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Daimler-Quartalszahlen bringen die Daimler-Aktie an die DAX-Spitze

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Bereits vor einigen Tagen präsentierte man in Stuttgart die vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal. Diese schickten die Daimler-Aktie (WKN: 710000) rund 5 % nach oben und in die Nähe der Kurse zu Jahresbeginn. Die Veröffentlichung der finalen Daimler-Quartalszahlen unterstützen nun die Euphorie von damals. Denn nicht nur der Ausblick auf das Gesamtjahr ist sehr stark, sondern auch die Ankündigung, in Schlagdistanz zu den ambitionierten CO2-Zielen für 2020 zu liegen.

Die Daimler-Quartalszahlen im Kurzüberblick

Werfen wir aber zunächst einen kurzen Blick auf die Daimler-Quartalszahlen. Zwar reduzierte sich der Umsatz um 7 % auf 40,3 Mrd. Euro, dafür kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 14 % auf 3,1 Mrd. Euro. Auch unterm Strich verdiente man in Stuttgart 14 % mehr als noch im Vorjahresquartal. Absolut betrug das Nettoergebnis starke 2,2 Mrd. Euro.

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Noch besser wird es beim Blick auf den freien Cashflow des Industriegeschäfts. Dieser steigerte sich um 82 % auf 5,1 Mrd. Euro. Dazu beigetragen haben das strikte Kostenmanagement und die Zurückhaltung bei den Investitionen. Diese lagen im Industriegeschäft deutlich unter den jährlichen Abschreibungen. Ohne dabei aber wichtige Zukunftsprojekte wie die Elektrifizierung und die Weiterentwicklung der Softwareangebote zu vernachlässigen.

Nun aber genug der Vergangenheit. Denn auch die kommenden Monate und Jahre lassen einiges erwarten.

CO2-Ziele liegen nun in Schlagdistanz

Vor einigen Monaten schien es beinahe ausgemacht, dass die deutsche Automobilindustrie krachend an den strengen CO2-Zielen der europäischen Union scheitern wird. Beratungshäuser rechneten Milliarden-Strafen vor und Daimler und Konsorten wurden in den finanziellen Ruin geschrieben. Zumindest für das Jahr 2020 ist nun aber Daimler in Schlagdistanz, die Ziele zu erreichen.

Im dritten Quartal alleine wurden 45.000 elektrische Pkw verkauft. Ein Großteil natürlich als Plug-in-Hybride. Für das Gesamtjahr hängt es nun anscheinend nicht mehr an der Nachfrage, die Ziele zu erreichen, sondern daran, ob Daimler es schafft, schnell genug zu liefern. Im vierten Quartal erwartet man auf alle Fälle noch eine deutliche Steigerung der Verkaufszahlen bei elektrifizierten Fahrzeugen.

Helfen wird dabei ab sofort auch der Mercedes-Benz EQV. Der vollelektrische Van rollt bereits von den Produktionsbändern und entlockt bei den ersten Tests sogar eingefleischten Tesla-Youtubern einige Komplimente. Sowohl für die Reichweite als auch für die Software-Lösungen. Wenn das Daimler-Management seiner kürzlich entdeckten Devise „Under-Promise-Over-Deliver“ auch bei der CO2-Prognose treu bleibt, sollten wir, wenn überhaupt, keine exorbitant hohen Strafzahlungen erwarten.

Mindestens ebenso stark hält sich die Meinung, dass die alteingesessenen Automobilbauer bei jedem verkauften elektrischen Fahrzeug Verluste schreiben. Mit Veröffentlichung der Daimler-Quartalszahlen versicherte Finanzvorstand Wilhelm aber in aller Deutlichkeit: Die elektrischen Varianten sind profitabel. Zwar noch nicht so profitabel wie die Verbrenner, aber auf dem klaren Weg dorthin.

Das kann man von der Daimler-Aktie für die Zukunft erwarten

Die Daimler-Quartalszahlen boten aufgrund der vorläufigen Veröffentlichung keine größeren Überraschungen mehr. Vielmehr rätselte man, ob das vierte Quartal ähnlich gut werden könnte wie das dritte. Nun wissen wir, dass es zwar beim Umsatz etwas besser werden könnte, dafür aber bei der Profitabilität etwas schlechter.

Dennoch, auf Jahressicht erwartet man in Stuttgart zwar einen deutlich geringeren Umsatz als noch 2019, dafür soll das operative Ergebnis auf Vorjahresniveau liegen und der freie Cashflow deutlich zulegen. Sollte das trotz der anhaltenden Pandemie-Risiken gelingen, wäre das eine starke Leistung.

Unterm Strich scheint es beinahe so, als setzten die Herausforderungen der Pandemie bei Daimler ungeahnte Kräfte frei. Die Neufokussierung auf Profitabilität gibt der Daimler-Aktie bereits jetzt kräftig Auftrieb und könnte das auch noch für viele weitere Jahre tun.

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Sven besitzt Aktien von Daimler. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

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