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Börse Wall Street
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Die Corona-Pandemie war im Jahr 2020 eine riesige Herausforderung für den Einzelhandel. Doch die Krise hat digitale Trends im Verbraucherverhalten beschleunigt – gut für die, die sich anpassen konnten. Nike (WKN: 866993) wird meiner Meinung nach aufgrund seines schnell wachsenden Onlinegeschäfts stärker denn je aus der Krise hervorgehen. Aber warum genau ist das Sportartikelunternehmen für langfristigen Erfolg aufgestellt?

Übergang zum digitalen Geschäftsmodell

Nike wurde von der Coronavirus-Pandemie getroffen: Die Lieferketten wurden unterbrochen und die Läden waren dicht. Das führte zu einem Umsatzrückgang von 38 % auf 6,3 Milliarden USD. Das Management nutzte die Krise jedoch als Gelegenheit, um den Übergang des Unternehmens zu einem digitalen Geschäftsmodell zu beschleunigen. Das verbessert langfristig die Margen und die Rentabilität.

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Das Unternehmen meldete für das erste Quartal einen Umsatz von 10,6 Milliarden USD, was nur 1 % unter dem des Vorjahreszeitraums liegt. Und während der Einzelhandelsumsatz weiterhin rückläufig ist, treibt der Onlineverkauf das Wachstum in Schlüsselregionen wie EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) und China voran, die um 5 bzw. 6 % zulegten. Die digitalen Verkäufe von Nike machen bereits mehr als 30 % des Gesamtumsatzes aus und könnten schon bald den Großteil des Umsatzes generieren. CEO John Donahoe geht davon aus, dass sich der Wandel auch nach dem Ende der Pandemie fortsetzen wird.

Das sagte Donahoe am 22. September:

Der Verbraucher ist heute digital aufgestellt und wird einfach nicht mehr zurückkehren. Unser digitales Geschäft erfüllt bereits jetzt unser Mix-Ziel von 30 %, fast drei Jahre früher als geplant, und wir werden von hier aus weiterwachsen.

Ein profitableres Unternehmen

Anhaltendes Wachstum im Onlinegeschäft von Nike könnte bessere Margen und das Potenzial für größere Gewinne bedeuten. Das Unternehmen verfügt bereits über eine um 10 Punkte höhere Bruttomarge bei digitalen Verkäufen im Vergleich zum Großhandel, und das Management kann die digitalen Margen auf zwei überzeugende Arten weiter steigern: Erstens plant das Unternehmen, das Inventar näher an den Kunden zu platzieren, um die Lieferkosten zu senken. Und zweitens plant man, Kundendaten zur Personalisierung von Produktangeboten zu nutzen, um höhere Verkaufspreise zu ermöglichen.

Die Bruttogewinnmarge von Nike stieg gegenüber dem Vorquartal von 37,3 % auf 44,8 %, da sich das Unternehmen an ein stärker digitales Geschäftsmodell anpasste. Die Bruttomarge des Unternehmens liegt jedoch aufgrund von Abschlägen und anderen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem geringeren Einzelhandelsverkehr immer noch rund 90 Basispunkte unter der des Vorjahreszeitraums.

Nike senkt seine operativen Margen durch drastische Kürzungen der Werbeausgaben sowie durch Personalabbau. Die Ausgaben des Unternehmens für die „Schaffung von Nachfrage“ (d. h. Werbung) gingen im ersten Quartal um 33 % auf 677 Millionen USD zurück. Die Vertriebs- und Verwaltungsausgaben sanken um 11 % auf 2,97 Milliarden USD. Die Betriebsausgaben könnten in den kommenden Quartalen weiter sinken, da die Kündigungen von Mitarbeitern im Oktober beginnen.

Es ist noch nicht zu spät, um an Bord zu gehen

Nike hat die Coronavirus-Krise in eine Chance verwandelt, und der Markt erkennt das an. Die Aktie ist bis heute um etwa 25 % gestiegen und weist ein KGV von 73 auf – deutlich über dem Durchschnitt des S&P 500 von 29. Aber ich denke, dass die Nike-Aktie trotz ihrer hohen Bewertung immer noch ein großartiger Kauf ist. Durch die erfolgreiche Umstellung in die digitale Welt erwarte ich ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Nike. Will Ebiefung besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 3.10.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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