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„OPEC+, mehr Öl, bitte!“

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Foto: Getty Images

Die OPEC+ steht mit Blick auf die Notierungen von Öl beziehungsweise von Brent und WTI im Fokus. Das Kartell hat das monatliche Treffen Anfang Oktober nicht genutzt, um höhere Förderquoten zu vereinbaren. Sehr zur Freude von Öl- und Erdgaskonzernen sowie den Mitgliedsstaaten des eigenen Kartells. Jetzt könnte ein Zeitpunkt sein, um sich ein wenig zu sanieren.

Aber zum Leidwesen vieler anderer Akteure, der Inflation und der Wirtschaftsentwicklung. Aussagen vonseiten der OPEC+, dass im Moment alle glücklich über die Entwicklung seien, wirkt für einige Akteure möglicherweise wie ein bisschen Spot.

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Jetzt könnte der Druck auf das Kartell wachsen. Erste Forderungen, dass mehr Öl gefördert werden sollte, hat es bereits gegeben. Es könnte schon bald eine Wiederholung geben.

OPEC+ soll mehr Öl fördern!

Im Laufe dieser Woche gab es wirklich eine Menge Schlagzeilen rund um Öl und die OPEC+ sowie die steigenden Notierungen von Brent und WTI. Die Leichtsorte hat die Marke von 80 US-Dollar je Fass ebenfalls nach oben durchbrochen. Aber auch Brent ist mit 85 US-Dollar möglicherweise auf einem guten Weg, sich noch weiter zu verteuern. Erste Ziele von 90 US-Dollar oder sogar 100 US-Dollar sind ausgegeben.

Wie auch immer: Die USA sehen diese Entwicklung mit großer Sorge. Steigende Energiepreise könnten die Erholung ausbremsen, so die Sorge. Auch Inflation aufgrund der Kosten für Mobilität und Heizen ist ein Problem. Deshalb, so ein US-Senator, dürfte US-Präsident Biden erneut die OPEC+ bitten, mehr Öl zu fördern.

Möglicherweise führten die hohen Notierungen im Öl-Markt jedoch auch ganz allgemein zu einem Umdenken. Man erkennt, dass von den fossilen Brennstoffen ein gewisses Risiko für die Wirtschaft ausgehen kann. Höhere Investitionen in nachhaltige Energieträger sind ein weiteres Mittel, um dem einen Riegel vorzuschieben. Wobei das im Endeffekt ein neues Fenster aufmachen dürfte.

Das Problem: Das Kartell ist zufrieden

Selbst wenn US-Präsident Biden die OPEC+ bitten sollte, mehr Öl zu fördern, so heißt das nicht, dass sie dieser Bitte nachkommen. Wir haben bereits das eine oder andere Mal gehört, dass das kontrollierende Kartell die aktuelle Situation eigentlich sehr schätzt. So ist man im Moment wieder deutlich mächtiger und einflussreicher. Die hohen Preisniveaus führen außerdem dazu, dass viele Mitgliedsstaaten ihre Staatshaushalte wieder deutlich besser finanzieren können.

Das könnte ein Problem im Öl-Markt sein. Gerade aufgrund der hohen Notierungen und trotz moderater Fördererhöhungen steigen die Notierungen von Brent und WTI weiter. Vermutlich eine Ausgangslage, die sich viele Vertreter der OPEC+ lange gewünscht haben.

Ich glaube daher, dass ein solches Bitten im Endeffekt verpufft. Zumal das Kartell auf erste Maßnahmen verweisen kann. Ein Halten des derzeitigen Niveaus dürfte jedoch im Interesse vieler Öl-Staaten sein.

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