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Unbedingt gelassen bleiben: Warum man in einem Börsencrash nicht eine seiner Aktien verkaufen sollte!

Crash: Blick in den Abgrund Korrektur Börsencrash Aktiencrash
Foto: Getty Images

Wie sah es eigentlich bei dir im März 2020 aus? Hast du wie ich auch geglaubt, dass wir kurz vor dem Ende der Börse stehen und die Kurse weiter ins Bodenlose fallen? Dann bist sicherlich in allerbester Gesellschaft. Denn ich denke, fast niemand konnte sich solchen Gedanken entziehen, als die Märkte im Frühjahr 2020 völlig verrücktspielten.

Immer dann, wenn die Kurse in kurzer Zeit sehr stark nachgeben, stellen sich nämlich nicht wenige Anleger die folgende Frage. Und zwar, ob es wirklich so eine gute Idee war, sein hart verdientes Geld in Aktien zu investieren. Man hatte mit dem Aktienkauf ja letztendlich ein völlig anderes Ziel verfolgt. Nämlich zu günstigen Preisen einzusteigen und dann die Wertpapiere später mit Gewinn wieder zu veräußern.

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Deshalb könnte es ratsam sein, gerade in einem Börsencrash äußerste Vorsicht walten zu lassen. Sonst könnte man nämlich eventuell dazu verleitet werden, genau das Gegenteil von dem zu machen, was man sich eigentlich vorgenommen hatte. Auch ich bekomme natürlich manchmal kalte Füße. Doch ich habe mir fest vorgenommen, in Crash-Phasen auf keinen Fall auch nur eine meiner Aktien zum Verkauf zu stellen.

Aktien besser nicht billig abstoßen

Es ist durchaus nachvollziehbar, dass sich ein ungutes Gefühl in der Magengrube breitmacht, wenn es durch einen Börsencrash mit den Aktien im Depot abwärtsgeht. Denn man hat ja immer im Hinterkopf, dass sich die Verluste noch ausweiten könnten. Und um sich dann nicht noch schlechter zu fühlen, kommt einem vielleicht der Gedanke, schnell alles zu verkaufen. Weil man eben einfach retten will, was noch zu retten ist.

Man sollte aber mit aller Gewalt versuchen, diesem Gefühl Paroli zu bieten. Die Verkaufsoption bringt nämlich einen entscheidenden Nachteil mit sich. Wenn man die entstandenen Buchverluste jetzt tatsächlich realisiert, dann geht natürlich auch das Geld, das sich zuvor quasi schon in Luft aufgelöst hatte, nun ganz real verloren.

Aber nicht nur das. Gelingt den Aktien nach einem großen Börsencrash nämlich ein Turnaround, dann ist man selbst leider nicht mehr mit von der Partie. Auch dieser Umstand könnte dann wieder ganz schnell ein sehr frustrierendes Gefühl in einem auslösen.

Und noch ein Aspekt könnte ins Spiel kommen. Vor allem wenn man seine Aktien schon etwas länger besitzt. Mit einem Verkauf verzichtet man dann natürlich ab sofort auch auf die Dividenden der entsprechenden Unternehmen. Doch gerade die Gewinnbeteiligung könnte in Krisenzeiten ein wunderbares Trostpflaster darstellen.

Wie könnte man gegensteuern?

Ich denke natürlich, dass es sich jeder sicherlich ganz fest vorgenommen hat. Doch es stellt sich meistens als schwieriger heraus als gedacht, sich in einer heftigen Korrekturphase vom Geschehen an den Börsen ein wenig abzukoppeln. Denn in solchen Zeiten kann man sich auf die Berichterstattung in den Medien absolut verlassen. Nämlich dahin gehend, dass man von allen Seiten mit negativen Nachrichten regelrecht überschüttet wird.

Und seien wir einmal ehrlich. Die Meldungen sind teilweise so schlimm, dass man fast Angst vor einem Weltuntergang bekommen könnte. Aber dies ist natürlich völlig übertrieben und auf keinen Fall sollte man sich davon verrückt machen lassen. Ganz im Gegenteil darf man diese Art der „Gehirnwäsche“ erst gar nicht an sich heranlassen. Besser ist es sicherlich, einmal abzuschalten und sich auf positive Dinge zu konzentrieren.

Ich für meinen Teil habe mir auf jeden Fall etwas geschworen. Im Falle eines Börsencrashs Ruhe zu bewahren und mich von allen negativen Nachrichten so weit wie möglich fernzuhalten. Dies wird vielleicht nicht immer ganz einfach sein. Doch könnte es entscheidend dabei helfen, meiner Maxime treu zu bleiben und somit zu verhindern, dass ich in einer heftigen Korrektur auch nur eine meiner Aktien aus der Hand gebe.

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