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Disney+ ist in den USA größer als Hulu

Walt Disney Shop Disney-Aktie
Foto: The Motley Fool

Wichtige Punkte

  • Disney+ hat Hulu überholt und ist nun der drittgrößte Streaming-Dienst in den USA.
  • Das inländische Abonnentenwachstum verlangsamt sich und wird sich weiter verlangsamen.
  • Internationales Wachstum ist außerhalb Südasiens nur schwer zu erreichen.

Walt Disney (WKN:855686) hat sich in den letzten Jahren seit dem Start von Disney+ zu einem der größten Streaming-Anbieter entwickelt. Nach Schätzungen von Parks Associates ist der Streaming-Dienst inzwischen der drittbeliebteste in den USA. Das ist ein bemerkenswerter Meilenstein, wenn man bedenkt, dass sich die drei beliebtesten Streaming-Dienste nicht verändert haben, seit die Recherche-Gruppe 2015 mit der Beobachtung von „Over-the-Top“-Streaming-Diensten (OTT) begonnen hat.

Die Fragen für Disney-Investoren lauten jedoch: Wie viel kann Disney noch wachsen? Und kann das Unternehmen in anderen Ländern den gleichen Erfolg haben?

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Mehr als 44 Millionen U.S.-Abonnenten

Disney hatte Ende September fast 44 Millionen Hulu-Abonnenten. Den Daten von Parks Associates zufolge gibt es also mehr als 44 Millionen Disney+-Abonnenten in den Vereinigten Staaten.

Das ist ein sehr beeindruckendes Wachstum für einen Streaming-Dienst, der erst zwei Jahre alt ist, aber das Wachstum hat sich in den letzten Monaten sicherlich verlangsamt. Laut internen Dokumenten, die von der Tech-Nachrichtenseite The Information eingesehen wurden, hatte Disney+ im Februar weniger als 40 Millionen Abonnenten in den USA, so dass Disney seit Jahresbeginn nur ein paar Millionen neue Abonnenten hinzugewonnen haben dürfte.

Diese Verlangsamung des Wachstums ist nicht völlig unerwartet. Analysten hatten mit vielen frühen Anmeldungen für Disney+ gerechnet, aber mit einem steilen Abflauen nach dem anfänglichen Boom. Mit ein paar Millionen zusätzlichen Abonnenten pro Jahr liegt Disney+ auf einer Linie mit dem historischen Wachstum von Netflix (WKN:552484) im Inland.

Netflix hatte Anfang 2015 knapp 40 Millionen Abonnenten in den USA. Am Ende des Jahres waren es etwas weniger als 45 Millionen. Allerdings war die Verbreitung von Streaming-Videos im Jahr 2015 noch nicht so hoch wie heute. Aber wenn Disney in den nächsten drei Jahren an das Wachstum von Netflix anknüpfen kann, könnte das Unternehmen bis Ende 2024 etwa 60 Millionen Abonnenten im Inland haben und erwartet, dass es dann weltweit zwischen 230 und 260 Millionen Abonnenten hat.

Um diese Zahlen zu erreichen, muss Disney jedoch die Akzeptanz auf den internationalen Märkten verbessern.

Zwei Märkte dominieren die Disney+-Abonnements

Die Disney+ Abonnements konzentrieren sich stark auf die Vereinigten Staaten und Indien. Christine McCarthy, Finanzchefin von Disney, sagte während der Telefonkonferenz zum vierten Quartal, dass Disney+ Hotstar – die preisgünstige Version des Dienstes in Südasien – 37 % der weltweiten Disney+ Abonnenten ausmacht. Das sind etwa 44 Millionen Abonnenten, was in etwa der Abonnentenbasis in den USA entspricht.

Mit anderen Worten: Auf die USA und Südasien entfallen etwa drei Viertel aller Disney+-Abonnenten. Kanada, Europa, Lateinamerika und der Rest des asiatisch-pazifischen Raums steuern dagegen nur 30 Millionen Abonnenten bei. Zum Vergleich: Netflix hatte zum Ende des dritten Quartals in diesen Regionen weit über 100 Millionen mehr Abonnenten als Disney+. (Netflix hat vor allem in Indien Probleme, Abonnenten zu gewinnen.)

Netflix mag das Potenzial für Disney in diesen Regionen aufzeigen, aber um es zu erreichen, muss Disney in so viele Inhalte investieren wie Netflix. Während Disneys Filme weltweit Anklang finden, melden sich Abonnenten in der Regel wegen der Originalserien bei einem neuen Streamingdienst an.

In dieser Hinsicht ist Disney auf einem guten Weg. Nach einigen Verzögerungen startete das Unternehmen Ende August endlich Star+ in Lateinamerika. Der Dienst, den Abonnenten gegen einen geringen Aufpreis mit Disney+ bündeln können, umfasst Originalserien, die in ganz Lateinamerika produziert werden.

Außerdem hat Disney Anfang des Jahres mit der Produktion von 10 Serien begonnen, die in Europa produziert werden. Mittlerweile haben 21 Serien für die Produktion in ganz Europa grünes Licht erhalten.

Gleichzeitig plant Disney, sein Content-Budget bis 2022 um 8 Mrd. US-Dollar zu erhöhen, wobei der Großteil dieser Ausgaben in originäre Streaming-Titel fließen soll. Das sollte dazu beitragen, das Abonnentenwachstum in den Märkten, in denen Disney am meisten hinterherhinkt, anzukurbeln und gleichzeitig seinen Inhaltskatalog in den USA und Südasien zu ergänzen.

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Dieser Artikel gibt die Meinung des Verfassers wieder, die von der "offiziellen" Empfehlungsposition eines Premium-Beratungsdienstes von The Motley Fool abweichen kann. Eine Investitionsthese zu hinterfragen - sogar unsere eigene - hilft uns allen, kritisch über Investitionen nachzudenken und Entscheidungen zu treffen, die uns helfen, klüger, glücklicher und reicher zu werden.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 23.12.2021 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. besitzt Netflix und Walt Disney. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Netflix und Walt Disney.

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