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Alibaba-Aktie: „Größter Wettbewerbsvorteil“ verschwindet? Darum feiert die Aktie

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Foto: Alibaba

Bei der Alibaba-Aktie (WKN: A117ME) können wir eines festhalten: Der vermutlich größte Wettbewerbsvorteil des China-Tech-Akteurs ist das Ökosystem. Zumindest geparkt mit der Marktmacht des Konzerns. Alleine im E-Commerce beläuft sich der Marktanteil schließlich weiterhin auf ca. 50 %.

Einen solchen Wettbewerbsvorteil sieht man nur selten, die Alibaba-Aktie ist hier entsprechend eine Ausnahme. Ich bin überzeugt, dass, wenn die chinesischen Risiken deutlich geringer wären, der Tech-Konzern in einer Liga mit den FAANG-Aktien spielen könnte. Wobei das vielleicht auch nur meine Meinung ist.

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Wie auch immer: Jetzt könnte ein Teil dieses größten Wettbewerbsvorteils wegbrechen. Für die Alibaba-Aktie womöglich eine positive Neuigkeit. Wie wir das wiederum unter einen Hut bekommen? Natürlich mit etwas mehr Kontext und weiterführenden Überlegungen.

Alibaba-Aktie: Aufweichen des Ökosystems

Wie es zum Mittwoch dieser Woche heißt, scheint das Ökosystem hinter der Alibaba-Aktie möglicherweise vor einem Aufweichen zu stehen. Zumindest berichtet das US-amerikanische Magazin Wall Street Journal, dass mit einem Teil hiervon Schluss sein könnte. Nämlich mit der Exklusivität der eigenen Lösungen auf den eigenen Plattformen.

Der Regulierungsdruck würde dazu führen, dass der Tech-Akteur das eigene Ökosystem für Fremdlösungen öffnet. Insbesondere im Payment-Segment dürfte das relevant sein. Bislang hat es eher eine Konzentration auf eigene Lösungen gegeben.

Das ist natürlich insofern absolut bemerkenswert, als dass sich die Alibaba-Aktie für Konkurrenten öffnet. Allerdings scheint es im Gegensatz auch bei anderen Tech-Konzernen solche Bestrebungen zu geben. Im Fokus des Berichts ist unter anderem noch Tencent mit seiner beliebten und häufig genutzten Lösung WeChat.

Was bedeutet die weniger vorhandene Exklusivität für die Alibaba-Aktie? Und warum könnte das jetzt kurzfristig oder womöglich sogar mittel- bis langfristig positiv sein? Interessante Fragen, denen wir im Weiteren auf den Grund gehen wollen.

Hoffnung auf weniger Behördenfokus

Im Endeffekt scheint das Management hinter der Alibaba-Aktie auf eines bauen zu wollen: Nämlich, dass man sich selbst öffnet, anstatt dass die Behörden es anordnen. Das ist in der Quintessenz das, was ich hieraus lese. Über kurz oder lang hätten die chinesischen Aufsichtsbehörden vermutlich sowieso einen solchen Schritt als Strafmaßnahme verhängt. Proaktiv könnte es mehr Möglichkeiten und Mitsprache geben.

Deshalb dürfte die Alibaba-Aktie in einer ersten Reaktion positiv reagiert haben. Ebenfalls eine hintergründige Hoffnung: Mit dem Zeigen von gutem Willen könnte es insgesamt weniger Fokus und weniger Regulation geben.

Das sind zumindest die zwei Faktoren, die ich als positiv hiervon mitnehmen könnte. Es ist natürlich eigentlich negativ, wenn sich ein solches starkes Ökosystem aufweichen lassen muss. Aber, wie gesagt: Es wäre früher oder später vermutlich sowieso so gekommen. Zumal die Behörden den Tech-Giganten etwas weniger Exklusivität und Marktmacht bereits nahegelegt haben.

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Vincent besitzt Aktien von Alibaba. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alibaba Group Holding Ltd. und Tencent Holding.

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