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Bayer-Aktie weiter schwach: Neue Glyphosat-Klage in den USA eingereicht!

Bayer-Aktie
Foto: Peter Roegner

Für die Investoren ist die Bayer-Aktie (WKN: BAY001) nicht erst seit der Coronakrise zum Sorgenkind geworden. Denn wie ein roter Faden zieht sich seit der Übernahme des Konkurrenten Monsanto das Problem mit dem Unkrautvernichter Glyphosat durch die Nachrichten über den Konzern. Und bereits im letzten Jahr machten Bayer die Rückstellungen für die in den USA anhängigen Glyphosat-Klagen mächtig zu schaffen. Doch das war bei Weitem nicht alles, was dem Unternehmen im Jahr 2020 Probleme bereitete.

Vor allem zum Jahresende musste Bayer auch in der Agrarsparte deutliche Ergebniseinbußen hinnehmen. Hier sank die Nachfrage gerade im wichtigen Markt Nordamerika deutlich. Zusätzlich wurde der Leverkusener Konzern auch noch durch die schwachen Währungen Lateinamerikas belastet.

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Des Weiteren kam noch ein Umsatzminus in der Pharmasparte hinzu. Aufgrund der Coronapandemie wurden nämlich viele nicht ganz so dringende Behandlungen von Patienten verschoben. Und dadurch kam es auch zu einem Rückgang beim Verkauf von rezeptpflichtigen Medikamenten. Was sich natürlich auch auf den Absatz von Bayer-Arzneimitteln negativ auswirkte.

Der Start in das aktuelle Jahr verlief erfreulicherweise aber etwas erfolgreicher. Und so konnte Bayer im ersten Quartal beim währungs- und portfoliobereinigten Umsatz ein Plus von 2,8 % vermelden. Doch nun gibt es wieder schlechte Nachrichten aus den USA. Dort wurde nämlich eine neue Glyphosat-Klage eingereicht.

Eine offenbar unendliche Geschichte

Ich glaube nicht einmal, dass der Umstand einer neu eingereichten Glyphosat-Klage die Investoren weiterhin verunsichert. Es ist wohl vielmehr die Tatsache, dass sich das Desaster rund um das Unkrautvernichtungsmittel offensichtlich als eine wohl niemals endende Geschichte entpuppen könnte. Denn die Klageflut in den USA scheint irgendwie nicht abreißen zu wollen.

Jetzt ist nämlich nach einer längeren Pause erneut eine Klage wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in den Vereinigten Staaten eingereicht worden. Und so lief bereits am 22.06.2021 über die Ticker, dass der Kläger Michael Langford die jahrelange Verwendung des glyphosathaltigen Mittels Roundup für seine Krebserkrankung verantwortlich macht.

Insgesamt geht es mittlerweile um 125.000 eingereichte oder drohende Klagen in den USA. Und für 30.000 der zuletzt bekannten stehen Einigungen immer noch aus. Wohl deshalb stellte Bayer den Verkauf von Roundup an US-Privatkunden auf den Prüfstand. Denn diese machen nun einmal die überwiegende Mehrheit der Kläger aus. Im Übrigen hat aber Bayer bis heute die Vorwürfe gegen Glyphosat stets zurückgewiesen.

Wie reagierte die Aktie?

Man kann eigentlich nicht ausmachen, dass die Bayer-Aktie erkennbar auf die Nachricht aus den USA reagiert hat. Vielmehr setzte sie ihre schon vor Monaten begonnene Seitwärtsbewegung fort und notiert aktuell mit 51,63 Euro (29.06.2021) in etwa auf demselben Niveau wie schon Anfang Januar. Blickt man allerdings auf die letzten zwölf Monate, so schlägt hier noch ein Minus von knapp 23 % zu Buche.

Bewertet wird die Aktie derzeit mit einem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 9 und sie liefert den Investoren bezogen auf die letzte Ausschüttung eine Dividendenrendite von 3,87 %. Sollte irgendwann das leidige Thema Glyphosat vom Tisch sein, dann könnte ich mir durchaus auch wieder bessere Zeiten für die Aktie vorstellen. Wer darauf spekulieren möchte, dem bieten die Papiere von Bayer aktuell immerhin eine niedrige Bewertung und eine ansprechende Dividendenrendite.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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