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1, 5 oder 10 ETFs? Warum sich häufig bloß der Aufwand, nicht jedoch die Rendite erhöht

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Gerade beim Thema ETF ist Diversifikation ein wichtiger Schlüssel für den Erfolg. Wer über Jahre und Jahrzehnte von einer marktbreiten Rendite profitieren möchte, der sollte schließlich einen soliden Querschnitt auswählen. Mehr kann hier renditetechnisch und für die defensive Klasse des jeweiligen Fonds auch definitiv mehr sein.

Das gilt jedoch nur begrenzt: Wenn es nämlich um die grundsätzliche Frage geht, ob man als passiver Investor auf einen, fünf oder zehn verschiedene ETFs setzen sollte, kann eine größere Diversifikation zu durchwachsenen Ergebnissen führen. Tatsächlich ist es sogar möglich, dass sich bloß der Aufwand erhöht, nicht jedoch das Renditepotenzial. Warum das so ist? Eine sehr Foolishe Frage, die wir aus drei verschiedenen Gesichtspunkten betrachten wollen.

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Marktbreiter Schnitt? Immer ein Kompromiss

Eine erste, ganz wesentliche Feststellung, die wir dabei treffen sollten, ist die folgende: Was versuchen ETF-Investoren mit den Passivfonds zu erreichen? Richtig, in der Regel versuchen sie, einen möglichst marktbreiten Querschnitt zusammenzustellen. Dabei ist es egal, ob sie auf eine globale Variante wie den MSCI World setzen. Oder aber auf einzelne ETFs. Oder auch nur auf vereinzelte Regionen. Das ist wiederum bereits der Casus knacksus.

Ein ETF oder auch viele werden bei diesem Vorhaben immer um das Ideal eines marktbreiten Querschnitts herumpendeln. Oder anders ausgedrückt: Es bleibt stets ein Kompromiss, der sich der Idealvorstellung einer maximalen Diversifikation nähert. Wobei mehr Aufwand definitiv nicht zu besseren Ergebnissen führen muss.

Wer beispielsweise in den letzten Jahren und Jahrzehnten einfach in einen kostengünstigen ETF auf den S&P 500 investiert hat, der konnte eine durchschnittliche Rendite von über 9 % pro Jahr einstreichen. Wer zusätzlich auf andere Regionen gesetzt hat, der konnte das Ergebnis sogar verschlechtern. Der MSCI World, als Verfeinerung des S&P 500, brachte es beispielsweise auf durchschnittlich 7 % pro Jahr. Ein Mix dieser beiden Indexfonds hätte deine Rendite ausgebremst.

Das zeigt: Mehr Regionen und eine individuellere Auswahl müssen nicht zwangsläufig deine Rendite verbessern. Vor allem, weil das Renditepotenzial stets nach oben limitiert ist. Der breite Markt wird immer bloß der breite Markt bleiben.

Mehr Aufwand: Vielleicht lieber Stock-Picker?

Trotzdem versuchen einige ETF-Investoren mit mehr Aufwand bessere Resultate zu erzielen. Dabei setzen sie teilweise nicht bloß auf mehr Regionen oder andere Gewichtungen. Nein, sondern auch auf eine exotischere Auswahl verschiedener Themen, Regionen oder was auch immer. Zugegebenermaßen kann das ein Weg sein, um eine bessere, ausgewähltere Performance einzustreichen.

Allerdings sollten Investoren eines bedenken: Man wird bei einem solchen Ansatz, der von einem marktbreiten Ansatz abweicht, definitiv mehr überlegen und über Chancen nachdenken müssen. Das Verlassen des breiten Marktes geht mit dem Abwägen von Opportunitätskosten einher. Beziehungsweise der Frage, warum eine gewisse Auswahl besser performen soll als der breite Markt.

Der Ausgang ist auch hier ungewiss. Für jede Auswahl, die den breiten Markt schlägt, wird es eine andere geben, die hinter dem Index zurückbleiben wird. Allerdings gibt es noch einen anderen Faktor, der entscheidender ist:

Wer zu mehr Aufwand bereit ist, der sollte überlegen, vielleicht besser in einzelne Aktien zu investieren. Fundierte, tiefe Analysen können hier besser aufgehoben sein und wirklich zu deutlich marktschlagenden Renditen führen. Das gilt es zu berücksichtigen.

ETFs: Je exotischer, desto teurer

Zu guter Letzt sollte man außerdem bedenken, dass Gebühren eine weitere Renditebremsen sein können. Insbesondere exotische Varianten kosten häufig mehr aufgrund eines geringeren Volumens. Diese Gebühren schmälern wiederum deine Rendite und müssen doppelt mitverdient werden. Für eine deutlich aufwendigere Auswahl ist das ein hoher Preis.

ETF-Investoren sollten auch hier überlegen, ob eine exotischere Auswahl mit höheren Gebühren und mit ungewisser Perspektive das wert ist. Zumal die Gebühren eben kein Preis sind, der zwingend für eine höhere Rendite sprechen muss. Sondern einfach bloß ein Indikator dafür ist, dass es sich um einen exotischen ETF handelt.

ETFs sollten vielleicht lieber einfach sein

Foolishe Investoren sollten daher stets im Hinterkopf behalten, dass ETFs immer bloß ein Kompromiss sind. Oder sein sollten. Es gilt, das Ziel einer marktüblichen Rendite nicht aus dem Auge zu verlieren, der stets als Vergleichswert fungiert.

Diesen Kompromiss kann man bereits mit einem Passivfonds erreichen. Wer im Vorfeld gründlich analysiert und sich seine Auswahl gut überlegt, der kann auch mit einem ETF sehr glücklich, aufwandsarm und renditestark investieren.

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