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3 Unternehmen, die beim nächsten Crash ein Kauf sind

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Foto: Getty Images

Es ist an der Zeit, sich mit einem wichtigen Thema beim Investieren zu befassen: Crashs. Ja, die kommen vor. Ziemlich häufig sogar. Wenn es um Aktien geht, kommt ein Crash (also ein Aktienmarkt, der mindestens 10 % von den letzten Höchstständen fällt) im Durchschnitt fast einmal pro Jahr vor. Es ist normal, dass einzelne Aktien sogar noch häufiger fallen.

Aber Aktien von erstklassigen Unternehmen erholen sich davon schnell. Wer sich also darauf konzentriert, qualitativ hochwertige, wachsende Unternehmen zu besitzen, für den sind Crashs keine Katastrophe, sondern vielmehr eine Gelegenheit, die besten Aktien zu kaufen. Drei Motley-Fool-Autoren sind der Meinung, dass Unity Software (WKN: A2QCFX), Tesla (WKN: A1CX3T) und Amazon (WKN: 906866) zu kaufen, wenn der nächste Crash kommt. Doch was steckt jeweils dahinter?

4 "inflationssichere" Aktien, die man heute kaufen kann! Kein Zweifel, die Inflation steigt sprunghaft an. Investoren sind verunsichert. Geld, das nur auf der Bank liegt, verliert Jahr für Jahr an Wert. Aber wo solltest du dein Geld anlegen? Hier sind 4 Aktien-Favoriten der Redaktion von The Motley Fool, in die du bei steigender Inflation investieren kannst. Wir haben einige der profitabelsten Aktien dieser Generation wie Shopify (+ 6.878%), Tesla (+ 10.714%) oder MercadoLibre (+ 10.291%) schon früh empfohlen. Schlag bei diesen 4 Aktien zu, solange du noch kannst. Gib einfach unten deine E-Mail-Adresse ein und fordere diesen kostenlosen Bericht umgehend an. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab.

Eine Software-Plattform für das Zeitalter der Digitalisierung

Nicholas Rossolillo (Unity Software): Unity Software ist eines jener Unternehmen, von denen die wenigsten je gehört haben. Doch immer mehr Menschen konsumieren Produkte, die mit Unity entwickelt wurden. Das Unternehmen war ursprünglich (und ist es auch heute noch) eine Plattform zur Erstellung von Videospielen. Aber es ist schnell sehr viel mehr geworden.

Unity wurde nämlich entwickelt, um Entwicklern bei der Erstellung von 3D-Umgebungen zu helfen. Da die Grafik von Videospielen immer besser wird, hat diese 3D-Plattform einen offensichtlichen Vorteil gegenüber älteren 2D-Tools. Und da Unity eine cloudbasierte Software ist, können Entwickler in Echtzeit erstellen und aktualisieren und mit anderen zusammenarbeiten. Dies hat einen weitreichenden Nutzen über das Gaming hinaus, obwohl jedes Jahr Milliarden von Menschen rund um den Globus ein mit Unity erstelltes Spiel herunterladen und spielen. Die 3D-Erstellungssoftware von Unity findet auch in den Bereichen Ingenieurwesen und Architektur, Fertigung, Video-Content-Editing und Marketing Verwendung.

Und das Unternehmen baut andere Zusatzdienste innerhalb seiner Software-Suite schnell aus, darunter App-Marketing und die Bereitstellung von Inhalten im Internet. Auch wenn die Videospielindustrie im Moment noch das meiste reinholt, so gibt es doch viel Potenzial und die Möglichkeit, in neue Richtungen zu expandieren. Daher geht das Management davon aus, den Umsatz in absehbarer Zukunft um durchschnittlich 30 % pro Jahr steigern zu können.

Das Unternehmen verfügt über eine hervorragende Bilanz, mit 1,65 Milliarden USD an Barmitteln und Äquivalenten und keinen Schulden (Stand: Ende März 2021). Wenn die Börse das nächste Mal abschmiert und die Unity-Aktie unweigerlich mit sinkt, sollte man sich ein paar Aktien sichern.

Extreme Volatilität bedeutet extreme Chancen

Anders Bylund (Tesla): Wenn uns die Geschichte etwas gelehrt hat, dann, dass volatile Aktien wie Tesla dazu neigen, vom breiteren Markt stark mitgenommen zu werden. Sie steigen in guten Zeiten und stürzen oft viel zu stark ab, wenn es härter wird. Werfen wir zum Beispiel einen Blick auf die Panik zu Beginn der Pandemie. Der S&P 500 fiel innerhalb eines Monats um 29 %. Die Tesla-Aktie allerdings stürzte im gleichen Zeitraum um 61 % ab:

Via YCharts

Der darauffolgende Aufschwung von Tesla war ebenfalls dramatisch. Die Aktie hat seit dem Tiefpunkt im März 2020 um 750 % zugelegt und damit den S&P 500 um 76 % übertroffen. Die Volatilität von Tesla hat seit Beginn der Corona-Krise ebenfalls zugelegt, wie der einjährige Beta-Wert zeigt, der von einem bereits hohen Wert von 2,0 auf einen gewaltigen Wert von 4,6 gestiegen ist. Zur Erinnerung: Ein Beta-Wert von 1,0 bedeutet, dass sich die Aktie im Gleichschritt mit dem breiteren Markt bewegt. Höhere Werte deuten auf eine stärkere Vergrößerung der Preistrends des breiteren Marktes hin. Der Wert von Tesla ist schlicht extrem.

CEO Elon Musk macht keinen Hehl aus der explosiven und unberechenbaren Natur von Tesla. Er rührt oft selbst die Werbetrommel, indem er die Geschicke von Tesla mit dem sprunghaften Wert der führenden Kryptowährung Bitcoin verbindet. Twitter hat sich für Musk als effektiv erwiesen, um die Bitcoin-Preise kurzfristig zu verändern. Die Zeit wird zeigen, ob seine Social-Media-Präsenz einen dauerhaften Effekt auf den Kryptowährungsmarkt haben wird.

Konkreter ausgedrückt hat Tesla 1,5 Milliarden USD in Bitcoin-Tokens investiert. Tesla und Musk haben also einiges im Rennen, und das setzt die Aktie für noch mehr Volatilität ein, da der Bitcoin-Markt weiterhin regelmäßig wilde Schwankungen liefert. Es ist kein großes Risiko, wohlgemerkt. Teslas Bitcoin-Bestände machen nur 0,2 % der aktuellen Marktkapitalisierung des Unternehmens aus. Die Wahrnehmung, dass Musk mit einer großen Bitcoin-Investition enorme Risiken eingeht, basiert kaum auf der Realität.

Es würde mich nicht überraschen, wenn die Tesla-Aktie bei der nächsten größeren Korrektur erneut stark einbrechen würde, egal was der Grund für diesen Absturz sein mag. Gleichzeitig läuft das eigentliche Geschäft von Tesla sehr gut, und das Unternehmen konnte erfolgreich den gesamten Automarkt in Richtung Elektrofahrzeuge verschieben. Wer den Dip kauft, könnte sehen, dass Tesla einen weiteren dramatischen Aufschwung erlebt. Das wäre dann kein Comeback, denn das Unternehmen ist nie so richtig abgerutscht.

Der „Everything Store“ ist rezessionsresistent und könnte wieder steigen

Billy Duberstein (Amazon): Es ist nicht gerade ein Geheimtipp, aber Amazon.com ist noch heute ein starker Kauf, selbst wenn die Wirtschaft in eine Rezession fallen sollte.

Für manche ist es schwierig, Amazon zu charakterisieren, da das Unternehmen überall mitmischt, von E-Commerce über Streaming und Lebensmittelgeschäften bis zu Cloud Computing und digitaler Werbung.

Aber ich neige dazu, Amazon als ein Infrastrukturunternehmen zu betrachten. In seinem Kernsegment E-Commerce hat Amazon seine integrierte Website, sein Netzwerk von Fulfillment-Centern und seine eigenen und Partner-Lieferflotten entwickelt, um Waren schnell und kostengünstig zu liefern. Im Bereich Cloud Computing hat Amazon ein sicheres globales Rechenzentrum und die nötige technische Infrastruktur aufgebaut, um die Computer- und Speicherbedürfnisse von Unternehmenskunden auf der ganzen Welt – von Start-ups bis hin zu den größten Unternehmen der Welt – zu erfüllen.

Diese lebenswichtige Infrastruktur war während der Rezession sicherlich sehr nützlich, würde aber auch bei jeder Art von zukünftigem Wirtschaftsabschwung ein Grundpfeiler der Wirtschaft sein. Während Amazons Ergebnisse an das Konsumverhalten gebunden sind, besteht ein großer Teil dieses Konsums aus Grundnahrungsmitteln und grundlegenden Notwendigkeiten. Das Amazon-Prime-Abonnement ist ein fantastisches Angebot für die Kunden. Ich glaube nicht, dass viele es kündigen würden, selbst wenn es einmal eng werden sollte.

Eine besonders interessante neue Innovation ist der Amazon-Fresh-Lebensmittelladen, der mit einer kassenlosen KI-Technologie aufgebaut ist. Amazon hat im letzten Jahr mehrere davon eingeführt und gerade letzte Woche in Bellevue, Washington, ein weiteres neues Lebensmittelgeschäft mit Technologie ohne Kasse eröffnet. Diese Technologie hat das Potenzial, die Kosten zu senken und den Durchsatz im margenschwachen Lebensmittelsektor zu erhöhen. Das ist ein Sektor, der normalerweise rezessionssicher ist. Amazon hat auch darüber nachgedacht, diese Technologie an andere Einzelhändler zu lizenzieren, was deren Kosten senken würde.

Zu diesem Gesamtbild kommt hinzu, dass Amazon über eine klare finanzielle Stärke verfügt, um jeden Abschwung zu überstehen. Man hat mehr als 73 Milliarden USD an Barmitteln in der Bilanz gegenüber nur 32 Milliarden USD an Schulden. Tatsächlich neigt Amazon aufgrund dieser Stärke dazu, die Schwäche kleinerer Konkurrenten in Abschwungphasen auszunutzen. Und angesichts des konstant hohen Innovationstempos von Amazon sollte seine säkulare Wachstumsposition ausreichen, um jedes Schwächeln der Wirtschaft zu überwinden.

Die Amazon-Aktie befindet sich immer noch knapp unter dem Allzeithoch vom letzten Sommer. Die Aktie stagniert seit fast einem Jahr praktisch. Das könnte diesen defensiven Titel für seinen nächsten großen Aufschwung vorbereiten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Bitcoin, Tesla und Unity Software Inc. Anders Bylund besitzt Aktien von Amazon, Bitcoin und Tesla. Billy Duberstein besitzt Aktien von Amazon und Bitcoin. Nicholas Rossolillo besitzt Aktien von Tesla und Unity Software Inc. Dieser Artikel erschien am 20.6.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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