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Meine Top-Aktie für Oktober

Vonovia Winner
Foto: Getty Images

Wichtige Punkte vorab:

  • Ford ist im Vergleich zu seinen Konkurrenten in der Elektrofahrzeugbranche immer noch relativ niedrig bewertet.
  • Die Umstrukturierungsstrategie des Unternehmens war sinnvoll.

Da der S&P 500 zu einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 34 gehandelt wird, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Value-Aktien in Betracht zu ziehen. Also Aktien von Unternehmen, die im Vergleich zu ihren Gewinnen und ihrem Wachstumspotenzial mit niedrigen Multiplikatoren gehandelt werden. Ford Motor (WKN: 502391) passt aufgrund seiner niedrigen Bewertung und seiner überzeugenden Umstellung auf Elektrofahrzeuge in diese Kategorie. Betrachten wir das doch mal näher.

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Umstrukturierung zeigt Wirkung

2018 kündigte Ford ein massives Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm an, in dessen Rahmen das Unternehmen Tausende von Mitarbeitern entließ und seinen Produktmix umstellte, um sich auf die margenstärkeren Segmente Pick-ups und SUVs zu konzentrieren. Die Strategie zeigt bereits deutliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens.

Im Juni 2021 sank der Anteil der Pkw-Verkäufe von Ford in den USA auf nur noch 2,5 % des gesamten Fahrzeugabsatzes, verglichen mit 20 % zu diesem Zeitpunkt im Jahr 2018. Das Unternehmen zieht sich auch aus verlustbringenden internationalen Märkten zurück. Etwa aus der Produktion in Indien und Brasilien. Die Veräußerung unrentabler Märkte (Ford hat in Indien in den letzten zehn Jahren über 2 Mrd. US-Dollar verloren) könnte dazu beitragen, Kapital und Ressourcen für die Umstellung des Unternehmens auf Elektrofahrzeuge freizusetzen.

Derweil nutzt Ford seine starken Marken (vor allem Mustang und F-Series), um einen wirtschaftlichen Graben zu schaffen. Die Testplattform CNet stuft den Mach-E als bestes Elektroauto der Mittelklasse für 2021 ein und lässt damit das Model 3 von Tesla hinter sich. Und für den vollelektrischen F-150 Lightning (der 2022 auf den Markt kommen soll) liegen bereits über 120.000 Reservierungen vor, was umso beeindruckender ist, als drei Viertel davon Neukunden sind. Außerdem hat das Unternehmen kürzlich zwei Drittel der 190.000 Reservierungen für seinen neuen Bronco in echte Bestellungen umgewandelt.

Kurzfristige Herausforderungen meistern

Der Umsatz von Ford stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 38 % auf 26,8 Mrd. US-Dollar. Das ist natürlich recht einfach, weil im Vorjahreszeitraum die Pandemie wütete. Aber es läuft nicht alles glatt. Das Unternehmen sieht sich mit Gegenwind durch die Halbleiterknappheit konfrontiert, die den Umsatz in den USA im August um erstaunliche 33 % einbrechen ließ. Die Analysten des Beratungsunternehmens Forrester gehen davon aus, dass der Engpass bis 2023 andauern könnte.

Ford hat die Krise jedoch zum Anlass genommen, seinen Vertrieb zu modernisieren. Dazu konzentriert man sich auf den Verkauf von Fahrzeugen auf Bestellung, was laut CEO Jim Farley für Kunden und Händler besser ist. Die Kunden bekommen genau das Auto, das sie wollen (wenn auch mit Verzögerung), während die Händler weniger Lagerbestände zu verwalten haben. Die Chip-Knappheit könnte Ford auch dazu veranlassen, der Produktion seiner profitabelsten Fahrzeuge Vorrang einzuräumen und so den Absatzmix zu verbessern.

Im Juli gab das Management eine Prognose für das laufende Jahr ab und sagte, dass der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) 9 bis 10 Mrd. US-Dollar betragen könnte. Im vergangenen Jahr waren es 2,8 Mrd. US-Dollar. Es ist jedoch unklar, wie sich die unsichere Halbleitersituation auf diese Prognose auswirken wird.

Alles auf Value

Da die Aktien von Ford in diesem Jahr stark gestiegen sind, scheinen mehr Investoren auf den Übergang zu einem schlanken, auf Elektrofahrzeuge ausgerichteten Automobilhersteller zu setzen. Dank einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9 ist die Aktie im Vergleich zum Elektroauto-Konkurrenten Tesla, der zum 143-fachen Kurs-Gewinn-Verhältnis gehandelt wird, immer noch sehr günstig.

Es ist unwahrscheinlich, dass Ford in absehbarer Zeit (oder jemals) mit der wahnsinnigen Bewertung von Tesla mithalten kann. Aber die beliebten Modelle und der aggressive Umstrukturierungsplan machen das Unternehmen zu einer ausgezeichneten Alternative für Value-Anleger. Die können so an den Chancen der Elektrofahrzeuge teilhaben, ohne zu viel hinzublättern.

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Will Ebiefung besitzt keine der angegebenen Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. Dieser Artikel erschien am 6.10.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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