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Diese 3 Dividenden-Lieblinge habe ich verkauft

2 Frauen heben ablehnend ihre Hände
Foto: Getty Images

„Dividende gut, alles gut.“ Nach diesem Motto kaufte ich am Anfang meiner Investorenlaufbahn vorzugsweise Aktien mit hohen Dividendenrenditen. Mittlerweile achte ich auf die Gesamtrendite. Und investiere in Unternehmen, bei denen ich davon ausgehe, dass sie in zehn Jahren wesentlich besser dastehen werden als heute. Bei folgenden drei Unternehmen bezweifle ich dies und habe meine Aktien daher trotz einer jeweils eher günstigen Bewertung verkauft.

Allianz

Die Allianz (WKN: 840400) ist eines der größten Versicherungsunternehmen der Welt. Das Geschäft wurde durch die Corona-Pandemie getroffen, wächst jedoch in normalen Zeiten mit einstelligen Raten. Dieses kontinuierliche Wachstum hat es dem Unternehmen ermöglicht, seit 2008 die Dividende in fast jedem Jahr erhöht und nie gesenkt zu haben. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt 4,6 % (Stand: 23.07.2021, gilt für alle Angaben).

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Doch trotz der vergleichsweisen hohen, steigenden Dividende war die Gesamtrendite der Allianz-Aktie auf Sicht der letzten zehn Jahre etwas geringer als die Rendite des S&P 500. Ich erwarte, dass insbesondere die zunehmende Konkurrenz durch Insurtechs wie Lemonade dazu führen wird, dass die Rendite in den nächsten zehn Jahren noch geringer ausfällt.

Wie man im Bankensektor bereits gesehen hat, haben die alteingesessenen Konzerne oft Probleme, sich an die durch die Digitalisierung verändernden Gegebenheiten anzupassen. Im Versicherungsbereich steht diese Disruption noch weitgehend aus. Zudem wird der Preisdruck in meinen Augen durch eine zunehmende Nutzung von Onlinevergleichsportalen weiter verschärft.

IBM

IBM (WKN: 851399) gehörte einst zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Heute ist das Technologieunternehmen jedoch weniger wert als vor zwanzig Jahren. Trotz einer lupenreinen Historie als Dividendenaristokrat und einer Dividendenrendite von 4,6 % hat die Aktie Anlegern in den letzten Jahren wenig Freude gemacht.

Im letzten Quartal stiegen die Gesamtumsätze immerhin um 3 %, nachdem sie viele Jahre gesunken waren. IBM setzt auf die hybride Cloud, um auf den Wachstumspfad zurückzukommen. Um sich hier stärker aufzustellen, wurde Red Hat im Jahr 2019 für umgerechnet ca. 30 Mrd. Euro übernommen. Zuletzt stiegen die Umsätze im Cloudbereich um 13 %. Das schrumpfende Infrastrukturgeschäft wird Ende dieses Jahres in ein Spin-Off ausgegliedert. Man könnte also meinen, dass sich das Unternehmen auf einem guten Weg befindet.

In meinen Augen hat IBM jedoch nur geringe Chancen, sich gegen die großen Cloud-Anbieter AWS (Teil von Amazon), Microsoft und Google (Teil von Alphabet) durchzusetzen. Alle drei Konkurrenten haben höhere Marktanteile, wachsen stärker und sind finanzstärker. Dass der ehemalige Red Hat CEO Jim Whitehurst vor Kurzem IBM verlassen hat, bestärkt mich in meiner Entscheidung, meine IBM-Aktien verkauft zu haben.

Royal Dutch Shell

Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M) versucht seit Jahren, unabhängiger vom eher schmutzigen Ölgeschäft zu werden, und setzt auf saubere Energien wie Gas, Wasserstoff und Windenergie. Zudem lockt die Aktie mit einer Dividendenrendite von 3,7 %.

Der Ölriese investiert viel Geld in nachhaltige Energiebereiche und möchte sogar bis zum Jahr 2050 emissionsneutral werden. Bisher wird das Geld jedoch überwiegend mit der Förderung, Verfeinerung und dem Verkauf von Öl verdient.

Daher überrascht es wenig, dass der Aktienkurs stark mit dem Ölpreis korreliert. Da der Ölpreis auf Sicht von zehn Jahren nicht gestiegen ist, steht auch der Kurs der Shell-Aktie heute tiefer als vor zehn Jahren. Ein Investment in Shell ist in meinen Augen eine Wette auf hohe Ölpreise. Ich glaube zwar, dass auch in zwanzig Jahren noch Öl gebraucht wird, traue mir allerdings nicht zu, die Entwicklung der Ölpreise vorherzusagen. Daher habe ich auch diese Aktie verkauft.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Alphabet, Amazon und Microsoft. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von (A- & C-Aktien), Amazon, Lemonade und Microsoft und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2022 $1920 Call auf Amazon und Short January 2022 $1940 Call auf Amazon.

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