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SAP-Aktie nach Kurs- und Zahlen-Schock: Was jetzt?

Foto: SAP AG

Die Aktie des DAX-Software- und -Cloud-Konzerns SAP (WKN: 716460) erlebt einen rabenschwarzen Montag. Im frühen Handel korrigieren die Anteilsscheine des Indexschwergewichts um teilweise fast 20 % im Vergleich zum Vorwochenschluss. Das lässt auf einen volatilen Handel zu Wochenbeginn schließen.

Auslöser dieses Kursschocks sind die frischen Quartalszahlen, die SAP verkündet hat. Aber waren diese wirklich so schlecht? Oder gibt es möglicherweise auch einige Highlights? Ein paar spannende Fragen, die uns jetzt näher interessieren sollen. Natürlich insbesondere mit Hinblick auf die frisch veröffentlichten Zahlen.

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SAP: Die Quartalszahlen im Blick

Wie wir jedenfalls für den Moment festhalten können, ist das Zahlenwerk für das dritte Quartal deutlich durchwachsen gewesen: So sanken die Cloud- und Software-Erlöse im Jahresvergleich um 2 % auf 5.544 Mio. Euro. Währungsbereinigt hätte das Plus hingegen bei ca. 2 % gelegen, was trotzdem eher auf Stagnation hindeutet.

Das Betriebsergebnis liegt auf IFRS-Basis bei 1.473 Mio. Euro, was einem Minus von 12 % entsprechen würde. Auf Non-IFRS-Basis läge der Wert hingegen bei 2.069 Mio. Euro, was trotzdem einem Minus von einem Prozentpunkt entsprochen hätte. Beziehungsweise, bereinigt um Währungseffekte, einem moderaten Plus von 4 % im Jahresvergleich. Hier machen sich die negativen Wechselkurseffekte und der starke Euro im letzten Quartal besonders bemerkbar.

Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Jahresvergleich um 4 % auf 6.535 Mio. Euro eingebrochen, beziehungsweise währungsbereinigt mit plus/minus 0 % stagniert. Kein Zweifel: Damit zeigt sich ein insgesamt schwächeres Quartal, das auch kein moderates Wachstum bei den Cloud-Erlösen (+11 %, beziehungsweise 14 % währungsbereinigt und auf Non-IFRS-Basis) mehr retten kann.

Auch für das Gesamtjahr wird SAP jetzt deutlich pessimistischer: Demnach rechnet das Management mit einem Umsatz in einer Spanne zwischen 27,2 und 27,8 Mrd. Euro. Zuvor lag der Zielkorridor noch bei 27,8 und 28,5 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis soll zwischen 8,1 und 8,5 Mrd. Euro liegen. Damit grenzt SAP auch die Ergebnisentwicklung ein, zuvor ist man nämlich noch von einem maximalen Wert von 8,7 Mrd. Euro ausgegangen. Das dritte Quartal können wir daher gewiss als durchwachsen bezeichnen.

Wird es Verbesserungen geben?

Die Foolishe Frage ist jetzt natürlich: Ist die Aktie ein Kauf, weil es mittel- bis langfristig eine Perspektive der operativen Verbesserungen geben wird? Nun, hier zeichnet sich ebenfalls ein eher gemischtes Bild ab. So rechnet das Management beispielsweise mit Druck bei der Nachfrageseite, der mindestens bis in die erste Jahreshälfte des kommenden Jahres 2021 hineinreichen soll. Das könnte COVID-19-bedingt noch für weitere durchwachsene Quartale sprechen.

Wechselkurseffekte spielen aus Foolisher Perspektive natürlich kaum eine Rolle, zumal sich hier ein Turnaround-Potenzial abzeichnen könnte. Trotzdem sollten Foolishe Investoren eines bedenken: Die Aktie von SAP wird weiterhin vergleichsweise teuer bewertet.

Gemessen an einem korrigierten Aktienkurs von ca. 100 Euro und einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 2,78 Euro läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis noch bei fast 36. Für eine etablierte Blue-Chip-Tech-Aktie, die zumindest im Moment kaum wächst, könnte das weiterhin ein Bewertungsrisiko bedeuten.

SAP-Aktie: Jetzt ein Kauf?

Keine Frage: Die Aktie von SAP könnte langfristig weiterhin aussichtsreich sein. Allerdings wird zwingend ein höheres Wachstum dafür notwendig sein. So günstig wie jetzt gab es die Anteilsscheine des DAX-Software- und Cloud-Riesen zwar zuletzt Ende März dieses Jahres und in den Ausläufern des Corona-Crashs. Foolishe Investoren sollten zumindest mittelfristig die veränderte Fundamental- und Wachstumslage berücksichtigen, wenn sie eine Investitionsentscheidung pro SAP treffen. Und, wie gesagt, ergründen, ob das Wachstum mittelfristig wieder erstarken wird.

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