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SNP: Das SAP des nächsten Jahrzehnts?

Foto: Getty Images

Ein Softwareunternehmen aus dem Südwesten Deutschlands: Damit verbinden die meisten Menschen wahrscheinlich den DAX-Giganten SAP (WKN: 716460). Doch direkt nebenan wächst ein neues Unternehmen, welches dem deutschen Wunsch nach einem weiteren innovativen Tech-Unternehmen entsprechen könnte.

SNP – das neue SAP?

Die Rede ist von SNP Schneider-Neureither & Partner SE (WKN: 720370), einem Unternehmen aus Heidelberg. Gegründet 1994 beschäftigt das Unternehmen, das immer noch von Gründer Andreas Schneider-Neureither als CEO geführt wird, rund 1.400 Mitarbeiter. Allgemein gesprochen kann man sagen, dass SNP verschiedene Software für Unternehmen anbietet und seine Kunden dabei unterstützt, Geschäftsmodelle digital anzupassen und neue Technologien zu integrieren.

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Der Fokus liegt hierbei auf der Transformation von Daten in hochkomplexe digitale, kundenindividuelle Systeme, wobei vor allem Kunden mit bestehenden SAP-Systemen angesprochen werden und dabei geholfen wird, diese effektiver zu nutzen. SNP bietet eine Software, die Änderungen in der IT-Infrastruktur automatisch analysiert und diese dann effizient und standardisiert umsetzt. Hier liegt die erste Analogie zum DAX-Konzern und es wird deutlich, dass man nicht in Konkurrenz zueinander steht, sondern SNP quasi Zusatzleistungen zur besseren Nutzung von SAP-Systemen anbietet. Ähnlich wie SAP ist SNP auch in der Förderung gesellschaftlicher und sozialer Strukturen tätig und fördert Stiftungen, lokale Sportvereine sowie die Kunst und Kultur in der Region.

Der Bereich „Beratung und Service“ macht knapp zwei Drittel des Gesamtumsatzes aus, während der Bereich „Softwareverkauf“ des Unternehmens ein Drittel ausmacht. Interessant ist hierbei, dass der letztgenannte Bereich stark wachsend ist (ein Umsatzplus von knapp 60 % zwischen 2018 und 2019) und durch die weiter unten beschriebenen Kooperationen, die auf diesen Bereich abzielen, weiter wachsen wird. Damit besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass sich SNP in der Zukunft eher von der Rolle als IT-Beratungsunternehmen entfernt, sondern mehr zum klassischen Softwarehersteller (automatisierte Transformation von IT-Systemen und Optimierung bestehender Prozesse) wird.

Hauptaktionär des Unternehmens ist CEO und Gründer Andreas Schneider-Neureuther, der knapp 20 % des Unternehmens hält. Das gibt der Aktie eine gewisse Stabilität und bildet das Fundament für langfristige Strategien. 2019 machte das Unternehmen mehr als die Hälfte seines Umsatzes in der DACH-Region, während sich der Rest des Umsatzes global verteilt.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber sind, wie oben erwähnt, die zunehmenden Kooperationen des Unternehmens. Nachdem in den Jahren 2014 und 2015 diverse Partnerschaften mit SAP geschlossen wurden, bei denen die Zusammenarbeit und Integration verschiedener Software das Ziel war, folgten in letzter Zeit weitere „Big Player“. Im Jahr 2018 folgte ein neues Cloud-Migrationsprogramm mit dem US-Riesen IBM  und in 2020 weitere Partnerschaften, darunter eine mit dem japanischen Unternehmen Fujitsu und eine mit dem deutschen Unternehmen All for One Group.

Auch diese beiden Kooperationen hatten zum Ziel, dass man Kunden dieser Plattformen eine bessere Datentransformation der bisherigen IT-Infrastrukturen bietet, und festigen somit die Marktstellung des Heidelberger Konzerns. Allein die Kooperation mit Fujitsu soll bis 2024 einen Umsatz im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bringen, was gemessen am Gesamtumsatz 2019 (145 Mio. Euro) ein hoher Betrag ist – womit wir also auch bei den Finanzkennzahlen angelangt wären.

Auf Wachstumskurs

Obwohl das Unternehmen bereits seit 2000 gelistet ist, nahm die Unternehmensentwicklung erst in den letzten Jahren so richtig Fahrt auf (ähnlich wie beispielsweise beim CleanTech-Konzern Encavis). Seit März 2020 ist das Unternehmen im deutschen SDAX enthalten und gehört dort trotz Corona-Pandemie zu den Topperformern.

Durch den eingeschlagenen Wachstumskurs hat das Unternehmen in den letzten Jahren öfter mal Verluste geschrieben und sollte, ähnlich wie viele andere Growth-Unternehmen, daher nicht am KGV bewertet werden. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 6,3 (Datum: 14.10.2020, alle Kurse) und das Kurs-Umsatz-Verhältnis von 2,3 liegen jedoch auf einem angemessenen Niveau, vergleichbar mit anderen Growth-Unternehmen. Der Verschuldungsgrad liegt mit 1,1 ebenfalls eher niedrig und auch die Liquiditätskennzahlen können überzeugen.

Einzig bei der Profitabilität hapert es bei dem SDAX-Konzern. Eine Eigenkapitalrendite von 4,4 % und eine Umsatzrendite von nur 1,8 % sind relativ gering und erklären die hohe KGV-Bewertung (133). Für ein Growth-Unternehmen ist mangelnde Profitabilität jedoch kein Beinbruch, ganz im Gegenteil, liegt der Fokus doch auf dem Unternehmenswachstum. Und das kann sich sehen lassen: Die durchschnittliche jährliche Umsatzsteigerung betrug in den letzten drei Jahren knapp 22 %, während auch das operative Ergebnis im Durchschnitt um fast 12 % jährlich gesteigert wurde.

Analysten sind ebenfalls positiv gestimmt bei der Aktie. Durchschnittlich wird die Aktie zum Kauf empfohlen, im Spätsommer empfahlen beispielsweise sowohl das Bankhaus Metzler als auch Warburg Research die Aktie zum Kauf.

SNP – ein Kauf?

Gerade der Wandel zu einem Softwareunternehmen macht die Aktie so interessant. Die Transformation und Effizienzsteigerung von IT-Systemen durch den Verkauf eigener Software ist definitiv ein Wachstumsmarkt und durch die bestehenden Kooperationen mit Weltkonzernen (IBM, SAP) klopft man in Heidelberg schon an große Türen – und das erinnert definitiv an den Werdegang des DAX-Konzerns.

Und wer weiß? Mit dieser Expertise und diesem innovativen Produkt in einem stark wachsenden Markt könnte das SDAX-Unternehmen für viele Big-Tech-Unternehmen auch ein geeigneter Übernahmekandidat sein. Die Bewertung scheint angemessen (gemessen an KBV und KUV) und das Umsatzwachstum ist sehr überzeugend. Einzig an der Profitabilität muss das Unternehmen aus Heidelberg arbeiten. Risikobereite Anleger könnten einen leichten Kursrücksetzer hier zum Einstieg nutzen.

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Christoph Püllen besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt SNP Schneider-Neureither & Partner SE

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