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Bitcoin crasht 20 %: Das ist ein Problem

Foto: Getty Images

Der Bitcoin kannte rund um den Jahreswechsel nur eine Richtung: stetig und steil bergauf. Zwischenzeitlich ist sogar ein Kursziel von über 41.000 US-Dollar erreicht worden. Wenn ich mich nicht irre (was jedoch durchaus möglich ist), ist das in etwa das bisherige Rekordhoch gewesen.

Eine Korrektur schien quasi unausweichlich. Und in der Tat folgte mit Beginn der neuen Woche, beziehungsweise über das Wochenende, eine signifikante Korrektur. Lass uns im Folgenden einmal schauen, was Investoren und Spekulanten zur aktuellen Ausgangslage wissen sollten. Sowie auch darauf, warum sowohl die Rallye als auch der jetzige Crash Teil eines größeren Problems sind.

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Bitcoin crasht um 20 %: Für den Moment

Mit Beginn der neuen Woche hat sich jedenfalls eine ordentliche Talfahrt beim Bitcoin bereits abgezeichnet. Die sich im Verlaufe des Tages sogar noch weiter ausgedehnt hat. Gängige Schlagzeilen skizzieren dabei das Ausmaß des Abverkaufs: Um bis zu 20 % ging es mit der digitalen Münze hinab.

Alles halb so wild? Ja, möglicherweise, zumindest wenn man nicht erst in der Nähe des Hochs eingestiegen ist. Immerhin liegt die digitale Münze auf Sicht eines Monats noch fast 100 % im Plus. Frühere Investoren dürfte die aktuelle Abverkaufsdynamik daher kaum jucken. Insbesondere nicht, wenn wir uns längerfristige Performances ansehen.

Alleine seit dem Corona-Crashtief hat sich die Kryptowährung zwischenzeitlich ca. verachtfacht. Ja, womöglich in der Spitze sogar etwas mehr. Das kann Investoren, die auf den Boom spekuliert haben, natürlich eine nette Rendite beschert haben. Allerdings ist das für mich eher Teil des Problems als der Lösung. Denn es gilt weiterhin: Damit erfüllt der Bitcoin kaum auch nur irgendeinen Zweck. Außer dem eines heißgelaufenen Spekulationsgutes.

Was soll man damit anfangen?

Der Bitcoin soll eigentlich eine Währung sein. Keine Frage: Eine Währung (!), die sich innerhalb eines Jahreszeitraums zwischenzeitlich verachtfacht und daraufhin an einem Tag 20 % ihres Wertes verliert, ist für mich vor allem eines: Ramsch. Oder ein Spekulationsgut. Wer damit wirklich ein Gut kaufen möchte, der stellt sich konsequent eine Frage: Kann ich das morgen verhältnismäßig günstiger kaufen? Oder muss ich sogar draufzahlen? Das Kriterium der weitgehenden Wertstabilität ist beim Bitcoin daher nicht gegeben.

Bitcoin könnte jedoch auch ein sicherer Hafen sein, so eine zweite Theorie. Analog zu Gold, quasi, dessen Performance zuletzt ein wenig enttäuscht hat. Selbst in den kühnsten Zeiten hat jedoch auch Gold keine solchen krassen Ausschläge und Performances hingelegt. Das Argument des „sicheren Hafens“ kann daher ebenfalls kaum greifen.

Was kann der Bitcoin ansonsten noch sein? Ganz ehrlich: Das ist für mich jetzt die spannende Frage. Wenn weder Währung noch Geldspeicher, dann werden die Einsatzmöglichkeiten zunehmend limitiert. Es bleibt eigentlich bloß noch die Spekulation. Und das ist ein Gebiet, in dem Foolishe Investoren eher weniger aktiv sein sollten.

Bitcoin: Kein Zweck und trotzdem stark

Der Bitcoin erfüllt daher kaum einen Zweck und ist trotzdem, gemessen an einer längerfristigen Performance, sehr sehr stark gewesen. Das zeigt mir: Das Risiko ist gigantisch hoch und womöglich ist der Crash zu Beginn der Woche ein Indikator, der diese These stützt. Wie gesagt: Wer früh auf den Anstieg gesetzt hat, der freut sich weiterhin über eine solide Rendite. Womöglich ist jetzt jedoch ein guter Zeitpunkt, um die Gewinne mitzunehmen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.

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