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2 positive Impfstoff-News von der Biontech-Aktie und der AstraZeneca-Aktie

Foto: Getty Images

Nach Angaben der WHO haben sich bis zum heutigen Tag (12.10.2020) 37.326.080 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, von denen 1.073.973 oder 2,88 % starben. Die Sterberate ist also im Vergleich zum Beginn der Pandemie schon deutlich gesunken, als in manchen Regionen bis zu 10 % der Infizierten starben.

Welche Erklärungen gibt es für diese Abschwächung? Darüber kursieren nur Vermutungen, aber keine wissenschaftlichen Belege. So könnte es sein, dass sich viele Menschen aufgrund der Corona-Maßnahmen nur noch leicht infizieren. Eine weitere Erklärung könnte sein, dass das Virus im Laufe der Mensch-zu-Mensch-Übertragung mutiert und so an Wirkung verliert.

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Die Börsen, die immer etwa sechs Monate in die Zukunft schauen, haben die Krise bereits abgehakt. Impfstoff-Werte gehörten über die vergangenen Monate zu den ganz großen Gewinnern, denn sie werden in den kommenden Jahren Milliardenumsätze erwirtschaften. So ist die Biontech (WKN: A2PSR2)-Aktie seit Mitte Dezember 2019 bereits über 141 % gestiegen (12.10.2020).

1. Biontech gewinnt weitere Bestellung

Das Unternehmen konnte zuletzt über eine weitere positive Nachricht berichten. So hat Neuseeland bei Biontech und Pfizer (WKN: 852009) 1,5 Mio. Impfdosen vorbestellt. Damit können etwa 750.000 Menschen versorgt werden. Das Land ist bisher mit nur 1.500 Infizierten und 25 Toten sehr gut durch die Pandemie gekommen.

Finanzielle Vertragsdetails wurden nicht bekannt. Wenn man jedoch von dem in den USA angestrebten Verkaufspreis von 19,5 US-Dollar pro Impfung ausgeht, könnte der Wert bei über 29 Mio. US-Dollar liegen. Diese Zahl ist allerdings nur eine Schätzung.

Eine Auslieferung könnte schon im ersten Quartal 2021 erfolgen. Biontech und Pfizer haben angekündigt, nachdem alle Tests erfolgreich abgeschlossen sind, noch in diesem Monat (Oktober 2020) erste Ergebnisse ihrer abschließenden Massenstudie bekannt zu geben. Ein rollierendes Zulassungsverfahren hat in der EU bereits begonnen.

2. AstraZeneca erforscht Antikörper-Therapie

AstraZeneca (WKN: 886455) entwickelt seinen Impfstoff zusammen mit der Oxford-Universität und gilt dabei bisher, wie Biontech, als eines der schnellsten Unternehmen. AstraZeneca wird bis Ende des Jahres 2020 etwa 100.000 Impfdosen an die USA ausliefern, wobei das Land die Option besitzt, 2021 eine weitere Mio. Einheiten nachzubestellen.

AstraZeneca musste in den letzten Wochen seine klinische Phase drei der Impfstoffentwicklung kurzzeitig unterbrechen, da es bei einem britischen Studienteilnehmer zu einer unerwarteten Erkrankung kam. Mittlerweile wird sie allerdings in vielen Ländern wieder fortgesetzt.

Um auch bei der Entwicklung einer Antikörper-Therapie schnell voranzukommen, erhält der Konzern nun von der amerikanischen Biomedical Advanced Research and Development Authority (einer Unterbehörde des US-Gesundheitsministeriums) 486 Mio. US-Dollar zur Unterstützung.

Der Therapie-Kandidat AZD7442 wird in den kommenden Wochen zwei klinische Studien der Phase drei durchlaufen. Während der ersten Untersuchung mit 5.000 Teilnehmern soll gezeigt werden, dass AZD7442 bis zu zwölf Monate nach einer Gabe gegen COVID-19 immunisiert.

Eine weitere 1.100 Personen umfassende Studie soll klären, ob sich der Kandidat ebenfalls bei kurz zuvor Infizierten als Therapie eignet. AstraZeneca plant zudem eine weitere Untersuchung mit 4.000 Menschen, die klären soll, wie wirksam die Antikörper für eine Krankheitsbehandlung sind.

Andere Konzerne wie Regeneron (WKN: 881535) oder Eli Lilly (WKN: 858560) sind in punkto Antikörper-Therapie allerdings deutlich weiter als AstraZeneca und haben teilweise schon eine Notfalleinsatz-Zulassung beantragt. Während ein Impfstoff kostengünstig sein wird, werden Antikörper-Therapien deutlich teurer sein. Daher wird deren Einsatz zunächst auf Hochrisikopatienten beschränkt bleiben.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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