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NIO und Daimler-Aktie auf 52-Wochen-Hoch: Kann das gut gehen?

Quelle: NIO Press Release

Hieß die Erzählung nicht vor Kurzem noch, dass die jungen Wilden den etablierten Autoherstellern den Boden unter den Füßen wegreißen werden? Dennoch zeigten auch Traditionskonzerne wie Daimler (WKN: 710000) zuletzt eine ausgezeichnete Performance. Zwar konnte diese nicht ganz mit dem kometenhaften Aufstieg von NIO (WKN: A2N4PB) mithalten, aber ich finde es bemerkenswert, dass Alt und Neu gleichzeitig einen Höhenflug haben.

Daimler und NIO im Vergleich

Noch vor wenigen Monaten wäre es geradezu lächerlich gewesen, den Weltmarktführer bei Luxuskarossen und schweren Lkws mit einem Start-up wie NIO zu vergleichen, das gerade erst begonnen hat, vorzeigbare Stückzahlen zu produzieren. Die Börsenteilnehmer sehen es jedoch anders: Mit einer Marktkapitalisierung von zuletzt über 73 Mrd. US-Dollar reiht sich der chinesische Elektroautobauer weit vorne im Wettbewerb ein.
DDAIF Market Cap Chart

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Chart erstellt mit YCharts. Marktkapitalisierung von Daimler und NIO über 12 Monate seit 25. Nov. 2019 in US-Dollar

Das derzeit noch auf den Heimatmarkt fokussierte Unternehmen schaffte es 2019 noch nicht, ein Modell unter die Top 20 der meistverkauften Modelle in China zu bringen. Dass es im Dezember 2.537 Stück des neu auf den Markt gekommenen ES6 verkaufte, war noch nicht sonderlich beeindruckend. Zum Vergleich: Mercedes verkauft allein von der S-Klasse über 70.000 Einheiten pro Jahr.

Was die Aktionäre zuletzt so begeisterte bei NIO, war die Umsatzsteigerung um 146 % auf 628 Mio. US-Dollar im dritten Quartal, bei einer Auslieferung von 12.206 Fahrzeugen. Eine Jahresproduktion, die die Marke von 100.000 anpeilt, ist somit absehbar. Laut CEO William Li liegt die Fertigungskapazität bei 150.000. Die Pkw-Sparte von Mercedes meldete im gleichen Zeitraum allerdings eine Großhandels-Absatzzahl von 556.395 – ohne smart und Vans.

Bei Daimler freuten sich die Aktionäre vor allem über die Rückkehr zur Normalität, nachdem seit der Übernahme des Chefpostens durch Ola Källenius fast nur Verluste angefallen waren. Für das dritte Quartal gab es hingegen einen schönen operativen Gewinn von 3 Mrd. Euro. Das lag über den Erwartungen, weshalb auch hier der Kurs nach oben getrieben wurde. Das überraschende Ergebnis davon ist, dass die Marktkapitalisierung nun mit 62 Mrd. Euro fast exakt gleich viel wie bei NIO beträgt.

Was das für die Autoindustrie bedeutet

An der Börse herrscht folglich einerseits die Meinung vor, dass Daimler sich in der Mobilitätswende profitabel behaupten kann, und andererseits, dass neue Spieler wie NIO in einigen Jahren zu ebenbürtigen Konkurrenten heranwachsen werden.

Wenn man unterstellt, dass NIO als junges Unternehmen größeren Risiken unterliegt, die im Kurs eingepreist sein sollten, dann heißt das für mich, dass viele damit rechnen, dass NIO sogar Daimler überflügeln kann. Man könnte es aber auch anders sehen, nämlich, dass Daimler aufgrund seines Verbrenner-Ballastes und des bisher mäßigen Erfolges bei rein elektrischen Fahrzeugen ebenfalls mit großen Risiken in diesen Wandel geht.

Jedenfalls ist klar, dass beide nur dann Gewinner sein können, wenn es entweder woanders Verlierer gibt oder der adressierbare Markt expandiert. Der reine Fahrzeugmarkt dürfte jedoch kaum wachsen. Zunächst werden wohl die Nachbeben der Coronakrise für Absatzschwäche sorgen und langfristig werden voraussichtlich innovative Mobilitätssysteme den Fahrzeugbedarf senken.

Verlierer wird es hingegen sicherlich geben. Aktuell steckt etwa Jaguar Land Rover in Problemen und Aston Martin (WKN: A2N6DH) musste von Daimler gerettet werden. Andere kleinere Hersteller werden wahrscheinlich aufgeben müssen und so den neuen innovativen Herausforderern Platz machen. Vor allem in China mit seinen Hunderten von Marken steht eine Marktkonsolidierung an.

Worauf es für Daimler und NIO ankommt

Mercedes verfügt weiterhin über eine erstklassige Technologieposition und profitiert von seinem Fokus auf das Luxussegment. NIO wiederum wird versuchen, seine Agilität und Innovationskraft einzusetzen, um weitere Marktanteile zu erobern. Während es kurzfristig auf den Fahrzeugabsatz ankommt, sind mittel- bis langfristig digital getriebene Mehrwertdienste rund um die Mobilität ein entscheidender Erfolgsfaktor, um weiteres Wachstum zu generieren.

Auf den ersten Blick könnte NIO bei diesem Kriterium im Vorteil sein, aber Mercedes muss sich mit seinen digitalen Ambitionen keineswegs verstecken. Insgesamt denke ich, dass NIO bei gleicher Marktkapitalisierung deutlich mehr zu beweisen hat. Die Daimler-Aktie erscheint bei diesen Kursen attraktiver.

Wer Gewinner der Mobilitätswende sucht, der sollte sich jetzt vielleicht noch weiter umsehen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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