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ASML – Wie viel Potenzial hat das europäische Tech-Unternehmen noch?

In der Chipherstellung werden integrierte Schaltkreise auf Wafer aufgetragen
Foto: Getty Images

ASML (WKN: A1J4U4) bringt es derzeit auf eine Marktkapitalisierung von 331 Mrd. US-Dollar (Stand: 22.10.2021). Dagegen schaut das DAX-Schwergewicht SAP (WKN: 716460) mit seiner Marktkapitalisierung von ca. 167 Mrd. US-Dollar richtig alt aus. Doch im Gegensatz zum Marktführer für Unternehmenssoftware haben viele Menschen noch nie von ASML gehört. Das ist nicht verwunderlich, da sich das Unternehmen mit seinen Produkten nicht an Endkunden richtet.

Selbst der größte Kunde TSMC (WKN: 909800) ist trotz der aktuellen Chipkrise eher noch unbekannt. Bei den beiden anderen Großkunden Samsung (WKN: 881823) und Intel (WKN: 855681) dürfte es eher klingeln. Diese drei Unternehmen werden in den nächsten Jahren die einzigen sein, die in der Lage sind, modernste Chips herzustellen. Möglich wird dies durch die Technologie von ASML.

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EUV-Lithografie: Der größtmögliche Burggraben

ASML ist das einzige Unternehmen weltweit, das die extreme Ultraviolett-Lithografie (EUV) anbietet. Nur mit diesem Verfahren sind immer kleinere Chipstrukturen aufgrund kürzerer Lichtwellenlängen möglich. Der Vorgänger der EUV-Lithografie, das Deep Ultraviolet (DUV)-Verfahren, ist nämlich an seine physikalischen Grenzen gestoßen. Die lange Entwicklungszeit und die Kosten machen es Wettbewerbern auf absehbare Zeit unmöglich, mit ASML in diesem Markt zu konkurrieren.

Bei der aktuellen Maschinengeneration arbeitet ASML vor allem an der Verfügbarkeit der Maschinen und an der Steigerung der täglichen Waferproduktion. Das ergibt Sinn, denn die Produktion im EUV-Verfahren erfordert deutlich weniger Prozessschritte und vereinfacht die Produktion erheblich. Dadurch wird der Energieverbrauch reduziert und die Kosten gesenkt. Das wiederum vergrößert den Einsatzbereich der Anlagen. Für 2023 steht bereits die nächste Generation der Maschine in den Startlöchern, die wiederum kleinere Produktionsgrößen ermöglichen wird.

Der Bedarf an Halbleitern wird in den nächsten Jahren auch weiter wachsen. Die Verbreitung von künstlicher Intelligenz in allen Bereichen, 5G-Mobilkommunikation, 3D-Druck, dem Internet der Dinge, Kryptowährungen oder virtuellen Welten begünstigen diesen Trend. Der Markt für Halbleiter soll in der Folge von 439 Mrd. US-Dollar in 2020 auf 1 Billionen US-Dollar in 2030 wachsen.

Die ASML-Bewertung ist durchaus sportlich

Je nach Szenario erwartet ASML einen Umsatz von 24 bis 30 Milliarden Euro im Jahr 2025. Für 2021 erwartet ASML einen Umsatz von mindestens 18,5 Milliarden Euro. Zu diesem Zweck ist das Unternehmen auch ordentlich profitabel. Die Marge für das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) lag in den letzten Jahren konstant bei rund 25 % und dürfte sich in den kommenden Jahren noch verbessern.

Allerdings bezahlt man für dieses Qualitätsunternehmen auch einen entsprechenden Preis an der Börse. Die erwartete Free-Cashflow-Rendite für 2021 liegt derzeit bei 1,6 %. Selbst mit dem oberen Ende der Prognose für 2025 und leicht verbesserter Margen komme ich auf einen Wert für die Free-Cashflow-Rendite von rund 3 %.

Aus meiner Sicht ist die ASML-Aktie daher derzeit nur als Beimischung geeignet. Bei stärkeren Kursrückgängen steht die Aktie jedoch weit oben auf meiner Kaufliste.

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Florian besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Taiwan Semiconductor Manufacturing und empfiehlt ASML Holding, Intel und SAP SE, sowie die folgenden Optionen: Long January 2023 $57.50 Call auf Intel und Short January 2023 $57.50 Put auf Intel.

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