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Vergiss Biontech und Moderna: Ich würde mir lieber einmal diesen Impfstoffhersteller anschauen!

Foto: Getty Images

Es war ein regelrechter Wettlauf, den sich die verschiedenen Impfstoffhersteller in diesem Jahr geliefert haben. Gewonnen hat ihn eindeutig die Firma Biontech (WKN: A2PSR2). Denn ihr zusammen mit dem Pharmaunternehmen Pfizer (WKN: 852009) entwickelter COVID-19-Impfstoff war der erste, der eine Zulassung erhielt. Gefolgt von der Firma Moderna (WKN: A2N9D9), deren Impfstoff in den USA am 18.12.2020 per Notfallzulassung freigegeben wurde.

Das Interesse der Investoren an den Aktien der oben genannten Konzerne ist verständlicherweise sehr groß. Doch sie sind nicht die einzigen Unternehmen, die sich mit einem Corona-Impfstoff beschäftigen. Unter anderem ist auch der US-amerikanische Konzern Johnson & Johnson (WKN: 853260) hier schon sehr weit vorangekommen. Wie sich dort die aktuelle Situation darstellt und warum Johnson & Johnson eine attraktive Alternative zu den Konkurrenten darstellen könnte, erfährst du im heutigen Artikel.

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Das Ziel vor Augen

Anfang Dezember gab es die Meldung, dass nun auch der Impfstoffkandidat der Firma Johnson & Johnson im Zulassungsprozess in Europa und Nordamerika einen Schritt weitergekommen ist. Im Rahmen eines rollierenden Genehmigungsprozesses haben die Gesundheitsbehörden mit der Überprüfung des COVID-19-Impfstoffkandidaten begonnen. Als sehr positiv einzuschätzen ist die Tatsache, dass vorläufige Ergebnisse gezeigt haben, dass das Vakzin die Produktion von Antikörpern und Immunzellen gegen das Virus ausgelöst hat.

Gegenüber den neuartigen mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna kann ich persönlich dem Kandidaten von Johnson & Johnson etwas mehr abgewinnen. Denn schließlich handelt es sich bei ihm nicht um ein völlig neuartiges Produkt. Vielmehr ist das Vakzin des US-Konzerns ein sogenannter Vektorimpfstoff, der auf einer herkömmlichen Herstellungsweise beruht. Dabei dient ein abgeschwächtes, für den Menschen harmloses Virus als Transportmittel. Der Vektorimpfstoff enthält den Bauplan für ein oder mehrere Antigene, die das Immunsystem aktivieren sollen.

Im Moment läuft bei Johnson & Johnson noch die Phase-3-Wirksamkeitsstudie. An dieser sollen rund 60.000 Menschen teilnehmen. Mit ersten Ergebnissen wird hier Anfang nächsten Jahres gerechnet. Laut Aussage des Konzerns verlaufe die Erprobung des Impfstoffs an Freiwilligen sehr gut. Deshalb geht man davon aus, schon im Januar 2021 eine Zulassung bei den Arzneimittelbehörden in Europa und den USA beantragen zu können.

Aktie mit Nachholbedarf

Seit einigen Jahren schon läuft die Aktie von Johnson & Johnson eher seitwärts. Und obwohl sie dieses Jahr wahrscheinlich mit einem kleinen Plus beenden wird, spiegelt sich der Erfolg des Unternehmens, was seinen Impfstoffkandidaten angeht, meiner Meinung nach noch nicht wirklich im Kursverlauf wider.

Denn die Impfung des Konzerns hätte einen entscheidenden Vorteil. Sie müsste nämlich nur einmal verabreicht werden, um eine Immunität zu bewirken. Somit könnte sie eventuell von der Bevölkerung eher bevorzugt werden als die Produkte der beiden Konkurrenten. Denn diese müssen schließlich zweimal gespritzt werden, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Was den Markt der COVID-19-Impfstoffe angeht, könnte es nächstes Jahr also spannend werden. Und sollte der Impfstoff von Johnson & Johnson bald zugelassen werden, könnte sich dies bestimmt weiter positiv auf die Aktie des Konzerns auswirken. Es besteht hier in meinen Augen durchaus die Möglichkeit, dass sie aus ihrem Seitwärtstrend signifikant ausbricht.

Aktuell notieren die Papiere mit 152,47 US-Dollar (24.12.2020) nur 4,45 % über ihrem Kurs von Anfang Januar. Doch ich könnte mir absolut vorstellen, dass die Aktie von Johnson & Johnson im nächsten Jahr zu den größeren Gewinnern an der New Yorker Börse zählen könnte. Und der Corona-Impfstoff des Konzerns könnte eventuell genau dafür den Ausschlag geben.

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Andre Kulpa besitzt Aktien von Pfizer und Johnson & Johnson. The Motley Fool empfiehlt Johnson & Johnson.

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