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Amazon: Unverwundbarer Gewinner der Digitalisierung für die frühe Rente

Mayr-Melnhof Amazon
Foto: Julia Roegner

Ich bin seit Ende letzten Jahres in den VanEck Morningstar Global Wide Moat ETF (WKN: A2P6EP) investiert. Die Morningstar-Analysten suchen nach Unternehmen mit langfristigen Wettbewerbsvorteilen, von denen sie glauben, dass sie 20 Jahre oder länger anhalten werden. Der Fokus liegt, in Anlehnung an Warren Buffett, auf den Unternehmen, die im Verhältnis zu ihrem geschätzten fairen Wert am günstigsten bewertet sind.

Das Portfolio besteht aus zwei Teilen. Diese enthalten jeweils 50 Wertpapiere und werden im März und September sowie im Dezember und Juni neu zusammengesetzt. Am 18. Juni 2021 war es wieder so weit. Dabei ist auch die Aktie von Amazon (WKN: 906866) laut den Analysten unter den fünf günstigsten Einzeltiteln mit breitem Burggraben.

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Amazon im Seitwärtstrend gefangen

Seit einem Jahr ist kein Schwung mehr im Amazon-Aktienkurs. Das aktuelle Kursniveau wurde bereits im letzten Sommer erreicht, seitdem verläuft der Aktienkurs eher seitwärts. Geholfen hat sicherlich nicht, dass Jeff Bezos und seine ehemalige Frau MacKenzie Scott Aktien des Unternehmens verkaufen. Er finanziert damit seine Immobilienkäufe, die weltgrößte Yacht, seine Raketenfirma und seine Stiftung. Sie möchte soziale Ungerechtigkeiten bekämpfen und spenden, bis nichts mehr da ist.

Die Verkäufe der beiden Großaktionäre werden die Amazon-Aktie wohl auch in Zukunft belasten. Das Gleiche gilt für die Diskussion um eine mögliche Regulierung des Technologiegiganten. Mit Lina Khan ist eine Kritikerin am Geschäftsmodell von Amazon seit Juni Chefin der US-Handelskommission FTC. Sie hatte bereits in der Vergangenheit die Zerschlagung des Unternehmens gefordert. Amazon hat daher einen 25-seitigen Antrag gestellt, dass die 32-Jährige aufgrund von Befangenheit zurücktreten solle oder sich zumindest aus der Untersuchung heraushalten.

Aber selbst wenn es zur Aufspaltung kommt, inzwischen sind alle Segmente des Unternehmens profitabel. Sie verfügen für sich über eine ausreichend starke Marktstellung, um auch allein zu dominieren. Der Cloud-Anbieter AWS ist und bleibt das Aushängeschild von Amazon. Laut jüngsten Zahlen lag der Marktanteil Ende 2020 bei 40,8 %. Und wir stehen wohl erst am Anfang der Entwicklung. Vor einigen Jahren noch ein Unwort bei IT-Leitern von Unternehmen, ist der Trend inzwischen nicht mehr aufzuhalten. Die großen amerikanischen Technologieanbieter Amazon, Microsoft (WKN: 870747) und Alphabet (WKN: A14Y6F) werden aufgrund von massiven Netzwerk- und Skaleneffekten wohl große Teile des Marktes in der westlichen Welt dominieren.

Dominanz im E-Commerce

Auch im E-Commerce gibt es wohl keinen Weg mehr vorbei am amerikanischen Riesen. In Deutschland wird laut einer jüngsten Untersuchung des Handelsblattes mehr als jede zweite Bestellung von Amazon abgewickelt. Amazon setzt den Maßstab in Sachen Service und Kundenorientierung. Dabei schafft man durch massive Investitionen in Technik und Infrastruktur Wettbewerbsvorteile, die für alte und neue Konkurrenten nur schwer auszugleichen sind.

Unabhängig von Überlegungen zur Aktienbewertung teile ich die Meinung der Morningstar-Analysten zur goldenen Zukunft von Amazon.

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Florian Hainzl besitzt Aktien von Amazon und Alpabet sowie Anteile am VanEck Morningstar Global Wide Moat ETF. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- & C-Aktien) Amazon und Microsoft und empfiehlt Aktien von Amazon und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2022 $1920 Call auf Amazon und Short January 2022 $1940 Call auf Amazon.

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