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AirBnB-Aktie nach Börsengang: Gleich kaufen?

Foto: AirBnb

Mit der AirBnB (WKN: A2QG35)-Aktie hat nun ein weiteres Plattformunternehmen seinen Börsengang hingelegt. Im Vorfeld wurden die Anteilsscheine von dem Vermittler von Ferienwohnungen heiß erwartet. Schließlich handelt es sich hierbei um einen spannenden Disruptor, der die Reisebranche in gewisser Weise neu definiert. Aus einer simplen Idee – für wenig Geld bei fremden Leuten unterkommen – wurde ein Milliardengeschäft.

Das Unternehmen gibt es nunmehr seit 13 Jahren, das Wachstum hält nach wie vor an. Die Frage, weshalb AirBnB nun doch den Weg an die Börse sucht, darf man berechtigterweise stellen. Möchten die Gründer nach jahrelanger Arbeit jetzt Kasse machen oder soll die Wachstumsgeschichte auf eine höhere Stufe gehoben werden? Genau wissen können wir das nicht, allerdings haben Investoren durch den Börsengang von AirBnB nun die Möglichkeit, an der weiteren Entwicklung des Unternehmens zu partizipieren.

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Der Börsengang der AirBnB-Aktie war ein voller Erfolg. Für 68 US-Dollar je Aktie wechselten die ersten Anteilsscheine ihren Besitzer. Die Nachfrage war allerdings so hoch, dass sich die Aktie am ersten Handelstag gleich mehr als verdoppelte. Für langfristig denkende Investoren stellt sich nun die Frage, ob man die Aktie von AirBnB gleich nach dem Börsengang kaufen soll. Zu dieser Frage folgt meine Einschätzung.

Der Marktplatz für Ferienwohnungen im Überblick

Möglicherweise ist die AirBnB-Aktie bei ihrem Börsengang so beliebt, da das Unternehmen gleich mehrere Trends in sich vereint. Ein wesentlicher Faktor ist die Tatsache, dass es sich um ein plattformbasiertes Geschäftsmodell handelt. AirBnB bringt Angebot und Nachfrage zusammen und sorgt dafür, dass nicht genutzte Räumlichkeiten von Privatpersonen anderen Personen zur Verfügung stehen, die sich kein teures Hotel leisten möchten. Mit seiner Plattform bedient es direkt den aktuellen Trend der Sharing Economy. Außerdem werden die Buchungen im Internet oder in der App getätigt, was den Trend der Digitalisierung bedient. Alles geht schnell, einfach und meistens günstig, – alles Punkte, die den jungen Leuten heutzutage besonders wichtig sind.

Dabei bringt die Buchung eines AirBnB auch einen gewissen extra Charme mit sich. Man kann sich beispielsweise eine ganze Ferienwohnung buchen und sich dort selbst versorgen. Oder man kommt in einem frei stehenden Zimmer bei einer Familie unter, wo man zusätzlich zum Bett in den Genuss von Gastfreundschaft und einem Frühstück kommt.

Darüber hinaus wird das Angebot auf AirBnB stets exklusiver. Neben einfachen Unterkünften werden immer mehr einzigartige Bleiben angeboten, die entweder edel designt sind oder in einer besonderen Location liegen. Zwar haben diese Angebote nicht mehr viel mit der ursprünglichen Idee des Geschäfts zu tun, doch machen sie das Unternehmen attraktiver. Und AirBnB verdient an jeder Vermittlung mit, egal welcher Art.

Diese Punkte und die Tatsache, dass das Geschäftsmodell einfach zu verstehen ist, ziehen daher vermutlich die Aufmerksamkeit vieler Investoren auf die AirBnB-Aktie.

AirBnB-Aktie genießt nach IPO hohe Nachfrage

Mit einem Preis je Aktie von 68 US-Dollar lag man bereits über den Erwartungen. Im späteren Handelsverlauf sprang die Aktie dann sogar zeitweise über die Marke von 160 US-Dollar. Das ist mehr als eine Verdoppelung innerhalb eines Handelstages. Und das, obwohl die ursprüngliche Spanne für den Börsengang der AirBnB-Aktie deutlich niedriger war (44 bis 50 US-Dollar).

Ohne Zweifel, das Geschäftsmodell von AirBnB ist attraktiv, die Marke ist stark. Doch die Bewertung scheint mir übertrieben. Zum einen hat das Unternehmen aufgrund der Corona-Krise operative Schwierigkeiten, so wie jede andere Firma aus dem Bereich Tourismus. Zum anderen zeigt ein Vergleich mit einem direkten Konkurrenten, warum die Bewertung übertrieben ist.

Booking Holdings ist bekannt als Hotelplattform. Es ist jedoch kein Geheimnis, dass der Branchenprimus auch im Bereich der Ferienwohnungen und Ferienhäuser mitmischt, seitdem er erkannt hat, dass das Geschäft dort attraktiv ist. Im Gegensatz zu AirBnB schreibt Booking in normalen Jahren Milliardengewinne, während AirBnB nicht profitabel ist. Dennoch genießen beide Unternehmen aktuell mit 86 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung nahezu die gleiche Marktbewertung (Stand: 11.12.2020).

Sollte man die AirBnB-Aktie gleich nach dem Börsengang kaufen?

Im Moment sehen viele Unternehmen maßlos überteuert aus, darunter in meinen Augen auch die AirBnB-Aktie. Es herrscht ein regelrechter Hype um den Börsengang, die Bewertung ist für mein Empfinden extrem hoch. Es ist viel Geld im Markt und es kommt mir so vor, als ob Investoren verzweifelt versuchen, ihr Geld irgendwo unterzubringen.

Eine heiße Angelegenheit, weshalb ich persönlich die AirBnB-Aktie nach dem Börsengang nicht gleich kaufen werde. Auch wenn mir die Marke und das Geschäftsmodell sehr zusagen.

Außerdem darf man nicht vergessen, dass AirBnB in so mancher Region Probleme hat, da durch das Angebot von AirBnB Wohnungsknappheit entsteht. In der Vergangenheit gab es daher häufig Diskussionen um das Thema und teilweise auch Verbote. Als langfristig denkender Investor warte ich daher erst ab, wie sich die Dinge weiter entwickeln.

Es gibt andere großartige Unternehmen, die stark wachsen und von der aktuellen Marktsituationen sogar profitieren. Und das Ganze ohne dabei maßlos überteuert zu sein. Langfristig denkende Investoren sollten ihre Aufmerksamkeit auf solche aussichtsreichen Chancen lenken.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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