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Erst Ida, jetzt Nicholas: 2 Namen, 1 Problem für die Münchener Rück?

Foto: Getty Images

Ida und Nicholas machen der Aktie der Münchener Rück (WKN: 843002) möglicherweise zu schaffen. Nein, hierbei handelt es sich nicht um zwei Querulanten im menschlichen Sinne. Zumindest nicht direkt. Nein, sondern die Namen stehen stellvertretend für zwei Hurrikans, die in den USA eines zeigen: Die Hurrikan-Saison hat begonnen.

Was bedeutet das für die Münchener Rück? Müssen sich Investoren sorgen? Blicken wir auf die aktuelle Nachrichtenlage und ordnen die derzeitigen Schlagzeilen ein wenig ein. Es könnte noch Anlass zur Beruhigung geben. Aber auch einen wenig schmeichelhaften historischen Vergleich.

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Münchener Rück: Ida und Nicholas als weitere Sorgen?

Hurrikan Nicholas ist in den letzten Tagen in den USA auf das Festland getroffen und hat in einigen Städten und Landkreisen für einen Notstand gesorgt. Zumindest gibt es an dieser Front jetzt teilweise Entwarnung: Denn es handelt sich bei Nicholas lediglich noch um einen Tropensturm, der weniger starke Schäden anrichten dürfte. Gut für die Münchener Rück? Möglicherweise.

Hurrikan Ida hat hingegen mächtig viel aufgewirbelt. Es ist von Schäden in Milliardenhöhe die Rede. Von bis zu 25 Mrd. US-Dollar. Allerdings sind natürlich nicht alle Schäden versichert. Und vor allem nicht alle bei der Münchener Rück. Trotzdem erkennen wir, dass die Hurrikan-Saison in den USA definitiv gestartet ist. Ob es weitere Windhosen gibt? Das bleibt abzuwarten.

Im Endeffekt können wir mit Blick auf die Münchener Rück natürlich festhalten: Ja, es ist das Tagesgeschäft. Grundsätzlich vertrete ich immer diese Meinung und Auffassung. Sowie auch, dass sich die Schäden in einer längeren Historie ausgleichen. Schäden führen schließlich zu höheren Prämien, was wiederum die Erlöse der Rückversicherer erhöht.

Es gibt jedoch auch ein Aber: Im Geschäftsjahr 2017 lag der Gewinn je Aktie schließlich bei lediglich 2,43 Euro je Aktie, was ebenfalls an einer ganzen Reihe von Unwetterschäden gelegen hat. Insofern kann eine Aufsummierung größerer Schäden einzelne Jahre in Mitleidenschaft ziehen. Aber: Es muss eben nicht der Fall sein, auch nicht jetzt bei der Münchener Rück.

Bis jetzt noch alles im Rahmen

Trotz Nicholas, trotz Ida und selbst trotz des Starkregens in Deutschlands gibt es noch keine aktualisierte Prognose für das Geschäftsjahr 2021. Konkret bedeutet das: Das Management der Münchener Rück rechnet noch mit einem Gewinn von 2,8 Mrd. Euro für das laufende Geschäftsjahr.

Foolishe Investoren kennen trotzdem das eigentlich in jedem Jahr inhärente Risiko, dass außergewöhnliche Schadensereignisse ein Geschäftsjahr verhageln können. Allerdings setzen sie gleichsam darauf, dass sich diese operative Performance langfristig und in den nächsten Jahren wieder ausgleicht. Insofern bleibe ich auch heute dabei: Weder Nicholas noch Ida, noch ein anderer möglicherweise kommender Tropensturm kratzt an der Investitionsthese bei dem DAX-Rückversicherer.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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