. So erwirtschaftet aktuell selbst der Opel-Mutterkonzern Stellantis (WKN: A2QL01), der vor allem Volumenmarken unter seinem Dach vereint, Umsatzrenditen jenseits von 10 %.

Ja, sicherlich hatte auch der Sparkurs bei Mercedes-Benz einen positiven Einfluss auf die operative Performance. Und doch könnte man die Stuttgarter dafür kritisieren, sich nicht noch deutlicher von der Massenmarkt-Konkurrenz abgesetzt zu haben. Von einem Premiumkonzern, der gezielt margenschwache Modelle wie die B-Klasse aus dem Portfolio streicht, müsste eigentlich mehr kommen.

Die Mercedes-Benz-Aktie ist mit Problemen konfrontiert

Der durch den Chipmangel ausgelöste Margen-Boom verdeckt derweil langfristige Probleme bei der Mercedes-Benz-Aktie und anderen Auto-Aktien. Sie werden in Erscheinung treten, sobald die Sonderkonjunktur nachlässt.

So verlieren die deutschen Autohersteller im wichtigen chinesischen Markt Anteile. Der Grund dürfte vor allem sein, dass man die Bedürfnisse der dortigen Kundschaft – Vernetzung und Entertainment – sträflich vernachlässigt hat. Aufstrebende Elektroauto-Hersteller aus dem Reich der Mitte machen das deutlich besser. Sobald ihre Autos auch in Europa in größeren Mengen erhältlich sind, droht hierzulande eine ähnliche Entwicklung.

Deutsche Autohersteller hoffen auf ihre kommenden Modellgenerationen, die Mitte des Jahrzehnts mit stärkerer Hardware und eigenen Betriebssystemen aufwarten sollen. Doch Mercedes-Benz, Volkswagen (WKN: 766403) und Co. jagen einem beweglichen Ziel nach.

Auch das oft angepriesene Gewinnpotenzial aus dem autonomen Fahren für die Mercedes-Benz-Aktie und andere Auto-Aktien ist aus meiner Sicht nur lauwarme Luft. Denn mal ehrlich: Wenn ein Autohersteller nicht einmal dazu in der Lage ist, zeitgemäße Hardware und Software in seine Fahrzeuge zu integrieren, wie soll ihm dann die Entwicklung von hochkomplexen, KI-basierten autonomen Fahrlösungen gelingen?!

Zu diesen beiden Problemen gesellt sich noch eine Zeitbombe namens Plug-in-Hybride. Sie waren nie eine technologisch sinnvolle Lösung, sondern vor allem ein politisches Produkt. Sobald die Förderprogramme auslaufen, wird die Nachfrage nach neuen und gebrauchten Hybridmodellen einbrechen. Das wird den Gewinnmargen der Auto-Aktien einen Knacks versetzen.

Ich lasse die Finger von deutschen Auto-Aktien

Die Sonderkonjunktur, über die sich Investoren der Mercedes-Benz-Aktie derzeit freuen, täuscht über langfristige Probleme hinweg. Daher werde ich die Finger von deutschen Auto-Aktien lassen.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla und Volkswagen AG.

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