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TeamViewer: Wachstum um jeden Preis, eine gefährliche Strategie

Foto: Getty Images

Die Aktie von TeamViewer (WKN: A2YN90) ist eine überaus spannende Wachstumsgeschichte, speziell in Zeiten von COVID-19. Die Heimarbeitslösungen, das Social-Distancing und eben die Auswirkungen der Pandemie haben dem Unternehmen einen Wachstumsboom beschert. Sowie der Aktie ein stattliches Kursplus.

Alleine im letzten Geschäftsjahr 2020 kletterten die Umsätze im Jahresvergleich um 44 % auf 460,3 Mio. Euro. Das ist gewiss ein steiler Anstieg in diesem Ausnahmegeschäftsjahr. Könnte jedoch in Anbetracht des Volumens natürlich erst die Spitze eines langfristig orientierten Wachstums-Eisbergs sein.

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Das Management von TeamViewer möchte jedenfalls mehr und setzt dabei auf eine Strategie, die wir wohl als Wachstum um jeden Preis bezeichnen können. Das kann gut gehen. Allerdings impliziert das auch einige Risiken. Lass uns das im Folgenden etwas näher präzisieren.

TeamViewer: Wachstum um jeden Preis!

Wenn wir einen Blick auf die aktuellen Meldungen rund um TeamViewer riskieren, erkennen wir zwei Ausgangslagen: Zum einen die Vergütung des Top-Managements, die aufgrund von Sondereffekten hoch ist, was uns jedoch nicht näher interessieren soll. Sowie zum anderen die Ausrichtung darauf, um jeden Preis zu wachsen und vor allem das Branding voranzutreiben.

TeamViewer ist jetzt zum Sponsor des britischen Fußballvereins Manchester United geworden. In den nächsten fünf Jahren laufen die Spieler unter anderem mit Trikots mit dem Namen des Unternehmens auf. Das wiederum hat dem Unternehmen einen Batzen Geld in Höhe von 46 Mio. Euro gekostet. Wie wir mit Blick auf die Umsätze erkennen können, handelt es sich hierbei um ca. ein Zehntel des zuletzt ausgewiesenen Jahresumsatzes.

Damit nicht genug. Auch im Rennsport stehen ähnliche Deals an. Dabei sollen in der Formel 1 und in der Formula E künftig Rennteams Overalls und Logos von TeamViewer präsentieren. Auch das dürfte wiederum nicht umsonst sein.

Das Management von TeamViewer setzt offensichtlich darauf, sich in die Köpfe der Verbraucher und der Unternehmen einzubrennen. Wobei augenscheinlich jeder Preis recht zu sein scheint. 46 Mio. Euro alleine für die Partnerschaft mit Manchester United ist definitiv nicht wenig. Vor allem nicht für eine Wachstumsgeschichte, die an Fahrt aufnehmen soll.

Gäbe es nicht bessere Möglichkeiten …?

Foolishe Investoren sollten daher womöglich fragen, ob das Branding wirklich die beste Wachstumsaussicht bringt. Oder ob es nicht vielleicht bessere Möglichkeiten für diese finanziellen Mittel geben dürfte. Beispielsweise, um in eigene Produkte zu investieren. Oder aber, um möglicherweise einige Käufe oder Zukäufe zu tätigen. Oder, oder, oder.

Wenn du mich fragst, wären das womöglich bessere Optionen, um mit Qualität und Produktfokus zu wachsen. Und nicht mit der Aussicht, einfach bloß die Bekanntheit der eigenen Produkte und der Marke zu steigern. Zumal der Preis alles andere als gering ist.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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