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Vergiss die Autohersteller! Die Gründe, weshalb man sie meiden sollte

Mercedes Limousine Daimler Aktie
Foto: Daimler

In der Berichterstattung in Wirtschaftsteilen von deutschen Zeitungen geht es häufig um die großen heimischen Autohersteller. Aufgrund der bekannten Namen der Marken von Volkswagen (WKN: 766403), BMW (WKN: 519000) und Daimler (WKN: 710000) halten viele Aktionäre die Aktien für gute und sichere Investitionen. Dabei erzielen die Unternehmen gerade mal in guten Jahren mit Müh und Not zweistellige operative Margen. Das Geschäft ist stark abhängig von der Konjunktur. Konsumenten und Firmen schieben die Anschaffung eines Fahrzeugs in einer angespannten wirtschaftlichen Situation auf oder greifen zu einer günstigeren Variante.

Und die Lage könnte sich in den nächsten Jahren noch weiter verschlimmern. Der Akku ist das teuerste Bauteil in Elektroautos. In den letzten zehn Jahren ist der Preis laut einer Studie von BloombergNEF um 89 % auf durchschnittlich 137 US-Dollar je Kilowattstunde gefallen. Ab Produktionskosten für Akkus unter 100 US-Dollar ist der Elektroantrieb günstiger als die bislang vorherrschenden Verbrenner-Antriebe.

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Die Folgen für die Autohersteller ist dramatisch

Skaleneffekte in der Produktion und Fortschritte in der Forschung werden diese Entwicklung in meinen Augen unausweichlich machen. Gerade für Autohersteller im niedrigen und mittleren Preissegment ergeben sich neue Möglichkeiten, um noch stärker über den Preis zu konkurrieren. Gleichzeitig gewinnen andere Dinge abseits der Fahrleistungen an Gewicht. Für die Premiumhersteller wird es dadurch immer schwieriger, Umsatzsteigerungen zu erzielen.

Tesla (WKN: A1CX3T) hat zwei Trends der mobilen Zukunft frühzeitig erkannt und geht diese konzentriert an. Die Software des Fahrzeugs gewinnt an Bedeutung. Früher oder später soll auch der Mensch als größte Gefahr im Straßenverkehr aus der Gleichung genommen werden. Bei der Software setzt Tesla tatsächlich Maßstäbe, da man von Anfang an darauf gesetzt hat, diese auch nach dem Kauf weiter ohne Besuch in der Werkstatt aktualisieren zu können. Dadurch können gegen Aufpreis auch weitere Fahrzeugfunktionen freigeschaltet werden. Das ist ein klares Verkaufsargument.

Hier holen die meisten traditionellen Autohersteller langsam mithilfe der Technologie-Riesen aus dem Silicon Valley auf. Auch wenn die großen deutschen Hersteller beim Infotainment noch eigene Lösungen entwickeln, setzen viele internationale Konkurrenten in der Zukunft auf die Lösung von Google. Noch weiter geht die Entwicklung bei einer anderen Tochter von Alphabet (WKN: A14Y6F). Waymo betreibt in Phoenix einen autonomen Taxidienst und startet aktuell in San Francisco.

Der Bedarf sinkt früher oder später

Seit Jahren wachsen die Automobilkonzerne fast ausschließlich in Entwicklungsländern und vor allem in China. In den Industrieländern ist der Bedarf schon seit vielen Jahren gedeckt. Mit Elektrofahrzeugen, die weniger stark verschleißen und regelmäßige Verbesserungen über Updates erhalten, verlängert sich die Nutzungsdauer eines Fahrzeugs mit hoher Wahrscheinlichkeit. Autonome Fahrzeuge, die ständig unterwegs sind, könnten das eigene Fahrzeug komplett überflüssig machen.

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Florian Hainzl besitzt Aktien von Alphabet und Berkshire Hatahway. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- & C-Aktien) und Tesla und empfiehlt BMW.

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