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Starinvestor: „Kaufe NICHT SAP“

Foto: SAP AG

Es ist definitiv nicht die Woche der Aktie von SAP (WKN: 716460). Das DAX-Schwergewicht hat zu Beginn dieser Handelswoche ein durchwachsenes Zahlenwerk präsentiert. Da auch der Ausblick auf eine weiterhin operativ nicht mehr ganz so wachstumsstarke Zeit schließen lässt, gingen die Anteilsscheine auf Tauchstation. In einem volatilen Handel verlor die SAP-Aktie kurzzeitig rund 20 % an Börsenwert.

Aber es geht noch weiter: Jetzt äußert sich nämlich ein erster US-amerikanischer Starinvestor dahin gehend, dass man besser nicht SAP kaufen sollte. Uff, das sitzt.

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Riskieren wir als Foolishe Investoren daher einen Blick auf die Aussagen und vor allem die Argumente. Dabei wollen wir im Endeffekt herausfinden, ob jetzt wirklich ein Zeitpunkt sein könnte, um die Aktie besser zu meiden.

Jim Cramer: „Kaufe nicht SAP!“

Genauer gesagt handelt es sich bei dem Starinvestor um den ehemaligen Hedgefonds-Manager und die heutige Börsen-TV-Persönlichkeit Jim Cramer. Im Rahmen seines Podcasts Mad Money hat der US-Anleger jetzt gesagt, dass er die SAP-Aktie nicht kaufen würde. Das wiederum hat mehrere Gründe.

Seine Kernaussage ist, dass die Aktie von SAP auch jetzt noch zu hoch bewertet sei. Ja, sogar nach dem signifikanten Kurssturz zu Beginn dieser Handelswoche. Die aktuellen Quartalszahlen seien auch in diesem Kontext ein Desaster gewesen. Das wiederum ist ein prägendes Merkmal der Kritik.

Aber es gibt auch weitere Aspekte, die Jim Cramer nicht gefallen: Demnach wisse der ehemalige Hedgefonds-Manager nicht, warum SAP zwei CEOs gehabt habe. Cramer spricht in diesem Kontext sogar von Problemen im Management („management issues“). Zudem gebe es ein operatives Problem: Je mehr sich SAP digitalisiere, desto weniger würden die Kunden für Leistungen des Unternehmens ausgeben. Das ist definitiv eine Position, die Foolishe und unternehmensorientierte Investoren ernst nehmen sollten.

Was ist dran an der Kritik?

Die jetzt wohl spannendere Frage ist jedoch, was an einer solchen Kritik berechtigt ist. Und was möglicherweise nicht. Grundsätzlich gilt, dass die fundamentale Bewertung jedenfalls wirklich weit entfernt von preiswert ist: Gemessen an dem aktuellen Aktienkurs von 97,41 Euro und dem 2019er-Gewinn je Aktie von 2,78 Euro liegt das 2019er-Kurs-Gewinn-Verhältnis bei ca. 35. Für das DAX-Schwergewicht ist das ein Bewertungsmaß, das definitiv nach einem rasanteren Wachstum schreit. Insbesondere, wenn auch zum jetzigen Zeitpunkt eine Rendite herausspringen soll.

Was die anderen Argumente angeht, so sollten Foolishe Investoren etwas vorsichtiger urteilen: Die zwei CEOs gehören inzwischen schließlich der Geschichte an, Christian Klein ist nach einer kurzen Doppelspitze mit Jennifer Morgan jetzt der einzige Lenker. Das kann dem DAX-Konzern mehr Struktur und Führung aus einer Hand verleihen.

Zudem organisiert SAP seinen Konzern derzeit etwas um: Dabei sollen vermehrt die Lösungen gebündelt werden, insbesondere im Cloud-Bereich. Das soll zu einem einheitlicheren Gesamtpaket werden. Eine Strategie, die durchaus zielführend im Software- und Cloud-Segment sein kann. Unternehmensorientiert könnte SAP daher strategisch weiterhin einen längerfristigen, jedoch sinnvollen Plan besitzen.

SAP: Für mich trotzdem jetzt kein Kauf!

Trotz der Neuausrichtung ist die SAP-Aktie für mich persönlich trotzdem jetzt kein Kauf, denn in einem Punkt gebe ich Cramer recht: Die fundamentale Bewertung ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 35 für ein eher maues Wachstum einfach zu teuer. Deshalb bleibe ich der Aktie fern. Sollten die Anteilsscheine jedoch bedeutend preiswerter werden, könnte ich mir jedoch vorstellen, doch zuzuschlagen, weil ich die Kritik an der strategischen Ausrichtung bloß begrenzt teile.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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