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Wo wird Roku in 10 Jahren stehen?

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Wichtige Punkte vorab

  • Roku genießt einen First-Mover-Vorteil bei Streaming-Geräten.
  • Aber die Software-Plattform generiert den größten Teil seiner Einnahmen und Gewinne.
  • Dieses Ökosystem wird sich in den nächsten zehn Jahren wahrscheinlich erweitern.

Roku (WKN: A2DW4X) ist seit dem Börsengang im September 2017 eine phänomenale Wachstumsaktie gewesen. Das Unternehmen für Streaming-Geräte ging bei 14 US-Dollar pro Aktie an die Börse, startete den Handel bei 15,78 US-Dollar und ist jetzt etwa 420 US-Dollar pro Aktie wert. Schauen wir doch mal, wie Roku in 19 Jahren von einem Start-up zu einem 55-Milliarden-Dollar-Unternehmen wurde – und wohin es in den nächsten zehn Jahren gehen könnte.

Wie wurde Roku bekannt?

Roku wurde im Jahr 2002 von Anthony Wood gegründet. Roku, das auf Japanisch „sechs“ bedeutet, steht für das sechste Unternehmen, das Wood gründete. Roku verkaufte zunächst die PhotoBridge HD1000, ein Kartenlesegerät, das Fotos und Videos auf Fernsehern anzeigen konnte. Außerdem eine Reihe von SoundBridge-Netzwerk-Musikplayern zum Streamen von Audiodateien über lokale Netzwerke. Keines dieser Geräte konnte sich durchsetzen.

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Aber 2007 ernannte Netflix Wood zum VP für Internet-TV und beauftragte ihn mit der Entwicklung einer speziellen Set-Top-Box für das Streamen von Videos. Wood blieb nur für weniger als ein Jahr bei Netflix, aber Netflix investierte in Roku, anstatt eine eigene Set-Top-Box zu entwickeln. Roku brachte sein erstes Streaming-Gerät im Jahr 2008 auf den Markt. Das wurde schließlich zum führenden Hersteller von Streaming-Geräten in Nordamerika.

Wie expandierte und entwickelte sich Roku?

Der Erfolg von Roku erregte die Aufmerksamkeit von Amazon, Apple und Alphabets Google, die alle ihre eigenen Streaming-Geräte herausbrachten. Als Roku an die Börse ging, glaubten die Bären, dass es von diesen Tech-Giganten regelrecht zerquetscht werden würde.

Doch anstatt sich über die sinkenden Hardware-Margen zu ärgern, baute Roku seine margenstärkere Software-Plattform aus, die den Großteil ihrer Einnahmen durch integrierte Werbung und Content-Partnerschaften generiert. Außerdem wurde der Roku Channel ausgebaut, eine kostenlose, werbefinanzierte Plattform für das Streaming von Serien, Filmen und Live-TV-Kanälen. Diese Umstellung ermöglichte es Roku, seine Gesamtbruttomargen zu erhöhen, billigere Geräte zu verkaufen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, und bestehende Zuschauer an sich zu binden. 

Die nächsten zehn Jahre

Zwischen den ersten Quartalen 2017 und 2021 haben sich die aktiven Accounts von Roku von 14,2 Millionen auf 53,6 Millionen fast vervierfacht. Die Nutzer streamten mehr als fünfmal so viele Stunden an Inhalten, während sich der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) mehr als verdreifachte. Dieses Wachstum fiel mit der steigenden Popularität von Streaming-Diensten und dem langsamen Sterben der traditionellen Pay-TV-Plattformen zusammen.

Der Jahresumsatz von Roku stieg von 513 Mio. US-Dollar im Jahr 2017 auf 1,78 Mrd. US-Dollar, was einer CAGR (Compound Annual Growth Rate) von 51,4 % entspricht. Analysten erwarten, dass der Umsatz in diesem Jahr um 55 % und im Geschäftsjahr 2022 um weitere 38 % auf 3,81 Mrd. US-Dollar steigen wird.

Dieses Wachstum wird durch die Expansion der Software-Plattform getrieben, die weiterhin mehr Werbekunden anziehen sollte, da die traditionellen TV-Plattformen schwinden. In den USA könnten die Werbeausgaben für Connected-TV-Plattformen (CTV) laut BMO Capital Markets von knapp 21 Mrd. US-Dollar in diesem Jahr auf 100 Mrd. US-Dollar im Jahr 2030 ansteigen.

Wenn Roku lediglich die prognostizierte CAGR der Branche von 18,9 % in diesem Zeitraum erreicht, könnte das Unternehmen im Jahr 2030 einen Jahresumsatz von mehr als 13 Mrd. US-Dollar erzielen. Aber Roku könnte den breiteren Markt leicht übertreffen, und zwar aus zwei einfachen Gründen.

Erstens werden Werbetreibende wahrscheinlich mehr Geld in führende Plattformen wie Roku statt in die kleineren Konkurrenten stecken. Zweitens könnte der Roku Channel, der jetzt exklusive Originalsendungen von der nicht mehr existierenden Streaming-Plattform Quibi anbietet, weiter als führender werbegestützter Streaming-Dienst expandieren. Es könnte sogar Amazons Beispiel folgen und cloudbasierte Spiele zu diesem Ökosystem hinzufügen.

Derweil wird das Gerätegeschäft von Roku weiterhin einen geringeren Prozentsatz seines Umsatzes und Bruttogewinns einbringen. Roku plant bereits, seine Geräte in diesem Jahr mit einer Bruttomarge „nahe null“ zu verkaufen. Doch man erwartet, dass die Software-Margen steigen.

Blick in die Zukunft

Roku könnte sich im Laufe des nächsten Jahrzehnts von einem Hersteller von Streaming-Geräten zu einem diversifizierten Software-, CTV-Werbe- und Streaming-Medien-Giganten entwickeln. Der Weg dorthin könnte holprig verlaufen – und Roku wird sich unweigerlich einem harten Wettbewerb mit seinen Konkurrenten aus dem Streaming-Ökosystem stellen müssen. Aber ich glaube, dass sich die Aktie in den nächsten zehn Jahren besser entwickeln wird als der breite Markt und die hohe Bewertung rechtfertigt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet, Amazon, Apple, Netflix und Roku. Leo Sun besitzt Aktien von Amazon, Apple und Roku. Dieser Artikel erschien am 23.7.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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