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Shell, BP & Co.: OPEC-Öl-Hickhack – was würden 400.000 Barrel pro Tag bedeuten?

silhouette of working oil pumps on sunset background
Foto: Getty Images

Investoren von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) und BP (WKN: 850517) blicken derzeit überaus gespannt auf ein Treffen der OPEC beziehungsweise der OPEC+. Das Kartell berät in diesen Tagen, wie es mit der Förderpolitik weitergehen soll. Dabei gilt es mehrere Faktoren abzuwägen.

Zum einen natürlich die Interessen der OPEC, aber auch die stark gestiegenen Notierungen von Brent und WTI. Angebot und Nachfrage sind im Ölmarkt konsequent wichtige Faktoren. Entsprechend spielt die Erholung der Wirtschaft hier mit hinein. Aber auch die Frage, ob man nicht die hohen Preisniveaus noch etwas für sich nutzen möchte.

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Während ich diese Zeilen schreibe, gibt es noch keine Einigung. Aber es scheint sich ein Tenor vonseiten der OPEC abzuzeichnen, welche Schritte man möglicherweise in der zweiten Jahreshälfte gehen möchte. Riskieren wir heute einen Blick darauf, was das für Ölkonzerne wie Royal Dutch Shell oder auch BP bedeuten könnte.

OPEC: 400.000 Barrel mehr pro Tag?

Wie wir mit Blick auf die derzeitigen Kommentierungen erkennen können, scheint sich seit Donnerstagabend ein vorsichtiger Tenor abzuzeichnen. Aber definitiv noch keine finale Einigung, auch das gilt es zu betonen. Allerdings könnte die OPEC das Angebot womöglich erhöhen.

Im Raum steht dabei eine Erhöhung des Angebots von 400.000 Barrel pro Tag und Monat. Das hieße, dass in den nächsten Monaten und ab August bis zum Dezember das Volumen gemächlich um bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag erhöht werden könnte. Ein Vorgehen, das zeigt, dass die OPEC augenscheinlich das Angebot erhöhen möchte. Allerdings hier weiterhin vorsichtig agiert und nicht direkt mit der Brechstange agiert.

Streitpunkte sind augenscheinlich noch die jeweilige Ausgangslage. Sowie womöglich die Rolle des Irans im Rahmen der Ausdehnung des Angebots. Zwischenzeitlich gab es Spekulationen, wonach die 2 Mio. Barrel pro Tag der zukünftige Anteil des Irans sein könnten. Ob sich das bestätigt? Das werden wir sehen. Insgesamt könnte das Vorgehen der OPEC allerdings überaus moderat sein. Und das, obwohl die Notierungen von Brent und WTI deutlich die Marke von 70 US-Dollar je Fass hinter sich gelassen haben.

Was bedeutete dies für Shell, BP und Co.?

Noch einmal: Im Endeffekt sind diese kolportierten Pläne der OPEC noch nicht spruchreif. Trotzdem ist es natürlich eine interessante Frage, was das für Royal Dutch Shell, BP oder auch den Rest des Ölmarktes hieße. Eine interessante Frage, durchaus.

Der Konsens scheint zu sein: Mit diesem Schritt könnte die OPEC vorsichtig agieren und das Angebot unter der zukünftigen Nachfrageentwicklung halten. Wobei es ein wenig Vorsicht bezüglich weiterer Virusvarianten und wirtschaftlicher Ausfälle geben könnte. Eine weitere Spekulation ist jedoch, dass das Kartell indirekt zeigen möchte, dass man die Preise wieder beherrschen kann.

Mit den moderaten Erhöhungen der Förderquoten könnte das Preisniveau beim Öl jedoch womöglich auf diesem hohen Niveau verharren. Royal Dutch Shell, BP und andere Akteure könnten hohe Ergebnisse und freie Cashflows einfahren, was für den Markt natürlich positiv wäre.

Aber, wie gesagt: Noch gilt es, die OPEC zu beobachten. Sowie auch, welche Schritte im Rahmen des Treffens beschlossen werden. Erst dann sollten wir final überlegen, welche Folgen das für Märkte und Akteure hat.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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