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Royal Dutch Shell & Umweltverpflichtungen: Spielt der Konzern bloß auf Zeit?

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Der Konzern Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) hat ein empfindliches Urteil hinnehmen müssen. Wie eine niederländische Richterin im Rahmen eines vieldiskutierten Urteils verkündet hat, muss der britisch-niederländische Öl- und Erdgasmulti in den nächsten Jahren seine Nachhaltigkeitsbemühungen konsequent intensivieren.

Konkret geht es dabei um ein klares Ziel: Royal Dutch Shell ist auferlegt worden, die eigenen Emissionen bis zum Jahre 2030 um sage und schreibe 45 % zu reduzieren. Ein Ziel, das über der eigenen Initiative liegt, was natürlich den Druck im Rahmen des Konzernumbaus erhöht.

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Der CEO von Royal Dutch Shell, Ben van Beurden, hat sich inzwischen im Rahmen einer Videobotschaft zu dem Sachverhalt geäußert. Für einen Publizisten handelt es sich hierbei offenbar um ein Spiel auf Zeit. Schauen wir einmal, was Foolishe Investoren davon halten sollten.

Royal Dutch Shell: Ein Spiel auf Zeit?

Wie wir mit Blick auf einen Kommentar der Neuen Zürcher Zeitung feststellen können, scheint der besagte Redakteur ein Spiel auf Zeit zu wittern. Sowohl Form als auch Inhalt lassen seiner Ansicht nach darauf schließen, wobei man auch das zugegebenermaßen diskutieren darf.

Wie auch immer: Der Zeitpunkt, den der CEO von Royal Dutch Shell gewählt hat, sei weder zu früh noch zu spät. Auch das persönliche Format spreche seiner Ansicht nach für eine oberflächliche Fassade. Das Posten über den privaten LinkedIn-Account erwecke das Gefühl davon, dass es dem CEO selbst und persönlich wichtig sei.

Aber auch inhaltlich gibt es der Ansicht des Redakteurs zufolge einige Mängel. So würde sich van Beurden zwar formell verpflichten, diese Herausforderung anzunehmen. Allerdings lege er sich inhaltlich nicht fest, was das für Royal Dutch Shell bedeute. Lediglich, dass man in den kommenden Jahren gewagte Schritte machen müsse, sei das Konkreteste innerhalb des besagten Beitrags. Zudem wolle der britisch-niederländische Konzern das Urteil anfechten. Alles daher nur ein Spiel auf Zeit, ohne konkrete Inhalte im Hinterkopf?

Die Initiative ist definitiv nicht neu

Man kann das Statement natürlich bewerten, wie man möchte. Fest steht jedoch auch, dass Royal Dutch Shell bereits seit einiger Zeit einen signifikanten Konzernumbau plant. Unter anderem soll so beispielsweise Elektrizität in der künftigen Konzernstruktur eine wichtigere Rolle spielen. Eine Entscheidung, die ohne den Druck des Urteils gefällt worden ist.

Zudem hat das Management des Öl- und Erdgaskonzerns verkündet, dass man bis zur Mitte dieses Jahrhunderts klimaneutral werden wolle. Zugegebenermaßen ist das ein deutlich längerer Zeitraum als das geforderte Limit im besagten Urteil. Trotzdem sind die Zeichen der Zeit und Umweltbedenken auch bei Royal Dutch Shell in der Führungsetage angekommen.

Dass der CEO keinerlei verbindliche Zusagen zu konkreten Maßnahmen macht, dürfte strategischer Natur sein. Sich in die Karten blicken zu lassen dürfte nicht sein Ziel sein. Ich sehe daher jede Menge Fortschritt. Egal ob mit Urteil oder auch ohne.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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