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Bitcoin-Boom: Zwischen Hoffen und Bangen?

Foto: Getty Images

Derzeit besteht an den Finanzmärkten wohl kein Zweifel daran, dass 2021 das Jahr der Kryptowährungen wird. Besonders trifft dies auf den Bitcoin zu. Konnte man am 1. Januar 2021 einen Bitcoin noch für ca. 23.800 Euro erwerben, muss man nun bereits mehr als 38.400 Euro dafür bezahlen (Stand: 11.02.2021).

Ein Zugewinn von mehr als 61 % innerhalb von sechs Handelswochen ist ohne Zweifel beeindruckend. Dennoch sollte man eine Investition niemals ausschließlich damit rechtfertigen, dass sich der Basiswert in der Vergangenheit gut entwickelt hat. Doch es sind derzeit nicht nur hohe Renditen der Vergangenheit, die für den Bitcoin sprechen. Derzeit überwiegen vor allem positive Fundamentalnachrichten.

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Nach Tesla nun auch Mastercard? Wer ist der Nächste?

Doch nun ist es nicht Elon Musk, der den Kurs von Bitcoin gen Norden schickt. Denn das Investment von Tesla in Höhe von 1,5 Mrd. US-Dollar in den Bitcoin hat nun offensichtlich weitere Interessenten angelockt. Allen voran Mastercard.

Das am Umsatz gemessen drittgrößte Kreditkartenunternehmen der Welt hat nun verlautbart, noch im Jahr 2021 Zahlungen in Form von Kryptowährungen zu akzeptieren. Eine Entwicklung, die unter anderem auch bei Konkurrenten wie Visa und American Express für Innovationsdruck sorgen könnte.

Doch das ist aus meiner Sicht noch nicht alles. Zahlungsdienstleister sorgen mit diesem Vorhaben zwar für eine erhöhte Akzeptanz, Liquidität und einen leichteren Zugang für Privatpersonen. Doch der tatsächliche Kurstreiber könnte sich in den nächsten Monaten erst manifestieren. Denn sollte es durch einen Aufschwung der Konsumnachfrage in Kombination mit üppigen finanziellen Stimuli zu einer anziehenden Inflation kommen, könnte der „Run“ auf Kryptowährungen erst beginnen.

Allen voran könnten viele Unternehmen und Privatpersonen versucht sein, einen Teil ihres liquiden Vermögens in Kryptowährungen zu investieren. Denn Kryptowährungen wie der Bitcoin unterliegen keinem inflationären System. Das bedeutet, dass es nie mehr als 21 Millionen Bitcoins geben wird. Eine Eigenschaft, die auf FIAT-Währungen nicht zutrifft.

Ist der reale Wert sogar negativ?

Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Denn im Zusammenhang mit Kryptowährungen mangelt es nicht an Kritikern, die seit Monaten oder gar Jahren vom Platzen der Krypto-Blase sprechen. Dazu zählt auch Nouriel Roubini, ein Professor der New York Universität. Ihm zufolge liegt der fundamentale Wert eines Bitcoins bei 0. Somit würden Anleger derzeit 38.400 Euro für nichts bezahlen.

Laut Roubinis Theorie ist der fundamentale Wert eines Bitcoins sogar negativ, sofern man die Elektrizitätskosten, die beim Bitcoin-Mining entstehen, in die Kalkulation einbeziehen würde. Begründet wird diese Theorie damit, dass Zahlungen mit Kryptowährungen nicht vernünftig skalierbar sind und der Bitcoin auch in seiner Funktion als stabiler Wertspeicher versagt.

Fazit

Unabhängig davon, was Krypto-Anhänger und Gegner von sich geben, solltest du dir vor einer Investition darüber im Klaren sein, dass Kryptowährungen für keine Wertschöpfung sorgen und folglich keine Dividenden ausbezahlen. Somit kannst du mit Kryptowährungen kein passives Einkommen erzielen.

Nichtsdestotrotz kann eine Investition in Kryptowährungen eine gute Ergänzung zu einem gut diversifizierten Portfolio darstellen. Hierbei solltest du jedoch vor allem darauf achten, dein Risiko möglichst gering zu halten. Denn aus meiner Sicht ist der größte Vorteil von Kryptowährungen auch das größte Risiko. Die fehlende Regulierung.

Denn sollten mehr und mehr Unternehmen bei einer steigenden Inflation beginnen, Liquidität in Kryptowährungen zu investieren, würde dies Regierungen und Zentralbanken auf den Plan rufen. Mit einem zunehmenden Kursniveau würde in diesem Fall auch die Gefahr einer stärkeren Regulierung steigen.

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