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Angst vor der Delta-Variante! Schafft jetzt Sanofi mit seinem Impfstoff den Durchbruch?

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Foto: Getty Images

An den Finanzmärkten wuchsen in den letzten Tagen die Sorgen vor den Folgen der aktuellen Pandemiewelle. An den Anleihenmärkten sinken die Renditen. Einige Aktiensektoren schwächeln, da sie von neuen Einschränkungen betroffen sein könnten. Und die Großbank Goldman Sachs senkt bereits wieder ihre Wachstumsprognose für die Vereinigten Staaten von Amerika.

Doch ein französisches Pharma-Unternehmen trotzt der schlechten Laune. Sanofi (WKN: 920657) steht seit mehr als einer Dekade für stabiles Wachstum und ein solides, risikoarmes Geschäftsmodell. Die Aktie kletterte in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 78 % und notiert heute bei 89,71 Euro (Stand: 24. August 2021).

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Unternehmen wie Sanofi sind traditionell gute Investments

Aufgrund der stabilen Margen, der kontinuierlichen Cashflows und der zuverlässigen Dividenden mag ich Pharma-Aktien besonders gern. In meinen Augen zählen sie zu den defensiven Klassikern, die jedem Depot gut stehen.

Das Geschäft ist solide, aber nicht selten mangelt es an Wachstumspotenzial. An diesem Punkt müssen wir Fools ganz besonders auf das Management achten. Wie stellt es das Unternehmen für die Zukunft auf? Wie investiert das zur Verfügung stehende Kapital?

Sanofi ist in Sachen Wachstumspolitik ein gutes Vorbild

Zukäufe und Kooperationen mit Biotech-Firmen spielen eine wichtige Rolle. Und auch Sanofi verschlankte zuletzt seinen Bereich Forschung und Entwicklung. Unter anderem verabschiedete sich das Unternehmen dabei aus dem langjährigen Kerngeschäft mit Diabetes-Medikamenten.

Mit dem Zukauf von Tidal Therapeutics und von Translate Bio setzt Sanofi auf die mRNA-Technologie. Diese feierte dank der Impfstoffe gegen COVID-19 bereits ihren großen Durchbruch.

Sanofi hatte ein exzellentes erstes Halbjahr

Der Umsatz kletterte auf 17,3 Mrd. Euro. Da der Sondereffekt aus dem Regeneron-Verkauf ab diesem Jahr wieder wegfällt, schrumpfte der Nettogewinn auf 2,8 Mrd. Euro. Operativ läuft es insgesamt hervorragend, seit Paul Hudson im September 2019 die Führung übernahm.

Der ehemalige Chef von Novartis (WKN: 904278) legt großen Wert auf die Wachstumstreiber. Das sind aktuell vor allem die Entzündungshemmer Dupixent und die Impfstoffe.
Weitere Elemente seiner Strategie sind die beschleunigte Entwicklung von sechs aussichtsreichen Wirkstoffen sowie eine neue und straffere Organisation: Die Einheit Speciality Care fasst die neuen und aussichtsreichsten Produkte zusammen. General Medicines kümmert sich um etablierte Medikamente sowie solche zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.

Sanofi stellt sich für die Zukunft gut auf

Ich denke, dass dieser Fokus auf wachstumsträchtige Bereiche hilft, die operative Gewinnmarge deutlich zu heben. Das aktuelle Margenziel für 2022 wie auch die Vorgabe zum Cashflow sollte Hudson ­nach meiner Einschätzung entspannt erreichen. Einige Konkurrenten haben es hier deutlich schwerer, finde ich.

Die gesunde Bilanz hilft enorm

Dass Langfristiges nur auf einem gesunden Fundament erblühen kann, weißt du zur Genüge. Auch bei Sanofi stimmen mich die Bücher optimistisch. Das Verhältnis zwischen Eigenkapital und zinstragendem Fremdkapital liegt aktuell bei rund 31 %. Der operative Cashflow deckt mehr als 40 % der Schulden ab. Diese Werte gehen absolut in Ordnung.

Die Aktie hat sogar noch Luft nach oben

Ich vertraue dem Management und erachte die Prognosen als realistisch. Zwischen den Jahren 2022 und 2031 generiert Sanofi nach meiner Schätzung einen Cashflow von rund 100 Mrd. Euro. In Kombination mit dem Liquidationswert des Unternehmens komme ich auf einen fairen Wert der Aktie von rund 150 Euro. Um rund 60 % könnte die Aktie langfristig also noch nach oben klettern.

Natürlich nur, wenn meine Annahmen stimmen. Vorsicht! Auch ich habe keine Glaskugel und kann nicht die Zukunft vorhersagen.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien.The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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