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2 Aktien, die ich niemals verkaufen werde

Unilever Dividenden
Foto: Getty Images

Wichtige Punkte vorab

  • Eine langfristige Denkweise des Managements erfordert eine ähnliche Perspektive von den Aktionären.
  • Nicht allen bekommen die Veränderungen in unserer Umwelt schlecht.

Wenn man sagt, dass man sich von einer Aktie niemals trennen werde, bedeutet das in der Regel zweierlei: Entweder hat das Management eine Strategie entworfen, die immer sinnvoller wird, oder das Unternehmen profitiert von einem Trend, der bis in alle Ewigkeit weitergehen kann.

Bei Markel (WKN: 885036) bewertet sich das Management in Fünf-Jahres-Fenstern und ist transparent, was seinen methodischen Ansatz beim Einsatz von Kapital angeht. Außerdem folgt es einem Modell, das sich im letzten halben Jahrhundert bewährt hat. Andererseits nutzt Rollins (WKN: 859002) den Klimawandel, weil so die Dienstleistungen in großen Teilen der Erde immer wichtiger werden. Bei beiden bin ich mir ziemlich überzeugt, hier für alle Zeiten investiert zu bleiben.

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1. Markel

Markel ist ein Spezialversicherer, der eine Expertise in der Bewertung unkonventioneller Risiken entwickelt hat. Durch den Fokus auf Bereiche wie Pferde, Ferienlager und Karateschulen hat sich das Unternehmen eine Nische geschaffen, in der der Wettbewerb kaum vorhanden ist. Die Erfahrung sorgt dafür, dass Prämien und Policen recht exakt eingeschätzt werden können.

Diese Expertise zeigt sich in der Combined Ratio. Das ist der Prozentsatz der eingenommenen Prämien, den die Versicherer als Schaden bezahlen. Ähnlich wie die Bruttomarge ist sie das Standardmaß für die Rentabilität einer Police. Alles, was unter 100 % liegt, bedeutet, dass das Unternehmen mehr Geld verdient, als es auszahlt. In den letzten 15 Jahren gab es bei Markel nur zwei Jahre, in denen die Combined Ratio über 100 % lag. In diesen anderthalb Jahrzehnten lag sie im Durchschnitt bei 95 %. Zum Vergleich: Der Branchendurchschnitt lag in den letzten fünf Jahren bei 100 % – also ausgeglichen.

Diese Profitabilität hat es dem Management ermöglicht, in Aktien zu investieren und kleine Unternehmen zu kaufen. Das ist der Grund, warum viele das Unternehmen als Baby Berkshire Hathaway betrachten. Wie Berkshire verwendet Markel den Buchwert pro Aktie als Maßstab für den Wert des Unternehmens. Er ist in den letzten zehn Jahren jährlich um 10,6 % gewachsen, von 334 US-Dollar auf 914 US-Dollar. Um seinen langfristigen Ansatz zu unterstreichen, verwendet das Unternehmen Intervalle von fünf Jahren, um seine Leistung zu bewerten. Und es ist rabiat ehrlich, wenn es schlecht lief.

Das Management wies im letzten Aktionärsbrief darauf hin, dass die Aktie im letzten halben Jahrzehnt nicht geliefert hat. Die Aktie hat zuletzt den S&P 500 seit 2015 um atemberaubende 6.680 Basispunkte unterboten (100 Basispunkte entsprechen einem Prozent). Im Jahr 2021 hat sich die Aktie im Vergleich zum Index bisher lediglich stabil gehalten. Das ist weit entfernt von dem, was Aktionäre in früheren Perioden erlebt hatten.

Zeitraum Markel-Aktien S&P 500 jährliche Outperformance
2006 bis 2010 19,3 % 0,8 % Markel zu 3,5 %
2011 bis 2015 133,6 % 62,5 % Markel zu 11,3 %
2016 bis 2020 17 % 83,8 % S&P 500 zu 10,8 %
seit Anfang 2021 14,6 % 13,4 % Markel zu 1,2 %

Quelle: YCharts

Über den gesamten 15-Jahres-Zeitraum hat sich die Markel-Aktie nur leicht besser entwickelt als der Index. Mit Aktienbewertungen, die sich nach einigen Maßstäben in der Nähe der höchsten jemals verzeichneten Werte befinden, ist es unwahrscheinlich, dass dieser Trend der Mittelmäßigkeit im nächsten Jahrzehnt anhalten wird.

Via YCharts

2. Rollins

Die Wurzeln von Rollins gehen auf ein kleines Schädlingsbekämpfungsunternehmen im späten 19. Jahrhundert zurück. Heute hat das Unternehmen 2,8 Millionen Kunden an 900 Standorten weltweit. Die letzten Jahrzehnte haben bewiesen, dass die Beseitigung von unerwünschten Schädlingen und Wildtieren auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten floriert. Rollins hat in den letzten zwei Jahrzehnten 23 Jahre in Folge ein Umsatzwachstum und ein durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum von 20 % verzeichnet. Das wird sich wahrscheinlich nicht ändern.

Das Unternehmen hat ein tadelloses Finanzprofil mit immensen Barmitteln und wenig Schulden. Was mich jedoch davon überzeugt, die Aktie für die nächsten Jahrzehnte zu halten, sind die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Schädlinge.

Denn Kakerlaken lieben feuchtwarme Luft im Sommer. Es ist ihre Brutzeit. Wenn die Temperaturen steigen, werden sie noch aktiver und erobern ein noch größeres Territorium. Auch in trockenen Bedingungen können sie überleben.

Wärmere Winter und heißere Sommer bieten auch eine hervorragende Brutumgebung für Ratten. Mit einer Tragezeit von nur 14 Tagen und der Fähigkeit, sich im Alter von nur einem Monat fortzupflanzen, kann eine trächtige Ratte in einem Jahr mehr als 15.000 Babys zur Welt bringen. Faszinierend. Mit dem weltweiten Temperaturanstieg könnten Ratten sich weiter fortpflanzen.

Eine weitere Folge der steigenden Temperaturen ist die Zunahme von Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden. Wissenschaftler glauben, dass die Blutsauger in den nächsten 30 Jahren ihr Territorium auf die Hälfte der Weltbevölkerung ausweiten werden. Jüngste Daten deuten darauf hin, dass sich verschiedene Arten mit einer Geschwindigkeit von etwa 37 Meilen pro Jahr in den USA und 93 Meilen pro Jahr in Europa nach Norden ausbreiten. Obwohl mehrere Faktoren in dieses Modell reinspielen, ergibt sich daraus eine erweiterte Chance für Rollins. Dieser Wandel wird sich in den nächsten 30 Jahren vollziehen. Für mich ist das ein guter Grund, diese Aktien zu halten und nicht zu verkaufen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway, Markel und Rollins. Jason Hawthorne besitzt Aktien von Markel und Rollins. Dieser Artikel erschien am 21.7.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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