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Steinhoff-Aktie: Gericht entscheidet für Trevor Capital

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Zwar gab es im Fall der Steinhoff (WKN: A14XB9)-Aktie in den letzten Monaten viele positive Entwicklungen, aber auf wie wackligen Beinen die gesamte Rettung steht, zeigt ein jüngster Gerichtsentscheid.

Steinhoff befindet sich derzeit in Südafrika und in den Niederlanden in einem Vergleichsverfahren. Während es in den Niederlanden bisher positiv verläuft und zuletzt Klagen der Anwälte Hamilton B.V. abgewehrt werden konnten, muss Steinhoff nun in Südafrika eine Niederlage akzeptieren. Sie ist insofern kritisch, da sie negativen Einfluss auf die Gläubigerzahlungen und Vergleiche haben könnte.

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Gericht entscheidet für Trevor Capital

Das oberste Gericht der Region Western Cape befand, dass Steinhoff 2019 gegen den südafrikanischen Companies Act verstoßen hat. Dieser Entscheid könnte nun die Auszahlungen an alle übrigen Kläger negativ beeinflussen. Das Gericht stellte fest, dass Steinhoff bei seiner Vereinbarung mit Global Loan Agency Services am 12. August 2019 gegen Abschnitt 45 des südafrikanischen Companies Act verstoßen hat.

Dieser legt fest, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, bevor ein Vorstand finanzielle Leistungen gewähren darf. Trevor Capital hatte am 16. Februar 2021 Klage am Western Cape High Court in Südafrika dagegen Klage eingereicht und nun recht erhalten. Die Klägergruppen Hamilton B.V. und Hamilton 2 B.V., die noch letzte Woche in den Niederlanden eine Niederlage erlitten haben, schlossen sich Trevor Capital in Südafrika an.

Das Unternehmen aus Mauritius hatte in seiner Klage angegeben, dass es am 23. September 2015 eine Wandelanleihe auf Steinhoff-Aktien erworben und sich dabei auf den Jahresabschluss der Firma verlassen habe. Ende 2017 wurde bekannt, dass der Handelskonzern seine Bilanzen über viele Jahre manipuliert hat. Trevor Capital sieht sich deshalb betrogen und möchte seinen Verlust von umgerechnet etwa 124,22 Mio. Euro (05.07.2021) geltend machen.

Trevor Capital beklagte, dass Steinhoff sowohl vor als auch nach Aufdeckung des Betrugs keine hinreichende Prüfung der Konzernliquidität durchgeführt hat. Während sie vor Ende 2017 dem alten Management zuzurechnen ist, das wahrscheinlich grob fahrlässig und mit voller Absicht handelte, ist der Verstoß im Jahr 2019 problematisch.

Wie es mit Steinhoff weitergehen könnte

Steinhoff berät nun darüber, wie es sich mit den Klägern einigen kann. Möglich wäre beispielsweise ein Sondervergleich mit Trevor Capital und Hamilton. Der Konzern muss am Ende in beiden Vergleichsverfahren eine Einigung erzielen, um am Ende das Überleben zu sichern. Da Steinhoff stark überschuldet ist, würden zu hohe Forderungen seitens der Geschädigten am Ende jedoch auch für sie einen Totalverlust bedeuten.

Steinhoff-Aktien fielen in Folge der Meldung von Donnerstag (01.07.2021) bis heute (05.07.2021) um 19,18 %. 2021 ist für den Konzern entscheidend, da im Laufe des Jahres mit einer Entscheidung in beiden Vergleichsverfahren zu rechnen ist. Wenn es darüber hinaus zu viel Zeit in Anspruch nimmt, würde die hohe Zinslast für Steinhoff gefährlich werden.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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