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Dividendenaktie Münchener Rück: Keine Prognose, kein Kauf?!

Foto: Getty Images

Die Dividendenaktie der Münchener Rück (WKN: 843002) macht derzeit eine schwierige operative Zeit durch. COVID-19 belastete in den letzten Wochen und Monaten und seit dem Ausbruch im Frühjahr teilweise deutlich das Zahlenwerk. Das haben wir bereits früher gesehen.

Das Management der Münchener Rück hat jetzt zudem frische Quartalszahlen präsentiert. Wesentliche Eckpfeiler sind jedoch bereits seit dem 20. Oktober dieses Jahres bekannt. Hier hat das Management vorläufige Zahlen zur operativen Entwicklung des letzten Quartals veröffentlicht.

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Trotzdem belastet ein Faktor weiterhin: Nämlich, dass sich der DAX-Rückversicherer nicht traut, eine neue Prognose auszugeben. Schauen wir daher einmal, was Foolishe Investoren wissen sollten. Und ob die Aktie jetzt kein Kauf ist.

Zahlen, Daten & Ausblick

Wie wir jedenfalls mit Blick auf die frischen Zahlen erkennen können, gibt es eigentlich kaum eine Überraschung: Im zweiten Quartal lag der Gewinn bei ca. 199 Mio. Euro, was ziemlich exakt dem prognostizierten Wert von 200 Mio. Euro entspricht. Für die ersten neun Monate liegt das Ergebnis hingegen bei 999 Mio. Euro. Auch das haben wir rein mathematisch mitsamt den ersten beiden Quartale und dem zuletzt bekannt gewordenen vorläufigen Zahlenwerk bereits ermitteln können. COVID-19 hat hier durchgeschlagen. Im letzten Geschäftsjahr 2019 lag der Gewinn schließlich noch bei fast 2,5 Mrd. Euro.

Das, was jetzt den Aktienkurs bei der Bekanntgabe dieser Zahlen belastet, ist der Ausblick. Beziehungsweise der fehlende Ausblick. Das Management sieht sich aufgrund der aktuellen Lage weiterhin nicht in der Lage, eine Prognose für das laufende Jahr auszugeben. Aber immerhin: Die ersten neun Monate sind profitabel. Das zeigt, dass das Geschäftsjahr 2020 augenscheinlich okay wird.

Einen Lichtblick gibt es allerdings auch in diesem Zahlenwerk: Die Prämieneinnahmen lagen innerhalb der vergangenen drei Monate bei 14,15 Mrd. Euro, was einem Plus im Jahresvergleich von 3 % entspricht. Für die ersten neun Monate liegt das Plus sogar bei 6 % und es konnten 41,26 Mrd. Euro erlöst werden. Ein möglicherweise wichtiger Indikator für die zukünftige Entwicklung.

Münchener Rück: Unsicherheiten gehören dazu!

Tja, was können wir insgesamt zur Aktie der Münchener Rück sagen? Die Volatilität am Tag der Veröffentlichung der Quartalszahlen zeigt jedenfalls, dass einige Investoren nicht mit Unsicherheit leben können. Dabei sollten wir eines nicht vergessen: Unsicherheiten und deren Absicherung ist das Geschäftsmodell des DAX-Rückversicherers. Das kann eben auch mal zu unsicheren und schwierigeren Zeiten führen. So wie jetzt eigentlich.

Die Münchener Rück schlägt sich dafür nicht bloß wacker, sondern eigentlich auch ziemlich erfolgreich. Die steigenden Prämieneinnahmen sind ein gutes Zeichen dafür, dass mittel- bis langfristig ein moderates Wachstum erzielt werden kann. Gerade für Foolishe, unternehmensorientierte Investoren gilt es, die Entwicklung über viele Jahre oder Jahrzehnte mitzunehmen. Historisch gesehen hat es der DAX-Konzern stets geschafft, Risiken adäquat zu versichern und Gewinne einzufahren.

Auch wenn es möglicherweise deine Planungen erschwert, dass die Münchener Rück keine Prognosen ausgegeben hat, so ist das für diese schwierige Zeit normal. Ich meine, hey, es ist immerhin ein Rückversicherer in Zeiten einer Epidemie.

Solide Zahlen, Münchener Rück!

Die aktuellen Quartalszahlen mögen durchwachsen sein, aber beim zweiten Blick fällt es eigentlich nicht sonderlich schwer, die positiven Seiten zu sehen. Der DAX-Rückversicherer kommt solide durch die Krise. Die Chancen stehen ausgezeichnet, dass es die Münchener Rück schafft, stärker aus dieser Zeit herauszukommen.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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