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Pinterest-Aktie wohl doch kein Teil des PayPal-Ökosystems

Foto: Getty Images

Die Gerüchte haben sowohl Pinterest (WKN: A2PGMG) als auch PayPal (WKN: A14R7U) bewegt: Gemeint sind natürlich die Übernahmespekulationen. In der letzten Woche hieß es plötzlich, dass der US-amerikanische Zahlungsdienstleister das soziale Kreativnetzwerk übernehmen könnte. Damit begann eine kurze Phase des Rätselratens, was der Deal bezwecken könnte.

Allerdings wissen wir jetzt: Es kommt wohl doch nicht so weit. Und, um vollständig zu sein: Auch das hat die Aktien von Pinterest und PayPal bewegt. Riskieren wir einen Blick auf die wesentliche Veränderung zum Wochenbeginn. Sowie darauf, was Foolishe Investoren über diese nun veränderte Ausgangslage wissen sollten.

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Pinterest-Aktie: Nicht im PayPal-Kosmos

Wie wir mit Blick auf Neuigkeiten zum späten Wochenende erkennen können, hat das Management von PayPal auf die Gerüchteküche reagiert. Und zwar mit einem Dementi. Mehrere Medien, sowohl US-amerikanische als auch deutschsprachige, verweisen darauf, dass der US-Zahlungsdienstleister Pinterest im Moment nicht übernehmen möchte. Man strebe derzeit keine Übernahme des Kreativnetzwerks an.

Derzeit? Auch das nährt einige Spekulationen. Andere rätseln bereits darüber, ob Pinterest eine hübsche Braut für andere Tech-Konzerne sein könnte. Facebook könnte ein passender Abnehmer sein. Für den Moment können wir jedoch lediglich sagen: Der US-Zahlungsdienstleister lehnt ab, die Aktie des Kreativnetzwerks rauscht in den Keller.

Sind es doch zu wenige Überschneidungen zwischen Pinterest und PayPal gewesen? Auch das ist möglich. Wobei es doch einige gute Gründe hätte geben können. Starkes Wachstum, Fokus auf E-Commerce oder einfach mehr Momentum im eigenen Ökosystem. Hätte, wäre, wenn und aber: Das hilft uns nicht weiter. Riskieren wir lieber einen Blick darauf, was das für das ungewollte Übernahmeobjekt konkret bedeutet.

Dip ein Kauf …?

Die Pinterest-Aktie jedenfalls verliert nach Bekanntgabe dieser Wendung um 12,7 % auf 50,68 US-Dollar. So, als hätte sich damit ein großer Teil der Investitionsthese in Luft aufgelöst. Für einen kurzfristigen Preistreiber mag das zutreffend sein. Aber: Eine Übernahme ist bei vielen eigentlich nicht Teil der Investitionsthese gewesen.

Blicken wir auf die Pinterest-Aktie auch ohne PayPal, so erkennen wir ein großartiges soziales Kreativnetzwerk mit zuletzt 454 Mio. monatlichen Nutzern. Sowie einen Umsatz von zuletzt 613 Mio. US-Dollar, ein Wachstum von über 100 % im zweiten Quartal (das zugegebenermaßen einzigartig bleiben könnte). Und ein Nettoergebnis in Höhe von 69,4 Mio. US-Dollar, was auf Profitabilität schließen lassen könnte. Eigentlich gar nicht verkehrt.

Natürlich ist die fundamentale Bewertung mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von derzeit 13,3 nicht gerade günstig. Zweistellige Wachstumsraten können das jedoch verändern. Zumal Pinterest noch durch E-Commerce und andere Ausweitungen jede Menge Potenzial besitzen könnte. Auch die Monetarisierung ist mit durchschnittlich knapp über einem US-Dollar je Nutzer noch vergleichsweise klein. Insofern: Pinterest braucht PayPal möglicherweise nicht. Der aktuelle Dip könnte überaus attraktiv aus einem langfristig orientierten Blickwinkel heraus sein. Zumindest, wenn nicht ein anderer Tech-Akteur jetzt die günstige Chance wittert.

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Vincent besitzt Aktien von Pinterest. Randi Zuckerberg, eine frühere Leiterin der Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook sowie Schwester von CEO Mark Zuckerberg, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Facebook und Pinterest.

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