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CompuGroup Medical: Das Fundament für überdurchschnittliches Wachstum ist gelegt

Foto: Getty Images

Die CompuGroup Medical (WKN: A28890) ist in der Gesundheitsbranche allgegenwärtig. Jedes Mal, wenn dein Hausarzt deine Gesundheitskarte durch seinen Scanner schickt, ist der Software-Anbieter involviert. Wir Foolishe Investoren wollen genau solche Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung in unserem Depot.

Der hohe Verwaltungsaufwand und die strengen gesetzlichen Richtlinien sorgen automatisch für einen tiefen Burggraben. Und in den kommenden Jahren wird sich die intensive Vorarbeit auf dem Gebiet der Telematik noch richtig auszahlen.

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Doch wie viel Potenzial nach oben hat die Aktie noch? Aktuell notiert sie bereits bei 72,45 Euro (Stand: 12. April 2021).

Corona hat Digitalisierungsbedarf deutlich gemacht

Die Telematik, d. h. die Verknüpfung unterschiedlicher Informationssysteme, im Gesundheitssektor hat während der Pandemie an Bedeutung gewonnen. Insbesondere Krankenkassen und Gesetzgeber drücken auf das Digitalisierungstempo. Hier bekommt CGM seinen großen Auftritt.

In den letzten Jahren hat das MDAX-Unternehmen maßgeblich an den Telematik-Initiativen in Deutschland mitgewirkt und dabei den rechtlichen Rahmen seines eigenen Geschäftsfeldes in enger Abstimmung mit Gesetzgeber, Verbänden und Partnerunternehmen definieren dürfen. In den kommenden Jahren geht es darum, diesen Rahmen unternehmerisch zu füllen. Eine bessere Ausgangsposition kann man sich nicht wünschen.

CGM besitzt Burggraben dank „SAP-Effekt“

Alle Akteure auf dem Gesundheitssektor arbeiten tagtäglich mit einer großen Menge von Patientendaten. Die technischen Konventionen, Formate und Schnittstellen sind alles andere als beliebig. Die von den Ärzten zu übermittelnden Daten müssen beispielsweise den Vorgaben der Krankenkassen entsprechen. Die Richtlinien für den Datenschutz sind hier nochmals deutlich höher als im herkömmlichen Konsumentenbereich.

Eine Forsa-Umfrage aus dem Sommer 2018 verdeutlicht die Abhängigkeit der Arztpraxen und Apotheken von einer funktionierenden IT-Infrastruktur.

CGM profitiert von der hohen Wechselbarriere

Die großen, sehr sensiblen Datenbanken lassen sich nur mit hohem Aufwand migrieren, weshalb es sich jeder Arzt und jeder Apotheker sehr genau überlegt, ob und wann er sein CRM-System umstellen sollte. Start-ups haben es entsprechend schwer, auf diesem Markt Fuß zu fassen.

Vorteil für CGM: Das Koblenzer Unternehmen bedient bereits 1,5 Mio. Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Labore und Krankenhäuser in 56 Ländern. Auf dem deutschen Markt ist man Marktführer.

Und die zu verarbeitende Datenmenge wird in den kommenden Jahren sicherlich noch weiterwachsen. Von PwC befragte Bürger zeigten sich im November 2016 aufgeschlossen, einige sensible Daten an Gesundheitseinrichtungen weiterzugeben.

CGM hatte ein sehr starkes Geschäftsjahr 2020

Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 12 % auf 837 Mio. Euro. Die wichtigen wiederkehrenden Umsätze kletterten sogar um 14 % und machen mittlerweile 63 % des Gesamtumsatzes aus. Für das Jahr 2021 plant CGM eine weitere Steigerung auf dann 1 Mrd. Euro Umsatz.

E-Health-Boom bietet für 2021 hohes Wachstumspotenzial

Systematisch hat CGM in den vergangenen Jahren Konkurrenten aufgekauft, die verwandte Produkte anbieten. Auf diesem Weg stärkt CGM seine Markt- und Preissetzungsmacht. Kundenbasis und Vertriebsnetz wachsen stetig.

Aktuellste Akquisition ist das texanische Unternehmen eMDs, ein Anbieter von Arztinformationssystemen und Software zur Abrechnung von medizinischen Leistungen. 1.400 Mitarbeiter erwirtschafteten 2019/2020 einen Umsatz von umgerechnet 81 Mio. Euro und ein EBITDA von 12 Mio. Euro. Dank des 203 Mio. Euro schweren Deals zählt CGM nun auch auf dem US-Markt zu den führenden Anbietern von Arztinformationssystemen.

CompuGroup Medical will weiter investieren

Im Juli dieses Jahres startet das E-Rezept in Deutschland. CGM ist auch hier vorn dabei und treibt mit der Apothekergenossenschaft Noweda die Verbindung der eigenen App Clickdoc mit dem Portal IhreApotheken.de voran. Die Videosprechstunden-App wird heute bereits von mehr als 85.000 Ärzten weltweit genutzt.

Das Potenzial der Technik ist noch lange nicht ausgeschöpft. Die Akzeptanz ist während der Corona-Krise deutlich gestiegen. Dies zeigen die Ergebnisse der Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2020“. Im Mai 2020 boten bereits 52,3 % der befragten Mediziner Videosprechstunden an, im Vergleich zu 1,8 % der Befragten drei Jahre zuvor.

Die ePA wächst zur Cashcow heran

Seit wenigen Wochen wird die elektronische Patientenakte (ePA) stufenweise eingeführt. Auch hier bietet CGM ein geschlossenes System für Patienten und Krankenkassen. Mit der App CGM Life Patientenakte erhalten User Zugriff auf ihre Gesundheitsdaten. Und mit CGM Clinical Mobile können die Experten relevante Daten zu Diagnosen, Therapien und Medikationsplänen abrufen.

Immerhin 62 % der Deutschen würden laut einer Umfrage von Continentale diese elektronische Patientenakte nutzen.

Das Telematik-Engagement wird sich auszahlen

Corona ist nur der Katalysator: Ich bin mir sicher, dass das Thema E-Health auch in den kommenden Jahren en vogue bleiben wird. CGM ist bestens aufgestellt, um von diesem Trend zu profitieren.

Das aktuelle Kurs-Umsatz-Verhältnis von 4,4 ist nicht zu hoch. Und selbst das KGV von 54,7 ist auf einem solchen Zukunftsmarkt nicht außergewöhnlich.

Die Eigenkapitalquote der CompuGroup Medical pendelte in den letzten fünf Jahren zwischen 27 und 41 %. Die Verbindlichkeiten sind zwar recht hoch. Doch in Zeiten von Niedrigzinsen bietet Fremdkapital gute Chancen, das Geschäftsmodell mit cleveren Akquisitionen auszubauen. Von dieser Chance hat CGM reichlich Gebrauch gemacht. Mit einem Verschuldungsgrad von 0,8 ist die Bilanz jedoch noch stabil. Insbesondere die langfristigen Verbindlichkeiten konnten in den letzten Jahren deutlich abgebaut werden.

Ich überlege ernsthaft einzusteigen. Bis zu einem Kurs von 90 Euro ist die Aktie aus meiner Sicht eine Kaufposition.

Unsere 3 Top-Aktien für die Post-Covid Ära

Auch die Coronakrise hat mal ein Ende. Für diese Phase sind einige Unternehmen besonders gut gerüstet.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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