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3 Aktienanalyse-Methoden nach Ben Graham

Foto: Getty Images

Ben Graham gilt als der Begründer der fundamentalen Aktienanalyse. Er lehrte an der New Yorker Columbia University, wo später auch Warren Buffett zu seinen Schülern zählte. Ben Graham erlebte den Crash der Jahre 1929 bis 1932 hautnah mit und schrieb deshalb später sein gesamtes Wissen in den Büchern „Wertpapieranalyse“ (Security Analysis) und „Der Intelligente Investor“ (The Intelligent Investor) nieder.

Ben Graham managte zudem eine Investmentgesellschaft, mit der er im Zeitraum 1936 bis 1956 eine Durchschnittsrendite von etwa 20 % erzielte, während der breite Markt 12,2 % erwirtschaftete.

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1. Ben Grahms Weg, unterbewertete Aktien zu finden

Ben Graham investierte in klassische Value-Aktien, die in der Regel eine sehr niedrige Bewertung aufwiesen. Bekannte Bewertungskennziffern sind dabei das Kurs-Buchwert- oder das Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Um diese zu finden, suchte Ben Graham vor allem unter Firmen, die in Rechtsstreitigkeiten geraten waren. Ein aktuelles Beispiel wäre dazu die Bayer (WKN: BAY001)-Aktie. Sie ist heute günstig bewertet und könnte deshalb in fünf Jahren, wenn alle Glyphosat-Klagen der Vergangenheit angehören, sehr viel höher stehen.

Ben Graham untersuchte zudem Unternehmen, die in finanzielle Probleme geraten waren. Wenn sie diese überstanden, besaßen sie großes Potential. Da aber auch Insolvenzen möglich waren, streute er seine Investments besonders breit.

2. Ben Grahams vergleichende Aktien-Analyse

Viele Anleger werden sich mit Ben Graham´s Problemunternehmen, die dafür aber sehr günstig bewertet sind, nicht anfreunden können. Für sie könnte jedoch sein Ansatz der vergleichenden Analyse wertvoll sein. Sie wurde beispielsweise später auch durch Wachstumsaktien-Analyst Phillip Fisher angewandt.

Dabei werden verschiedene Unternehmen einer Branche, die ein Investor für interessant hält, miteinander verglichen. Als Kriterien können qualitative Punkte, wie die Bruttomarge, operative Marge, Nettomarge, Gesamtkapitalrendite, Eigenkapitalrendite und Eigenkapitalquote herangezogen werden. Weiterhin sollte die Beteiligungshöhe der Insider (Manager, Aufsichtsrat) miteinander verglichen werden. Branchenspezifische Kriterien, wie Vorräte und deren Entwicklung, können ebenfalls wichtige Informationen liefern.

Am Ende stellte Ben Graham die Bewertung der Firmen nach den oben genannten Kennziffern einander gegenüber.

Wer sich einmal die Mühe macht, wird erstaunliche Unterschiede zwischen seinen Auswahlkandidaten feststellen und so die besten Unternehmen finden.

3. Rote Flaggen

Ben Graham gibt in seinen Büchern auch Hinweise darauf, welche Aktien wir besser meiden sollten. Sie sind damals wie heute aktuell.

So nennt er fragwürdige Buchhaltungsmethoden, zunehmende finanzielle Schwierigkeiten, einen steigenden Wettbewerb, ein schlechtes Management, Unternehmen mit begrenztem Gewinnpotenzial und Firmen mit vielen Wandelanleihen und Aktienoptionen.

Wer seine Aktien streng auf diese Kriterien hin untersucht, kann sich sehr viel Ärger ersparen. Wenn wir sie hingegen umdrehen (gutes Management, großes Gewinnsteigerungspotenzial usw.), können wir viele sehr gute Firmen finden. Viele Ben-Graham-Methoden sind also selbst heute immer noch sehr nützlich.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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